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AH_2017_24_Einheit Frohburg – TSV Lobstädt 1:2 (0:2)

Nach 24 Spielen ist Schluss mit der Altherrensaison des TSV Lobstädt für das Jahr 2017. Frohburg war der letzte Gegner in einem gedrehten Spiel was die Gastgeberschaft betrifft. Ursprünglich hatte der TSV Lobstädt das Heimrecht trat es aber aus dem gegebenen Anlass eines Besuches bei Freund und Trikotsponsor Jens Kirmse in seinem Landgasthof in Bubendorf an die Rennstädter ab. Den Bedingungen tat das keinen Abbruch. Die Licht und Platzverhältnisse in Lobstädt und Frohburg erwiesen sich als ähnlich. Eine Spielabsage wegen eventuell aufkommenden Sturmböen wie später an diesem Wochenende beispielsweise in Meuselwitz war nicht zu befürchten. Auf dem Weg von der Umkleide zum Platz am ehemaligen Kaffee Otto flog keinem der Hauptdarsteller der Hut vom Kopfe. Dort angekommen erwischte der Gast einen guten Start. Ball und Gegner wurden gekonnt laufen gelassen. Folgerichtig ging der TSV durch einen seiner besten frühzeitig in Führung. Leikhauf war mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze erfolgreich und belohnte sich für seine über mehrere Spiele andauernde gute Form. Danach war kein Abbruch zu erkennen. Über den immer wieder dynamisch durchstartenden T. Flack und den sehr lauf und spielfreudigen Krauspe kamen die Gäste häufig vor das Frohburger Tor. Als Flack dann mustergültig auflegte bedankte sich Grabner mit dem 0:2 und bis zur Pause wurde diese Führung souverän und offensiv verteidigt. Woran es im zweiten Abschnitt gelegen hat dass es nicht so weiter ging hat einige Gründe. Zum einen verfiel man wegen der überraschend deutlichen Führung zur Halbzeit in den Verwaltungsmodus aber zum anderen ließen bei manchen Spielern die Kräfte auch nach. T. Flack konnte das Niveau des ersten Durchgangs nicht halten. J. Pfau verletzte sich und auch die eingewechselten Jeschky und Grübel hatten verletzungsbedingt nur Kurzeinsätze. Ob das der Gegner erzwungen hatte bleibt fraglich. Fakt ist, dass die Verantwortung immer mehr in den Abwehrbereich verlagert wurde wo Geißler im Tor die Herausforderung annahm und einige Fehler seiner Vorderleute ausbügelte. Nach 24 Spielen und einer immer mehr zunehmenden Dunkelheit konnte manch ein Lobstädter Passgeber nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden. Hauptsache es wurde gepasst und Geißler hatte den Dreck. Aber der Lobstädter Hüter machte es gut. Hielt den Kasten lange rein und musste nur einen Freistoß von Hientzsch passieren lassen. Der Verwaltungsmodus ging damit ungestraft in den „Gute Laune Modus“ über. Die „Mir sin Mir Mentalität“ war nach der Serie von gewonnenen Matches fast so selbstverständlich wie ein Sieg von Bayern über RB. Dem entsprechend ausgelassen wurde bei einem perfekten Gastgeber und Freund in seiner Gaststätte in Bubendorf ausgelassen gegessen, getrunken, fotografiert und gefeiert. Nochmal gegessen und getrunken und als dann nichts mehr da war oder keiner mehr was essen wollte wurden sie alle nach Hause gefahren bis sich die erschöpften Äuglein bereits auf dem Heimweg schlossen und die Schlaftrunkenen von ihren Chauffeuren sicher in Richtung heimatliches Bett transportiert wurden.

 

AH_2017_23_TSV Lobstädt – ZFC Meuselwitz 6:3 (3:1)

Gegen den Zipsendorfer Fußballclub aus Meuselwitz gab es im Altherrenbereich immer ziemlich viele Tore. Allerdings ist die Trefferdifferenz mit höchstens einem Tor in der jüngeren Vergangenheit häufig sehr gering ausgefallen. Auch Unentschieden waren immer einmal an der Tagesordnung. Fast alle Spiele hatten aber auch eine Gemeinsamkeit. Der ZFC schien während einiger Partien durch einen komfortablen Vorsprung seitens des TSV Lobstädt bereits geschlagen zu sein, kämpfte sich aber immer wieder heran und machte es dem Gegner verdammt schwer. Auch im Auftreten hatte der Gast vom Freitag nicht immer beliebt gemacht. Ruppig und unsachlich würden die meisten Lobstädter als Kurumschreibung sicherlich gelten lassen. Am letzten Freitagabend war der Eindruck nach dem Spiel aber ein ganz anderer. Um es vorweg zu nehmen. Der ZFC Meuselwitz erkannte und akzeptierte die Lobstädter Überlegenheit, moserte nicht über Licht und Platzbedingungen, und versuchte durch einen Spieler am Ende noch tröstende Worte für den bei allen drei Gegentreffern machtlosen Geißler zwischen den Pfosten zu finden. Obwohl man verlor. Das war nett gemeint aber für den Lobstädter Schlussmann dann doch etwas too much. Dem entsprechend reagierte er verbal eher etwas unentspannt in dieser Situation ohne sich im Ton zu vergreifen. Der gleiche Spieler lobte im Anschluss die hervorragende Schiedsrichterleistung von Lazlo Mosolygo und fand sicherlich bei dieser Gelegenheit Geißlers uneingeschränkte Zustimmung wieder. Neben den bereits erwähnten drei Zipsendorfer Treffern steuerte die Heimelf natürlich auch ein paar Tore bei. Sechs an der Zahl wurden dabei teilweise wunderschön herausgespielt und waren Ausdruck der absoluten Überlegenheit der Hausherren. Immer wenn es über die Außen ging hatte Lobstädt den Schlüssel zum Erfolg in der Hand. Über rechts war Fubel mit seiner herrlichen Eingabe der erste der den Schlüssel zum ersten Mal herumdrehte. Hinz konnte ungehindert zur Führung einköpfen. Diese währte dann aber nicht lange. Auf dem Weg durch die Mitte gab es einen Ballverlust der bis zum Ausgleich nicht gut verteidigt wurde und Geißler berechtigt in Rage versetzte. Für dieses Spiel hatte das jedoch keine fatalen Folgen. Schnell bekam der TSV das Geschehen wieder in den Griff. Krauspe stellte dann mit dem zweiten Tor den alten Abstand schnell wieder her und Hinz vollendete nach der nächsten herrlichen Eingabe von Leikhauf trocken zum 3:1. Dem zwischenzeitlichen 3:2 folgte das 4:2 durch Hinz. Die Vorarbeit leistete Jeschky mit einer Einzelleistung und seinem Pfastenschuss. Dann wurde Melzer durch eine weitere Traumflanke von Krauspe bedient und vollendete gekonnt zum 5:2. An diesem Tag leistete sich der TSV noch den dritten Gegentreffer ohne wie in anderen Begegnungen gegen Meuselwitz noch einmal in Gefahr zu geraten. Eichelkraut machte den Sack mit dem 6:3 endgültig zu. Als wenn die Natur es geahnt hatte. Lobstädt erzielte nicht nur wunderschön herausgespielte Tore sondern entpuppte sich regelrecht als Team der Flankengötter. Inspiriert wurden die Rainbow Warriors scheinbar von diesem Naturschauspiel ohne dass sie es vorher selber gesehen haben.

AH_2017_22_TSV Lobstädt – SV Eula 4:0 (0:0)

Der TSV Lobstädt hatte nach dem 2:3 im Hinspiel noch eine Rechnung zu begleichen. Da aber der SV Eula in Bestbesetzung antrat und bei Lobstädt einige tragende Kräfte fehlten schien das ein schwieriges Unterfangen zu werden. Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Vizepräsidenten des SV Eula Uwe Jacob. In der ersten Halbzeit spielte sich das Geschehen zumeist zwischen den Strafräumen ab, so dass Torchancen Mangelware waren. Die einzige vergab Fubel nach Querpass von T. Flack kläglich. Allerdings war der Stürmer auch durch einen Fuß eines Eulaer Abwehrspielers irritiert. In Hälfte 2 sollte es besser werden. Mit der Hereinnahme von J. Pfau kam mehr Bewegung in die Lobstädter Offensive. Nach einem Foul an T. Flack erzielte R. Jeschky per Freistoß wie in alten Zeiten die Lobstädter Führung. Dabei ist hervorzuheben, dass R. Jeschky einen überragenden Tag erwischte. Das 2:0 erzielte Fubel mit einem schönen Heber ins lange Eck nach Steilpass von T.Flack. Der wohl schönste Treffer mit einem herrlichen Angriff über 4 Stationen gelang Förster. Nach Pass von Flack auf Melzer kam der Ball zu J. Pfau der mit einer Bananen Flanke (hat vor dem Spiel eine gegessen) Förster bediente welcher mit dem Kopf auf 3:0 erhöhte. Den Schlusspunkt setzte T.Flack im Nachsetzen. Eula zeigte sich als schlechter Verlierer aber gegen einen Drecksverein wie Lobstädt… (Aussage eines Eulaer Spielers) kann man schon einmal untergehen. Das ist auch andern Mannschaften schon passiert. Die hat das auch geärgert. Genau wie Lobstädt angefressen von Eula zurück kommt wenn es eine Klatsche gegeben hat. Den Begriff „Drecksverein“ braucht man indes auch nicht unmittelbar auf die Goldwaage legen. Der gehört mittlerweile zum Vokabular vieler Fußballunterhaltungen. Mal ist Schalke einer. Mal Dortmund oder die Bayern. Nicht zu vergessen der aus Sachsen ohne Tradition. Eine gute Tradition haben aber schon immer Wortgefechte zwischen Eulaer und Lobstädter Spielern. Man braucht nur an Pfau vs Rommeike zu denken oder anders herum. Die haben jedem Spiel die Würze gegeben und immer Feuer reingebracht. Dazu kam noch der Fußball den sie spielten. Das waren Highlights die man nicht missen möchte wenn man sie erlebt hat. Den Begriff „Drecksverein“ haben beide nicht verwendet. Warum auch? Das hätte weder Pfau noch Rommeike aus der Reserve gelockt. Da mussten schon andere Kaliber aufgefahren werden. Andere haben die Worte gar nicht mitgekriegt weil sie nicht für jeden bestimmt waren. Also auch nicht für den gesamten Verein.

J.Fubel und Co

AH_2017_21_TSV Lobstädt – Motor Altenburg 3:0 (1:0)

Der TSV Lobstädt spielte am Freitag seit langer Zeit wieder einmal unter Flutlichtbedingungen. Anders ging es nicht mehr. Auch in dieser Hinsicht ist der Sommer 2017 Geschichte. Trotz dieser Tatsache und dem offenen Geheimnisses, dass da oben niemand so richtig gerne Fußball spielt lief es aber optimal für die Hausherren. Motor Altenburg bekam das eindrucksvoll zu spüren. Lobstädt schickte einen Kader in das Prestige Duell bei dem der letzte einsatzfähige Spieler nicht einmal ein Turnhemd zur Verfügung hatte. Ein anderer übernahm den Schiedsrichter Job. Fast alle waren pünktlich. Schließlich ging es gegen Jens Wuttke und Co. Da wollten einige Lobstädter unbedingt dabei sein. Außerdem hatte man etwas gut zu machen vom Hinspiel. Dort gab es nach gutem Beginn und der Einwechslung des besagten Spielers eine herbe Niederlage. Um es vor weg zu nehmen. Wuttke verweigerte am Spielende seinen Kumpels auf Lobstädter Seite das Shake Hand. Was war geschehen? Eigentlich nicht viel. Lobstädt spielte einen überragenden Ball. Jeder im Team brachte sich ein. Manche wuchsen über sich hinaus und Geißler im Lobstädter Gehäuse hatte einen ruhigen Abend der eigentlich Sonne und 26 Grad verdient hätte. Wahrscheinlich brachte das Wuttke auf die Palme. Seine Mannschaft war zu keiner Zeit in der Lage der Heimelf und den Freunden Paroli zu bieten. Beim TSV lief die Kugel wie am Schnürchen. Ballbesitz wie Bayern unter spanischer Flagge und eine Spielkultur… . An dieser Stelle wollen wir es lieber mal nicht übertreiben. Sonst werden die Kumpels von früher nie wieder Freunde. Spaß beiseite. Die ersten und über weite Strecken der Partie auch einzigen Chancen hatte der TSV. Schon von hinten heraus ging es über einen kontrollierten Spielaufbau nach vorn. Entweder über die Zentrale oder gleich über außen. Linksverteidiger Leikhauff machte ein überragendes Spiel. Mit ihm war Lobstädt sowohl in der Abwehr als auch in Mittelfeld und Angriff immer einer mehr auf dem Feld und konnte schalten und walten nach Belieben. Nachdem die ersten Halbchancen liegen blieben wurde Krauspe von Leikhauff mustergültig auf die Reise geschickt und der Autoverkäufer der Semmel nach 17.30 Uhr ein Fahrzeug zum Nulltarif überlassen sollte behielt in dieser Situation die Nerven zum 1:0. Bis zur Pause und noch etwas länger musste der TSV Anhang dann auf den zweiten Treffer warten. Obwohl ihm vom ML bei der Ansprache der Rücken gestärkt wurde („Wir spielen in der ersten Halbzeit mit Licht“.) wollte der Regiser Trainer den fälligen Foulelfmeter nicht schießen. Das übernahm T. Flack mit der im Spiel das Visier noch nicht genau eingestellt hatte aber über das nötige Selbstvertrauen verfügte. Er traf zum 2:0. Die Überlegenheit war danach weiterhin vorhanden. Altenburg hatte nichts entgegen zu setzen. Die Folge war das 3:0 von T. Flack der dabei gehörig Unterstützung vom Gegner bekam. Der Lobstädter Sieg geht mehr als in Ordnung. Einige nicht ganz neutrale Zuschauer wollten dabei sogar das bis dahin beste Lobstädter Spiel der Saison gesehen haben. Trotz Regen und Dunkelheit. Gleichzeitig wollte man Geißler im Tor eine Regenjacke bringen. Das spricht nicht für die große Gegenwehr. Vielleicht wurde die aber auch von Lobstädter Seite gebrochen.

AH_2017_20_SG Prößdorf – TSV Lobstädt 1:3 (1:2)

Ohne 11 spiel 10 hieß es am Freitag in Prößdorf. Mit Preisskat hatte das aber nichts zu tun. Da werden nur zwei gedrückt die man nicht braucht. Es handelte sich um eine Alt Herren Fußball Begegnung zwischen der einheimischen SG Prößdorf und dem TSV Lobstädt zu der die Gäste unvollzählig erschienen. Genauer gesagt drückte der TSV mehr als 50% seiner im Kader befindlichen Spieler in den Skat. Und das ohne Konsequenzen. Weder das Skatgericht in Altenburg nahm sich der Sache an noch bestrafte die SG Prößdorf den Gast. Aber die war dazu beim besten Willen nicht in der Lage. Da hätten sich noch zwei aus dem Feld auf die Auswechselbank setzen können. Gebraucht wurden bei dem Sieg nicht viele Lobstädter. Die spielten als hätten sie mehr Personal auf dem Feld als der Gegner. Immer war einer frei der angespielt werden konnte. Meistens war das Mosolygo (ü60). Der tat dann oft so als würde er dynamisch nach vorn gehen und löste das Geschehen immer wieder geschickt nach hinten auf. Das machte Prößdorf mürbe und den Routinier zum Man oft he Match sagten viele. Das Resultat war nicht ein einziger nennenswerter Torschuss in Richtung Gollmer während der gesamten Spielzeit. Aber auch Lobstädt verweigerte die Angriffsbemühungen durch die ständigen Abbrüche. Um Tore zu schießen brauchte es jedoch nicht viel an diesem Tag. Das 0:1 erzielte Brandt mit einem Verlegenheitsschuss der unhaltbar abgefälscht wurde. In Verlegenheit geriet auf der Gegenseite der Lobstädter Hüter wenig später. Das 1:1 passierte nach einem Pressschlag mit einem Prößdorfer Angreifer. Danach vergab Liedtke in aussichtsreicher Position. Zuvor wurde sein Polizeikollege Leikauff zum sechsten Mal in dieser Saison im Strafraum zu Fall gebracht so dass er sich den Ball 11 Meter vor dem Tor in Ruhe zurecht legen durfte. Aus Metern wurden jedoch Kilometer. Das entschleunigte Geschoss erreichte den Hüter noch vor der Torlinie. Im Anschluss gab es eine Unterhaltung der beiden Staatsbediensteten in der Leikauff Liedtke gestand, dass er eigentlich den Strafstoß selber gerne schießen wollte sich aber nicht getraut hat den ranghöheren Kollegen danach zu fragen. Die Polizei ist tatsächlich noch eine Berufsgruppe mit hierarchischen Strukturen. Auch wenn es viele nicht wahr haben wollen. Das 1:2 fiel trotzdem. Bei Melzers Schuss hatte der Hüter der Heimelf Mitleid und gab dem Ball noch den freundlichen Schups über die Linie. Sonst wäre er wahrscheinlich auf sie herunter gefallen. Im zweiten Abschnitt gab es noch drei nennenswerte Aktionen. Ein paar Minuten vor Ende komplettierte Eichelkraut den Lobstädter Kader. Er war es auch der nach Vorarbeit von Brandt und Liedtke das 1:3 erzielte und Pfau köpfte den Ball mit mehr Geschwindigkeit an die eigene Lattenunterkante als die Schüsse von Melzer zum Tor und von Liedtke beim Elfmeter zusammen. Der Knick am Gebälk stammte aber nicht von dieser Aktion. Den hatte der Rasenmäher durch unsachgemäßen mit ihm während der Mäharbeiten verursacht.

AH_2017_19_SV Naunhof – TSV Lobstädt 1:5 (1:4)

Der TSV Lobstädt war am Freitag nach langer Zeit wieder einmal in Naunhof zu Gast. Mit im Gepäck die gute Erinnerung an das Hinspiel zu Hause als man den SV mit sage und schreibe 5:2 vom Platz fegte. An der Clade wurde aber Kunstrasen angekündigt und der ist nicht bei allen beliebt obwohl eigentlich kein Ball verspringen kann und keine Bodenwelle den Mitspieler kleiner macht als er eigentlich ist. Dass sogar Neuzugang Flo bei den Naturburschen aufdribbeln musste obwohl er bei seinem Einstieg vor ein paar Wochen beteuerte niemals mehr Kunstmiez kicken zu können spricht für die „Besetzungssorgen“ der Lobstädter Gäste. Naunhof indes erging es nicht wesentlich besser. Obwohl kunstrasenerprobt stand nur die Mindestanzahl an Stammkräften zur Verfügung. Beide Wechselbänke waren mit potentiellen Alternativen nicht üppig bestückt. Einer der Bier trinkenden inaktiven Bankdrücker auf der TSV Seite wurde in der Pause vom sehr guten Referee ermahnt weil er mit einem bis zum Rande gefüllten Plastikbecher den Rasen beschwepperte als er diesen auf kürzestem Wege passierte. Der machte an diesem Abend alles richtig. So einen wohltuenden Schiedsrichter kann man nicht alle Tage genießen. Das sollte nach den anstrengenden letzten Wochen in dieser Beziehung durchaus einmal erwähnen. Von Beginn an war zu erkennen, dass Lobstädt mehr als konkurenzfähig war. Ein wenig spielte natürlich dann auch in die Karten als Zacharias bei Lichts Eingabe unfreiwillig ins eigene Tor abwehrte und es frühzeitig 0:1 für den Gast stand. Trozdem waren die Gäste dominant und zwangen dem Gegner ihr Spiel auf. Da machte es auch nichts, dass Neu Libero und vom Steiger zum Bullen mutierte Forberg im Verbund mit seinem Hüter einmal nicht zugriff und es bald wieder 1:1 stand. Lobstädt machte Druck. Ein Traumtor von Krauspe nach Freistoß unter die Latte und ein Lupfer von Flo der den Kunstrasen nicht mag sowie ein Foulelfmeter von Licht souverän in den Winkel gesetzt bedeutete die 1:4 Führung auf Gegners Platz bereits zur Pause. Naunhof hatte keine Chance mehr. Der zweite Abschnitt war dann geprägt von Respekt und Anerkennung gegenüber der anderen Mannschaft. Die Heimelf versuchte trotz Rückstands weiter Fußball zu spielen. Lobstädt nutzte die Überlegenheit ohne überheblich zu sein. Dem Schiedsrichter wurde es von beiden Seiten leicht gemacht. Zum Schluss setzte T. Flack noch den fünften Lobstädter Treffer darunter. Nur muss man sagen denn der Möglichkeiten gab es viele. Für nächstes Jahr verabredeten sich beide Teams nur für eine Begegnung. Mehr gibt der Terminkalender nicht her. Die Begegnung wird in Lobstadt auf der Wiese stattfinden. Dreimal ist nicht zu erwarten, dass sich der SV fünft einschenken lässt. Oder vielleicht doch?

AH_2017_18_Blau – Weiß – Deutzen – TSV Lobstädt 1:3 (1:1)

In Deutzen war Gruftitreffen. Laut Definition wird ein Grufti auch Tradgoth genannt und stammt aus der Traditional Gothic Scene. Die gründete sich bekanntlich Anfang der 80er Jahre. Da Grufti aber gleichzeitig  auch in der Jugendsprache Synonym für einen älteren etablierten Menschen ist passte die Bezeichnung zu den schwarz verkleideten Oldies beim Deutzener Kulturevent auch in Hinsicht auf das Alter der Teilnehmer. Am Rande des Spektakels trafen sich noch zwei weitere Gruppen von verkleideten, älteren, etablierten Menschen um ihre Kräfte beim Altherren Kick zwischen Blau-Weiß-Deutzen  und dem TSV Lobstädt zu messen. Weil beide Vertretungen traditionell blau weiß als Trikotfarben haben, musste der Gastgeber die Hemden wechseln und zog passend zur Umgebung und wie konnte es auch anders sein schwarz an. Beim Gang von der Umkleide durch den Kulturpark bis zum Sportplatz waren die Deutzener Spieler kaum von den Festivalgästen zu unterscheiden. Fußballschuhe und kurze Hosen sahen zwischen den anderen Kostümen zwar etwas skurril aus aber auf dem Spielfeld passte das wieder. Dort erschraken die Gäste aus einem anderen Grund. Beim Vergleich des Kaders fiel auf, dass Lobstädt wesentlich älter und etablierter war als der Gegner. Fußballerisch war die Mannschaft ebenfalls gut aufgestellt. Es sollte also ein hartes Stück Arbeit werden. Lobstädt machte es aber von Beginn an sehr gut. Das Mittelfeld wurde verstärkt und arbeitete ständig mit nach hinten. Im Konterspiel versuchte man dann über die Außen zu kommen und schnell abzuschließen. Das gelang Mitte der ersten Hälfte perfekt. Aus der Abwehr heraus wurde M. Flack lang angespielt, der setzte sich im Laufduell durch und bediente seinen Bruder. T. Flack fackelte nicht lange und hämmerte die Kugel direkt in den Winkel. Von der Entstehung bis zum Abschluss war das ein absolutes Traumtor. Kurze Zeit später hätte der TSV die Führung ausbauen können wenn nicht gar müssen. Hinz köpfte den Ball nach herrlicher Flanke von Leikhauf knapp über das Tor. So kam es zwar nicht durch den direkten Gegenzug aber wenige Augenblicke später zu folgender Szene. M. Flack wurde im Angriff von den Beinen geholt. Der Pfiff blieb aus. Sommer lief mit dem Ball über den ganzen Platz in Richtung Lobstädter Tor und wurde erst kurz vor Schluss gestoppt. Schiedsrichter Wiesner meinte elfmeterwürdig und schloss sich der Leistung seines Kollegen aus der Vorwoche an meinten die Lobstädter Verteidiger. Der Ausgleich war die Folge des verhängten Foulelfmeters. Mit diesem Resultat ging es in die Pause. Nach dem Wechsel investierte Deutzen mehr. Der Gast verteidigte aber weiterhin geschickt. Selber konnte man einige gute Konter setzen agierte dann aber beim Abschluss mit unheimlich komplizierten Einzelaktionen oder spielte es einfach nur schlecht aus. Trotzdem gelang Grabner das verdiente 1:2 und M. Flack dann kurz vor Schluss noch das 1:3. Lobstädt gewann die Begegnung mit einer sehr guten Vorstellung auch wenn viele übersahen, dass der Gastgeber weite Strecken der zweiten Halbzeit nur zu zehnt auf dem Platz stand. Das schmälert die Leitung aber keinesfalls. Mit der einbrechenden Dunkelheit und dem Sieg für Lobstädt im Gepäck beendete Schiri Wiesner das erste der beiden Gruftitreffen und die Farbe schwarz vereinigte sich mit der Finsternis.

AH_2017_16_FSV Kitzscher – TSV Lobstädt 0:0 (0:0)

Beim Fußball gibt es immer etwas Neues. Etwas nie da gewesenes einzigartiges. Etwas was keiner der Beteiligten bis dahin jemals erlebt hat und wo von man sich in vielen Jahren noch erzählt in den Generationen die folgen. Das Altherrenspiel des FSV Kitzscher gegen den TSV Lobstädt endete 0:0. Das ist nicht nur in der Statistik beider Mannschaften ein Novum. Das gab es in der gesamten Zeit seit Existenz der Lobstädter Altenfraktion noch nie. Bis eben zu jenem „Schwarzen Freitag“ im August 2017. Wobei das mit den Farben manchmal schwierig zu verstehen ist. Schließlich hat ja an diesem Freitag gar keiner ins Schwarze getroffen. Alles kein Drama. Jahrhunderte wird man das Geschehene nicht verbalisieren auch wenn es immer mal unter dem Mantel des Schweigens hervor luken wird. Dann aber mit einem Lachen was am Freitag so manchem noch aus dem Gesicht gefallen ist. Das Geschehen in Worte zu fassen fällt nicht unbedingt leicht. Jeder der Fußball spielt kann sich zumindest vorstellen, was da unten auf dem Platz so ungefähr abgelaufen sein muss. Lobstädt kam und stellte fest, dass Kitzscher nicht gut besetzt war was die Offensive betraf. Laut Erfahrungswerten bestand eine berechtigte Hoffnung auf ein zu null in der eigenen Defensive. Angst war während der Erwärmung also nicht zu erkennen bei Libero Dietel und Torhüter Geißler. Das Mittelfeld schob sich nach drüben schauend den Ball locker hin und her und sah sich keiner größeren Herausforderung ausgesetzt. Die Goalgetter liefen nebeneinander  oder standen, sprachen aber viel miteinander. Talk – Talk zwischen Flack – Flack. Aufgeschnappte Gesprächsfragmente wie „Riegel öffnen“ und „3er Diagonale nehmen“ ließen Schlüsse zu, dass die Flack Brüder ein Konzept besprachen mit welchen Mitteln sie die Abwehr des Gastgebers aushebeln wollten. Dann ging es endlich los. Vom Anpfiff weg bestätigte sich der erste Eindruck von der suboptimalen Besetzung des FSV. Nach vorn ging so gut wie nichts bei den Einheimischen und hinten stand man sofort unter Dauerbelagerung. Ein Lobstädter Tor lag immer in der Luft. Ohne Schwierigkeiten konnte der Ball vom TSV immer wieder in die Abschlusszonen gebracht werden. Sei es mit Zusammenspiel oder durch Einzelaktionen. Gefährlich wurde es permanent aber ein Tor fiel nicht. Zwei Dinge waren dafür verantwortlich. Die eigene Verfressenheit und eine hoffnungslos verlorene aber leidenschaftlich kämpfende Kitzscheraner Hintermannschaft die im weiteren Spielverlauf von allen weiteren Mannschaftteilen unterstützt wurde. Bis zur Pause hatte der FSV oft Glück. Manchmal fehlte für die Gäste nur ein kleines  Stück oder der Hüter hielt gut. Im weiteren Verlauf steigerte sich Kitzscher in einen wahren Verteidigungsrausch. Nach vorn konnten ebenfalls Nadelstiche gesetzt werden und in zwei drei Aktionen war es sogar möglich auf eigenem Platz in Führung zu gehen. Der überlegene TSV rieb sich mit zunehmender Spielzeit immer mehr auf. Auf Zuruf von Außen, mal mit dem Ball nach vorn zu laufen kam als Antwort vom angesprochenen Spieler: „Ich habe Beine wie Pudding.“ Kämpfer und Konditionswunder wie der Spieler nun einmal ist tat er es trotzdem und so eröffnete sich dem Betrachter von außen immer wieder diese alles erklärende Ansicht. Da rechts im Gewühle traf Grübel als größte Lobstädter Chance im zweiten Abschnitt irgendwann einmal die Latte per Kopf. Die Blamage war den Gästen gewiss. Sie hatten bei der Erwärmung den Kopf vergessen. Respekt für Kitzschers Leistung mit 10 Mann in der gesamten zweiten Hälfte.


Diese Aufnahme entstand während des Spiels.  Einer hinten. Der Rest vorne.

AH_2017_15_FC Grimma – TSV Lobstädt 8:3 (4:1)

Wenn das mal keine Statistik ist. Mit sage und schreibe 15:12 endeten die beiden 2017er Partien gegen den FC Grimma, der dieses Jahr erstmals Gegner des TSV Lobstädt war. Nach der legendären Begegnung im April, die mit 9:7 an Grimma ging, kam Gastgeber Lobstädt wieder in Schusslaune und fegte den Kontrahenten letztendlich deutlich vom Platz. Sieben Auswärtstreffer und acht daheim erzielte Tore brachten einen ausreichenden Vorsprung in der Gesamtbilanz, so dass die Europapokalarithmetik bei der Gewinnerfindung eher eine untergeordnete Rolle spielte. Sie hätte sowieso nur gegriffen bei einem Spielstand von 8:6 was außerhalb der Realität ist und auch da wäre Lobstädt weiter gewesen. Also was soll`s. So viele Tore waren für Grimma an diesem Abend nicht drin. Der TSV hatte aus den Fehlern vom Hinspiel gelernt und das gute beibehalten. Der Fairness halber muss man zugeben, dass Grimma nicht in der Besetzung antrat wie im Hinspiel. Urlaub oder der weite Weg aufs Dorf hatten einige Spieler von der Teilnahme abgehalten. Trotzdem trat der Gast an und spielte die Verpflichtung achtbar zu Ende. Am Anfang war der FC gut dabei. Man konnte erkennen, dass der FC über einige sehr gut ausgebildete Spieler verfügten, die zwar in die Jahre gekommen sind aber mit der Unterstützung der Fehlenden einiges hätten bewirken können. Außer dem schmerzlich vermissten Personal der Grimmaer antwortete der TSV mit einer rechtzeitig einsetzenden Aggressivität in den entscheidenden Zweikämpfen, so dass den Gästen die Luft zum atmen sehr zeitig genommen wurde. Immerhin . Der FC Frimma ging in Führung. Ein direkt verwandelter Freistoß nach dummer Entstehung führte dazu. Geißler im Tor war dabei kein Vorwurf zu machen. Auch nicht bei den beiden anderen Treffern später im Spiel. Er hielt zwar nicht zu null machte aber seine Sache sehr gut. Den Ausgleich machte M. Flack wenig später. Überlegt schloss er in die lange Ecke ab und ließ dem Hüter keine Chance. Kurz darauf er im Strafraum zu Boden. Der Straftäter meckerte das ganze Spiel über den Elfer und den Lobstädter Spieler aber der jüngere Flack markierte das 2:1 vom Punkt. Bis zur Pause erhöhten Krauspe und Licht auf ein komfortables und völlig verdientes 4:1. Nach dem Wechsel blieb Lobstädt trotz einiger Wechsel bei der Sache. Die zweite Reihe mit Jeschky, Eichelkraut und Co funktionierte ganz gut. Durch Leikhauff, Hinz, Krauspe und Grabner zog man Stück für Stück davon. Der FC Grimma wehrte sich wie es ging. Anstelle aufzugeben nutzten die Muldenstädter jede sich bietende Gelegenheit um den übermächtigen Gastgeber zu ärgern. Das gelang durch zwei Tore in der Schlussphase wo alle Lobstädter Mängel ans Tageslicht traten. Verwalten geht nicht beim TSV aber er verfällt immer wieder in diesen Modus mit dem er eigentlich nicht umgehen kann. Am Ende war alles gut und Grimma musste beim Gewittereinbruch nicht vor die Hütte gesetzt werden. Im Gegenteil. Die Gäste waren willkommen. Selbst die Kabinentür wurde aus den Angeln gehoben. Wahrscheinlich um Einlass zu gewähren. Gut, dass Willi der erste war und sie am nächsten Morgen keinem F-Jugend Knirps auf den Kopf gefallen ist.

Tore: M. Flack, T. Flack, Krauspe 2, Licht, Leikhauff, Hinz, Grabner

AH_2017_14_ZFC Meuselwitz – TSV Lobstädt 2:3 (0:3)

Einen knappen Auswärtssieg errangen die Alten Herren von Lobstädt am Freitagabend in Meuselwitz beim ZFC. Obwohl der diesjährige Sommer für keinen Rasenplatz dieser Gegend ein Stressfaktor gewesen ist musste man auf der Kunstmiez gegeneinander antreten für die der diesjährige Sommer sehr wohl ein Stressfaktor war. Sonne, Regen und im Winter auch Schnee und Eis haben dem Untergrund über die Jahre mächtig zugesetzt so dass sich die Vorfreude auf den Kick nicht bei jedem sofort einstellen wollte. Mit dem Anpfiff ließ man den Ball aber rollen und die Umgebung rückte in den Hintergrund. Lobstädt hatte von Beginn an mehr Ballbesitz. Das lag daran, dass sich der Gastgeber erst weit nach hinten orientierte und den Gästen den Platz zum Spielaufbau mehr oder weniger überließ. Kapital konnte der TSV erst einmal nicht daraus schlagen weil Meuselwitz in der engeren Abwehr gut organisiert war und im richtigen Moment eingriff. Eigene Angriffe der Hausherren waren am Anfang wenig zu sehen. Das änderte sich mit zunehmender Spielzeit aber bis zur Pause hatte der Gast keine größeren Schwierigkeiten damit. Liedtke im Mittelfeld erkannte die aufkommenden Probleme rechtzeitig und orientierte sich im Bedarfsfall nach hinten um Libero Dietel mit seiner Abwehr zu unterstützen. Grabner erkannte auch den Handlungsbedarf und arbeitete häufig zurück obwohl er im Sturm aufgestellt war. So kam es zu viel Ballbesitz ohne nennenswerte Gelegenheiten aber einem 0:3 bis zur Pause. Wie konnte das so passieren wird man sich an dieser Stelle fragen. Das allein kann wohl nur der Tollpatsch im Meuselwitzer Tor beantworten. Einmal mähte er den Meuselwitzer Edelfan Leikhauf nach einer eigenen Unsicherheit im Strafraum weg und Grabner verwandelte den fälligen Elfmeter den selbst der Heimschiedsrichter geben musste wenn er nicht gelyncht werden wollte und dann ließ er T. Flack den abgesendeten Fernschuss von Krauspe fast direkt vor die Füße prallen und es stand 0:2. Beim dritten Treffer hing er auch mit drin als T. Flack vorn draufging bis er als letzter im Bunde dem Lobstädter Angreifer zum Opfer fiel. Aber in Meuselwitz hat das alles nichts zu sagen. Hoffnungslos in Rückstand spielte der Gastgeber mit jedem Gegentor besser. Es war deutlich zu sehen, dass die Truppe eine sehr gute Spielanlage hat. Das 1:3 basierte zwar noch auf einem Lobstädter Leichtsinnsfehler in der engeren Abwehr weil alle dachte der Ball wäre im aus aber das 2:3 war ganz gut herausgespielt und Geißler hatte im Lobstädter Tor doch schon ein paar Sachen zu halten. Trotzdem muss man sagen, dass Lobstädt keine Zitterpartie hatte. Vom knappen Ergebnis abgesehen. Nach dem 1:3 gab es nochmals Mäharbeiten vom Hüter im Meuselwitzer Strafraum ohne Gras. Da scheiterte Grabner vom Punkt und zwei, drei, vier oder fünf gute Angriffe im Ansatz wurden schlecht zu Ende gespielt und diejenigen welche gut zu Ende gespielt wurden konnten nicht zum Abschluss gebracht werden. Lobstädt gewann dieses Spiel verdient. Es gab also gar keinen Grund sich Gedanken zu machen. Trotzdem trotteten am Ende alle von dannen ohne an den Kabinenschlüssel zu denken der auf der Bank vereinsamte. Wahrscheinlich dachte jeder bereits an die Pokalherausforderung seines Lieblingsbundesligavereins im DFB Pokal.

Tore: Grabner, T. Flack

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