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AH_2017_15_FC Grimma – TSV Lobstädt 8:3 (4:1)

Wenn das mal keine Statistik ist. Mit sage und schreibe 15:12 endeten die beiden 2017er Partien gegen den FC Grimma, der dieses Jahr erstmals Gegner des TSV Lobstädt war. Nach der legendären Begegnung im April, die mit 9:7 an Grimma ging, kam Gastgeber Lobstädt wieder in Schusslaune und fegte den Kontrahenten letztendlich deutlich vom Platz. Sieben Auswärtstreffer und acht daheim erzielte Tore brachten einen ausreichenden Vorsprung in der Gesamtbilanz, so dass die Europapokalarithmetik bei der Gewinnerfindung eher eine untergeordnete Rolle spielte. Sie hätte sowieso nur gegriffen bei einem Spielstand von 8:6 was außerhalb der Realität ist und auch da wäre Lobstädt weiter gewesen. Also was soll`s. So viele Tore waren für Grimma an diesem Abend nicht drin. Der TSV hatte aus den Fehlern vom Hinspiel gelernt und das gute beibehalten. Der Fairness halber muss man zugeben, dass Grimma nicht in der Besetzung antrat wie im Hinspiel. Urlaub oder der weite Weg aufs Dorf hatten einige Spieler von der Teilnahme abgehalten. Trotzdem trat der Gast an und spielte die Verpflichtung achtbar zu Ende. Am Anfang war der FC gut dabei. Man konnte erkennen, dass der FC über einige sehr gut ausgebildete Spieler verfügten, die zwar in die Jahre gekommen sind aber mit der Unterstützung der Fehlenden einiges hätten bewirken können. Außer dem schmerzlich vermissten Personal der Grimmaer antwortete der TSV mit einer rechtzeitig einsetzenden Aggressivität in den entscheidenden Zweikämpfen, so dass den Gästen die Luft zum atmen sehr zeitig genommen wurde. Immerhin . Der FC Frimma ging in Führung. Ein direkt verwandelter Freistoß nach dummer Entstehung führte dazu. Geißler im Tor war dabei kein Vorwurf zu machen. Auch nicht bei den beiden anderen Treffern später im Spiel. Er hielt zwar nicht zu null machte aber seine Sache sehr gut. Den Ausgleich machte M. Flack wenig später. Überlegt schloss er in die lange Ecke ab und ließ dem Hüter keine Chance. Kurz darauf er im Strafraum zu Boden. Der Straftäter meckerte das ganze Spiel über den Elfer und den Lobstädter Spieler aber der jüngere Flack markierte das 2:1 vom Punkt. Bis zur Pause erhöhten Krauspe und Licht auf ein komfortables und völlig verdientes 4:1. Nach dem Wechsel blieb Lobstädt trotz einiger Wechsel bei der Sache. Die zweite Reihe mit Jeschky, Eichelkraut und Co funktionierte ganz gut. Durch Leikhauff, Hinz, Krauspe und Grabner zog man Stück für Stück davon. Der FC Grimma wehrte sich wie es ging. Anstelle aufzugeben nutzten die Muldenstädter jede sich bietende Gelegenheit um den übermächtigen Gastgeber zu ärgern. Das gelang durch zwei Tore in der Schlussphase wo alle Lobstädter Mängel ans Tageslicht traten. Verwalten geht nicht beim TSV aber er verfällt immer wieder in diesen Modus mit dem er eigentlich nicht umgehen kann. Am Ende war alles gut und Grimma musste beim Gewittereinbruch nicht vor die Hütte gesetzt werden. Im Gegenteil. Die Gäste waren willkommen. Selbst die Kabinentür wurde aus den Angeln gehoben. Wahrscheinlich um Einlass zu gewähren. Gut, dass Willi der erste war und sie am nächsten Morgen keinem F-Jugend Knirps auf den Kopf gefallen ist.

Tore: M. Flack, T. Flack, Krauspe 2, Licht, Leikhauff, Hinz, Grabner

AH_2017_14_ZFC Meuselwitz – TSV Lobstädt 2:3 (0:3)

Einen knappen Auswärtssieg errangen die Alten Herren von Lobstädt am Freitagabend in Meuselwitz beim ZFC. Obwohl der diesjährige Sommer für keinen Rasenplatz dieser Gegend ein Stressfaktor gewesen ist musste man auf der Kunstmiez gegeneinander antreten für die der diesjährige Sommer sehr wohl ein Stressfaktor war. Sonne, Regen und im Winter auch Schnee und Eis haben dem Untergrund über die Jahre mächtig zugesetzt so dass sich die Vorfreude auf den Kick nicht bei jedem sofort einstellen wollte. Mit dem Anpfiff ließ man den Ball aber rollen und die Umgebung rückte in den Hintergrund. Lobstädt hatte von Beginn an mehr Ballbesitz. Das lag daran, dass sich der Gastgeber erst weit nach hinten orientierte und den Gästen den Platz zum Spielaufbau mehr oder weniger überließ. Kapital konnte der TSV erst einmal nicht daraus schlagen weil Meuselwitz in der engeren Abwehr gut organisiert war und im richtigen Moment eingriff. Eigene Angriffe der Hausherren waren am Anfang wenig zu sehen. Das änderte sich mit zunehmender Spielzeit aber bis zur Pause hatte der Gast keine größeren Schwierigkeiten damit. Liedtke im Mittelfeld erkannte die aufkommenden Probleme rechtzeitig und orientierte sich im Bedarfsfall nach hinten um Libero Dietel mit seiner Abwehr zu unterstützen. Grabner erkannte auch den Handlungsbedarf und arbeitete häufig zurück obwohl er im Sturm aufgestellt war. So kam es zu viel Ballbesitz ohne nennenswerte Gelegenheiten aber einem 0:3 bis zur Pause. Wie konnte das so passieren wird man sich an dieser Stelle fragen. Das allein kann wohl nur der Tollpatsch im Meuselwitzer Tor beantworten. Einmal mähte er den Meuselwitzer Edelfan Leikhauf nach einer eigenen Unsicherheit im Strafraum weg und Grabner verwandelte den fälligen Elfmeter den selbst der Heimschiedsrichter geben musste wenn er nicht gelyncht werden wollte und dann ließ er T. Flack den abgesendeten Fernschuss von Krauspe fast direkt vor die Füße prallen und es stand 0:2. Beim dritten Treffer hing er auch mit drin als T. Flack vorn draufging bis er als letzter im Bunde dem Lobstädter Angreifer zum Opfer fiel. Aber in Meuselwitz hat das alles nichts zu sagen. Hoffnungslos in Rückstand spielte der Gastgeber mit jedem Gegentor besser. Es war deutlich zu sehen, dass die Truppe eine sehr gute Spielanlage hat. Das 1:3 basierte zwar noch auf einem Lobstädter Leichtsinnsfehler in der engeren Abwehr weil alle dachte der Ball wäre im aus aber das 2:3 war ganz gut herausgespielt und Geißler hatte im Lobstädter Tor doch schon ein paar Sachen zu halten. Trotzdem muss man sagen, dass Lobstädt keine Zitterpartie hatte. Vom knappen Ergebnis abgesehen. Nach dem 1:3 gab es nochmals Mäharbeiten vom Hüter im Meuselwitzer Strafraum ohne Gras. Da scheiterte Grabner vom Punkt und zwei, drei, vier oder fünf gute Angriffe im Ansatz wurden schlecht zu Ende gespielt und diejenigen welche gut zu Ende gespielt wurden konnten nicht zum Abschluss gebracht werden. Lobstädt gewann dieses Spiel verdient. Es gab also gar keinen Grund sich Gedanken zu machen. Trotzdem trotteten am Ende alle von dannen ohne an den Kabinenschlüssel zu denken der auf der Bank vereinsamte. Wahrscheinlich dachte jeder bereits an die Pokalherausforderung seines Lieblingsbundesligavereins im DFB Pokal.

Tore: Grabner, T. Flack

AH_2017_13_TSV Lobstädt – SV Eintracht Fockendorf / Thräna 4:1 (3:1)

Die Alten Herren des TSV Lobstädt empfingen im ersten Spiel nach der Sommerpause die Eintracht aus Fockendorf / Thräna. Bestückt mit fünf Auswechslern gingen die Verantwortlichen der Heimelf kein Risiko ein und sicherten sich nach allen Richtungen ab. Sogar die Spielzeit wurde auf 2×40 Minuten hochgenommen so dass jedem Spieler genug Praxis zur Verfügung stand. Schließlich geht es darum den zweiten Teil der Saison breit aufgestellt und mit möglichst viel Qualität zu bestreiten. Die Generalprobe für das Unterfangen klappte ganz gut. Mit 4:1 wurde der Auftakt erfolgreich absolviert. Fockendorf / Thräna war nicht annähernd so gut bestückt wie der Gastgeber. Das betrifft sowohl die Bank als auch die Qualität auf dem Platz. Nach wenigen Minuten wurde dieser Unterschied jedem bewusst. Der TSV nutzte seine Vorteile anfänglich aus. Relativ zielstrebig wurden die Angriffe vorgetragen und abgeschlossen. Zweimal Pfosten und eine Gästeabwehr die sich immer in Schwierigkeiten befand waren der Beweis dafür. Mitte der ersten Halbzeit kam die verdiente Führung für Lobstädt. M. Flack traf bereits mit seiner ersten richtigen Gelegenheit. T. Flack machte wenig später nach Flanke von Melzer ein sehenswertes Kopfballtor was so nicht jeder erzielt. Mit unkonventioneller Kopfbewegung beförderte er die Kugel aus einer Art Rückenlage als Heber in das lange Eck. Eigentlich unhaltbar. Liedtke und Jeschky jubelten erst mit, dachten sich aber dann wohl, dass die Gäste besseres verdient hätten und verhalfen ihnen zum Anschlusstreffer den der wieder genesene Geißler im Tor nicht verhindern konnte aber dadurch auch nicht zu null spielte. Die Angst vor dem Gegner hielt sich danach trotzdem in Grenzen. Zu offensichtlich war die Überlegenheit. Die wirkte sich aber überhaupt nicht auf ein schönes Kombinationsspiel mit vielen Möglichkeiten und Toren aus. Bis zum Wechsel stellte T. Flack mit einer Einzelaktion den alten Abstand zwar wieder her aber ab da verabschiedete sich der Fußball. Jedenfalls der Anspruch an diesen welchen der TSV hegt. Es folgten Einzelaktionen. Die Gäste waren bereits besiegt aber irgendwie ging damit auch der Spaß flötend. Nach der Pause wurde durchgewechselt. Alle kamen zum Einsatz und keiner wurde von der Einsatzzeit her benachteiligt. Aber es gelang nicht mehr viel. Die neuen fanden keine Bande was ihnen nicht vorzuwerfen ist. Alles bedingte sich. Das einzige was größer wurde war die Unzufriedenheit. Die Zuschauer beklagten die Qualität. Im Spiel ging es ungeordnet zu. Positionen wurden nicht gehalten. Fehler passierten. Chaos ist übertrieben aber schön war es nicht. T. Flack konnte den Abend für sich noch außerhalb der externen Kritik für sich selbst abrechnen. Den Endstand von 4:1 erzielte er mit seinem dritten Tagestreffer aber auch er wird wissen, dass bei ihm als Rad im Gefüge auch nicht alles reibungslos funktionierte. Als Auftakt war alles ok. Bedenkt man, dass mindestens vier Spieler fehlten stellen sich eigentlich nur zwei Fragen. Reichen die Trikots? Und. Braucht der TSV für die Rotation in der Zukunft einen größeren Koffer um die Turnhemden zum Spielort zu bringen.

Tore: M. Flack, T. Flack (3)

AH_2017_12_TSV Lobstädt – TuS Pegau 4:1 (2:0)

Trotz verordneter Sommerpause fand am Freitag ein AH Spiel des TSV Lobstädt gegen TuS Pegau statt. Langfristig ausgemacht hielten sich beide Vertretungen an die Vereinbarung und mobilisierten alle nicht im Urlaub befindlichen Kräfte um die Partie über die Bühne zu bringen. Lobstädt stellte elf gestandene Fußballer und hätte im äußersten Notfall noch die eine oder andere Option gehabt und Pegau stockte mit der Jugendabteilung auf. Zwei Pegauer „Alte Herren“ absolvierten das erste Großfeldspiel ihres Lebens. Gemeinsam kamen sie noch nicht einmal auf das Alter der jüngsten Lobstädter Alten Herren welche mit zarten dreißig Jahren eigentlich nicht einmal spielberechtigt sind. Nichts desto trotz. Es war weder zu kalt für die Jahreszeit noch waren die Kühlwesten von Nöten. Zwei Mannschaften waren am Start. Es ging los. Pegau war sich der eigenen Unterlegenheit bewusst. Dem entsprechend organisierten die erfahrenen Fußballer im Team der Gäste das Vorgehen. Das bestand hauptsächlich aus dem klassischen Tiefstehen mit Libero der von einem furchterregenden Hüter im positiven Sinne unterstützt wurde. Das Konzept ging auf. Lobstädt tat sich schwer konsequent über die Außen zu spielen und die Angriffe zielgerichtet abzuschließen. Eher machte man sich einen Knoten in die Füße und strebte scheinbar bei der Fehlpassquote eine hohe Prozentzahl an. Umständlich hoch zehn kann man es auch nennen. Dennoch kam die Führung und sie war auch verdient. Eingeleitet mit einer Flanke von Kuhn erzielte Forberg das 1:0 mit seinem erstes Saisontor und etwas später Leikhauf ebenfalls mit dem ersten das 2:0 nach Pass von Krauspe. Aber mehr war nicht. Obwohl alles drin war spielte der TSV nicht 1863 sondern 0815. Gewollt oder nicht. Pegau machte es aber an diesem Abend auch gut und erarbeitete sich eine Menge Respekt. Nach dem Wechsel blieb alles gleich. Die Dominanz der Hausherren war vorhanden. Bis zum Strafraum des Gegners sah alles gut aus aber dann…? Da war nicht mehr viel. Ob Lobstädt nicht konnte oder wollte bleibt das große Rätsel an diesem Abend. Ein vermeindliches Abseitstor führte nach dem Wechsel durch Grabner zum 3:0 und Eichelkraut schloss technisch versiert zum 4:0 ab. Damit war das Ding gerockt. Schön, dass an so einem Abend auch noch der Ehrentreffer für Pegau gelang. Für den freuten sich sicher nicht nur die Spieler aus den eigenen Reihen.

Tore: Forberg, Leikhauf, Grabner, Eichelkraut

 

1. Eric-Eiselt-Fußballcup Rötha

Es schickte sich an, ein schwarzer Freitag zu werden. Am Rande des Sommerlochs sagte Fockendorf am Spieltag ab so dass sich die Alten Herren von Lobstädt bereits in dieses gestoßen fühlten. Durch das nicht zustande gekommene Spiel gegen Rötha in der Vorwoche hätte man da also bereits mit beiden Beinen drin gestanden. Das zu verhindern oblag Olaf Kuhn, der sich den Hut aufsetzte für das Missverständnis mit Rötha. Ihm ist es zu verdanken, dass kurz entschlossen und unbürokratisch beim RSV angefragt wurde ob man am 1. Eric-Eiselt-Fußballcup teilnehmen kann. Der Gastgeber hatte nichts dagegen, ahnte jedoch nicht was für eine Truppe er sich an Land zog. Neben Gastgeber Rötha und dem TSV waren Hochkaräter wie Bunte Raupe, Sparkasse Leipzig, Pleißeaue Allstars und Frisch Auf Hainichen, welcher das Vorgängerturnier das Fußballfest der guten Taten dreimal hintereinander gewonnen hatte am Start. Gespielt wurde parallel auf zwei Plätzen im Modus „Jeder gegen Jeden“. Das Drehbuch hätte nicht besser geschrieben werden können wie es dann tatsächlich passierte. Lobstädt und Hainichen gewannen ihre Auftaktspiele mit 2:0, ließen ein 1:1 folgen und gewannen die beiden folgenden Partien mehr oder weniger souverän. So kam es im letzten Spiel zum Showdown. Lobstädt reichte ein Unentschieden weil man fünf Tore besser war als der Gegner. Es ist zwar immer eine heiße Kiste auf so ein Ergebnis zu spielen aber beim Betrachten dieses Endspiels konnte man auf die Idee kommen dass der TSV genau das wollte. Natürlich hatte Lobstädt viel Ballbesitz und auch die nötige Ruhe sowie die technischen Voraussetzungen aber die Minimalisten von TUS Hainichen um Schlitzohr Burkhard Heil waren immer in der Lage ein Spiel mit einem Geniestreich für sich zu entscheiden. Das gelang dieses Mal nicht weil sich der TSV keinen einzigen Fehler erlaubte und somit hochverdient mit einem 0:0 der erste Eiselt-Cup Gewinner wurde. Die Freude war natürlich riesig groß. Nicht nur über den Sieg sondern auch über Hinauszögerung der Sommerpause. In der ersten Euphorie wurde darüber gesprochen sich jeden Freitag regelmäßig zum Training zu treffen. Was einige Leser dieses Artikels jedoch hellhörig werden lassen wird ist das angesprochene Thema Fußballtennis. Ob dieses Turnier mit der Erwärmung in Tennisform oder die feine Klinge welche die Truppe schlug Wind in dieses Segel bläst wird sich zeigen. Bevor eine Whats Ap Gruppe mit dem Namen „Tennisbein“ aufgemacht werden kann sollte das Event erst einmal stattfinden. Bereits am kommenden Freitag wäre dafür die erste Gelegenheit. Ein Admin ist dann schnell gefunden.

Viel Freude beim Diskutieren in der „alten“ Gruppe.

AH_2017_11_Röthaer SV – TSV Lobstädt_nicht stattgefunden (nicht stattgefunden)

AH_2017_11_Röthaer SV – TSV Lobstädt_nicht stattgefunden (nicht stattgefunden)

Barca gegen Paris ist seit Freitag kein Jahrhundertspiel mehr. Das neue heißt Rötha gegen Lobstädt. Während es in der Champions League noch laufende Bilder gab spottet das Geschehen vom Freitag jeglicher Beschreibung. Vollzähliger als bei jedem Heimspiel waren die Lobstädter erschienen und hätten Spieler an Rötha verliehen so, dass außenstehende gar nicht gemerkt hätten wenn und ob es eine Ausleihgebühr gegeben hätte. Die Heimelf wäre gespickt gewesen mit Namen Röthaer Ureinwohner. Bis auf Date und Thiel wäre alles aufgedribbelt was Rang und Namen hat. Lobstädt war klarer Außenseiter. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuß. Betröpfelt wie begossene Pudel schlich sich der Gast vom leblosen und blutleeren Sportgelände des RSV direkt in die provisorische Erstaufnahmezeltunterkunft im Rosental. Gerade errichtet und im Ungewissen über Höhe der Welle machten die Betreiber erst einmal alles zu ess und trinkbarem was in der Kürze der Zeit zu kriegen war. Bäume für das Feuer wurden nicht extra geschlagen aber irgendwie konnte man ja damit rechnen, so dass genug Holz der Güteklasse A+ zur Verfügung stand. Aber auch wenn B verwendet geworden wäre. Es hätte Donald Trump in seinem Ansinnen bestärkt aus dem Klimaabkommen auszutreten. Qualm stieg höchstens von den Zigaretten auf der sich unter dem Dach des Hauptzeltes verfing. Anhand der Kippen die über den Aschenbecherrand fielen war klar nachzuweisen dass die Raucher Schuld sind an der Erderwärmung. Eine Steuer von 15 Euro als Solidarbeitrag für alle (Nichtraucher eingeschlossen) sollte reichen die Welt zu retten. Vor allem vor Hunger und Durst. Auch wenn es bis in die Morgenstunden dauerte. Zumindest das ist der Welthungerhilfe gelungen sieht man davon ab, dass die ersten nach dem Ausschlafen bereits wieder Hunger hatten als die letzten noch nicht einmal im Bett lagen. Aber das kann man ja auch nicht erwarten. Während die letzten noch schlafen wird dieser Bericht geschrieben und vorher wurde alles bereinigt und einige sind schon wieder auf Arbeit. Auch wenn Wochenende ist und andere müssen bald zum Spiel was tatsächlich stattfinden wird. Ausländer hin oder her. Die werden danach nicht die Zeltstadt im Rosental bevölkern. Die gibt es nicht mehr. Genau so wenig wie es das Jahrhundertspiel gab. Paris und Barcelona können also getrost aufatmen. Lobstädt und Rötha übrigens auch. Den Fußballweisheiten der aufstrebenden Lobstädter Jugend nach zu urteilen ist es eh besser zu warten bis alle jung sind und die Zeit reif ist für ein neues aber dann bitte ein Jahrtausendspiel. Auch wenn es bitter ist oder auch nicht. Das werden die Alten beim besten Willen nicht mehr erleben.

AH_2017_10_TSV Lobstädt – Blau Weiß Deutzen 5:1 (1:1)

Das war ein Hick Hack. Erst sollte in Deutzen gespielt werden. Dann wurde es getauscht wegen dem „Kleinen Schwarzentreffen“ was man ja nach Meinung einiger durchaus auch in Lobstädt erleben kann und danach lief das Wasser nicht in der Glück-Auf-Straße. Das warme wohl gemerkt. Die damit zusammenhängende Heizung war an diesem zweiten Junitag nicht das Problem aber dem Mannschaftsleiter war bereits der Gedanke an das mit nicht aufgelöstem Duschbad über den Hals, Brust und Schulter direkt in Richtung Lendenbereich vordringende kühle Nass unangenehm und er versuchte noch einmal zu tauschen. Deutzen widerstrebte das und akzeptierte das was vielleicht ein Trick war. Mit Warmduschern reiste der Gast jedenfalls nicht an. Trotzdem waren die Jungs jenseits der Dorfgrenze gut aufgestellt und bereit sich mit dem Ortsnachbarn zu messen. Der TSV als gastgebender Verein hatte in diesem Derby nicht das Problem auf eine künstlich verjüngte Deutzener Mannschaft zu treffen wie es schon vorkam aber mittlerweile drückt Lazi der alte Ungar den Altersdurchschnitt der Lobstädter auch nicht mehr all zu sehr. Trotzdem hatte der Gast am Anfang sehr viel Ballbesitz. Der TSV selbst tat sich schwer in Schwung zu kommen. Von den anderen „Blau Weißen“ ging zwar nicht die große Gefahr aus aber lästig waren sie allemal. Die Lobstädter Chancen in der Anfangsphase hielten sich in Grenzen. Der Ansatz war durchaus vorhanden aber irgendwie wollte es in dieser freitäglichen Hitzeschlacht nicht klappen. Erst als Krauspe einmal vor dem 16er abzog und der Ball abgefälscht wurde stand es verdient aber nicht unbedingt herausgespielt 1:0 für die Heimelf. Die Führung wurde vom Gast aber schnell zunichte gemacht. Ein Traumtor „Alla ba“ nur seitenverkehrt brachte noch vor der Pause den Ausgleich. Nach dem Wechsel machte der TSV mehr Druck. Folgerichtig fiel die erneute Führung. Der kleine bediente den großen Flack und der ließ sich die Gelegenheit zum 2:1 nicht entgehen. Deutzen wurde nun immer mehr zu Fehlern gezwungen. Beispiel dafür ist das 3:1. Unnötig und am Rande der Selbstverstümmelung passierte ein Foul im Strafraum obwohl so viel Torgefahr gar nicht bestand. Den fälligen Elfmeter verwandelte Licht sicher. Trotzdem das Match damit entschieden war machte der TSV weiter. Zwei Tore ein Name. Flack Michael traf zum 4:1 und Thomas setzte noch einen drauf und machte damit den Schlusspunkt hinter eine zweite Halbzeit in der sich der Gast wahrscheinlich zu viele Gedanken über das anstehende Duschdesaster machte. Das blieb jedoch aus, denn die Brühe war heiß. Die Deutzener die es nicht so gerne haben mit dem kühlen Nass zu duschen sind damit wohl umsonst zuhause geblieben. Wer sich das mit der Heizung einfallen lassen hat ist bis dato nicht bekannt.

Tore: Krauspe, T. Flack, Licht, M. Flack (2)

AH_2017_09_Teutonia Netzschkau – TSV Lobstädt 0:7 (0:4)

Spiele an einem Tag wie diesem haben ihre eigenen Gesetze. Gewinnen wird immer das Team, welches den meisten Alkohol aus den einzelnen Körpern seiner Mitspieler transportieren kann oder am besten in der Lage ist mit dem Rest umzugehen. Am entferntesten Spielort der Saison hinterließ der TSV Lobstädt einen Tag nach Männertag einen hervorragenden Eindruck und besiegte die gastgebenden Teutonen von Netzschkau mit sage und schreibe 0:7 Toren. Der durch eine Spielerfreundschaft ins Programm aufgenommene Gegner war scheinbar am Tag zuvor nicht so diszipliniert wie es der Vereinsname vermuten lässt oder einfach in der Gesamtheit weniger transportfähig. Wahrscheinlicher ist aber, dass es an diesem Tag qualitative Unterschiede von Grund auf gab denn auf teutonisch gesagt: „Gesoffen haben sie alle.“ Auf dem optisch wieder hervorragend anzusehenden Geläuf hatte Lobstädt weder mit der stumpfen Oberfläche noch mit dem Gegner Schwierigkeiten. Gelernt aus den Fehlern beim letzten Treff gab man dem Pass bis auf Newcomer Jeschky niemals zu wenig Schwung und wenn es mal zu viel war konnte der Gegner es auch nicht ausnutzen. Wie er an diesem Tag überhaupt nichts ausnutzen konnte. Dabei spielte Lobstädt alles andere als überragend. Der Gast tendierte teilweise sogar dazu sich einlullen zu lassen. Dazu wurde kommentiert und gemeckert was das Zeug hielt. Die Laufbereitschaft machte selbst an diesem Tag nicht einem Lobstädter den Magen flau obwohl die Temperaturen nun auch nicht die niedrigsten waren am Tag 1. Wer dabei war konnte leicht erkennen, dass die Deutschen Recken nicht in Grund und Boden gerannt werden mussten und die Gegner vom TSV die 17.30 Uhr geweckt werden mussten um eine Stunde vor dem Spiel Pegelregulation mit Radler zu betreiben waren klar und deutlich auch nicht das Problem. Selbst nüchtern und mit zwei Mann weniger wäre Lobstädt der Sieger gewesen. Das 0:1 macht Fubel nach klugem Pass in den Rücken der Abwehr von T. Flack. Danach erhöhte M. Flack bevor T. Flack selber traf. Dann war wieder M. Flack dran. Vielleicht mit dem schönsten Treffer und mit dem Pausenstand. Nach dem Wechsel traf M. Flack zum dritten Mal. Dann durfte Hinz ran und zum Schluss schnürte Fubel seit langer Zeit wieder einmal einen Doppelpack. Dazu bereitete er noch eine Bude vor und avancierte neben dem großen Flack zum Man of the Match auch wenn einige meinen könnten der Schreiber sieht wohl doppelt.

Tore: M. Flack (3), Fubel (2), T. Flack, Hinz

AH_2017_08_SV Groitzsch – TSV Lobstädt 2:5 (0:1)

„Tief im Westen wo die Sonne verstaubt. Ist es besser. Viel besser als man glaubt“. Tief im Westen des Landkreises braute sich am Himmel ganz schön was zusammen aber anders als im Ruhrgebiet wo der Sonnenstaub industrieller Natur ist war in Groitzsch die Natur selber am Werk. Auch eine bekannte australische Rockcombo versuchte so eine Wetterlage schon einmal in Worte zu fassen. Sie fand aber keine. „A – haha ha – ha ha haa – ha ha haaa ha“, war das Einzige was dabei herauskam. Aber jeder wusste was gemeint war. Froh über das vorläufige Ausbleiben des „Thunder Strucks“und die freudige Mitteilung nicht auf dem industriell gefertigten Kunstrasen aufdribbeln zu müssen pfiff der Schiedsrichter die Partie an der Schletterstraße zwischen dem SV Groitzsch und dem TSV Lobstädt Alte Herren nach einer für diese Wetterlage überdimensionierten Aufwärmphase und der bedrohlich näherkommenden Dunkelheit an. Die erste Hitzeschlacht des Jahres drückte dem Spiel von Beginn an ihren Stempel auf. Beide Mannschaften waren heiß und wollten aufeinander losgehen konnten es aber irgendwie nicht so richtig. Nach wenigen Minuten waren alle Akteure Schweiß gebadet. Auch die, die bis dahin nur wenige oder gar keine Laufwege zu bestreiten hatten. Jeder hatte mit sich und der sich immer mehr an stauenden Hitze zu tun. Spielerisch lief dabei nicht viel Zählbares zusammen. Groitzsch zog sich auffallend zurück und überließ dem TSV die Initiative. Der Weg in die Spitze blieb den Gästen aber über die Mitte und über rechts meistens versperrt. Wenn etwas ging dann über links. Nach der ersten Hitzewelle bewahrten drei Lobstädter rechtzeitig kühlen Kopf. Leikhauf bediente Krauspe. Der setzte sich durch und passte lehrbuchgerecht in den Rücken der Abwehr wo Grabner mit Direktabnahme zur TSV Führung vollendete. Dass nicht bei allen die gleichen Bimetalle im Überkochschutz verbaut wurden konnte man an einigen weiteren guten Lobstädter Gelegenheiten erkennen. Oder anders ausgedrückt. Wenn die Hitze dem Eisvogel das Bestimmungswort wegschmilzt bleibt nicht mehr viel vom Substantiv übrig. Bis zum Wechsel stand es somit nur 0:1. Danach ging es weiter mit den scheinbar wetterbedingten Pleiten, Pech und Pannen. Einmal profitierte Lobstädt und einmal die Heimelf. Einen Schuss von Grabner ließ der Groitzscher Hüter prallen, so dass selbst Hinz das Tor nicht mehr verfehlen konnte. Wenig später schnippte der Ball nach einem Pressschlag in der Groitzscher Hälfte in Richtung Lobstädter Tor wo der frei stehende Stürmer keine Mühe mehr hatte für den Anschlusstreffer. Danach ein Sonntagsschuss und es stand plötzlich 2:2. Als die Platzherren sich anschickten die Partie zu drehen und der Himmel sich immer mehr verdunkelte hatte Lobstädt mit Grübel und J. Pfau ein Paar wie Blitz und Donner. Grübel behauptete den Ball im Strafraum geschickt und Pfau vollendete sensationell für seine Verhältnisse. Über links setzte sich dann Krauspe durch und passte in den einzigen und winzig vorhandenen Raum in den T. Flack hinein preschte und vollendete. Der machte noch das 2:5 als die Groitzscher Abwehr bei eigenem Einwurf vor der dunklen Front hinter dem Tor und den zuckenden Blitzen zu erschrecken schien und dem Lobstädter Angreifer den Ball mundgerecht mit freiem Geleit zukommen ließ . Irgendwie bestand der Rest nur noch nach dem Betteln um den Abpfiff. Nicht nur von Groitzscher Seite, die sich der Niederlage bewusst war. Auch bei den Gästen gab es Gewitterangsthasen die nur noch wegwollten um ihre Haut ins Trockene zu bringen um sich dann aber doch zu duschen. Als der große Regen kam waren ein paar Lobstädter zuhause, andere in der Gaststätte und der Rest in der Groitzscher Kabine und zeigten wie Sieger aussehen. Alle waren save. Thunder Struck konnte keinem mehr etwas anhaben. In diesem Sinne „Rock and Roll“.

Tore: Grabner, Hinz, J. Pfau, T. Flack 2x

AH_2017_07_TSV Lobstädt – SV Naunhof 5:2 (3:0)

Arithmetik ist und bleibt die Kunst mit Zahlen umgehen zu können. Für manche ist und bleibt das Teilgebiet der Mathematik aber ein großes Rätselraten. Trotz dessen spricht man oft von Fußballarithmetik. Dabei muss es sich offensichtlich um ein Teilgebiet der Kugelwissenschaften handeln bei dem jeder mitreden kann, auch wenn er nicht 1 und 1 zusammenzählen kann. In Lobstädt bei den Alten Herren am Freitagabend war das alles noch ein wenig komplexer. Mit Naunhof traf man auf eine Unbekannte. Also einen Gegner den man noch niemals bespielt hatte und rechnen mit einer Unbekannten ist noch ein höherer Anspruch. Namen schallten ihrem Ruf voraus. Beyer, Mähne, Zacharias. Beste junge Altherrenqualität. Alle höherklassig gespielt. Bet and win hätte nur funktioniert wenn man auf loos gesetzt hätte meinten fast alle. Die, die den TSV aufgrund dieser Situation sogar im Vorteil sahen waren spärlich gesäht. Warum? Immerhin wissen die Lobstädter was sie können und außerdem ist so ein Spiel geradezu prädestiniert um Flack (e) zu zeigen. Für den einheimischen TSV ging es sehr gut los. Wider alle Rechengesetze ließ man den Ball laufen, spielte klug von hinten heraus und setzte Nadelstiche vom Feinsten. Naunhof war unaufgeregt wie die Bayern in Leipzig. Ein Halbes sollte gegen die Pfiffies vom Dorfe reichen. Die erste Chance schockte den Gast noch lange nicht als M. Flack frei vor dem Hüter verstolperte. Auch weitere Gelegenheiten der Hausherren ergaben sich unerwartet oft, wurden aber beinahe sträflich liegen gelassen bis Fubel die Geometrie, ein anderes Teilgebiet der Mathematik veränderte. Nach hervorragenden Einsatz von J. Pfau schloss der Mittelfeldspieler mit einem Schuss parallel zur Torlinie ab und erzielte das 1:0. Ab dem Zeitpunkt als die Parallelen sich zu kreuzen begannen schien und war alles möglich. Naunhof war geschockt bis in den kleinen Zeh. Der TSV erkannte die Situation. Nicht nur, dass nach zu waschen war sondern auch, dass an dem Tag was ging. Nieselregen, ein herrliches Geläuf  und über 15 Grad setzten zusätzliche Kräfte frei. Bis zum Wechsel gab es dann zwei weitere Flack (en). Der Doppeltorschütze hieß Michael. Nach der Pause erhöhte sein jüngerer Bruder Thomas auf 4:0 und Naunhof war frustriert. Den Gästen gelang bis dahin nichts. Erst  als das Spiel verloren war setzte sich Beyer und Co in Szene. Mit einem Lothar Harnisch Gedächtnis Kopfball vollendete Zacharias zum 4:1 und wenig später fiel das 4:2. Den aufkommenden Gästen machte der jüngere der beiden Flack (enzeiger) einen Strich nicht unter sondern vor allem durch die Rechnung. Vom Naunhofer Hüter bedient hob er die Kugel über diesen zum 5:2 Endstand in die Maschen. 5xF und eine geschlossene Mannschaftsleistung waren der Grund für diesen Sieg. Nicht schwer auszurechnen. Auch wenn es  für Naunhof eine an dem Tag unlösbare Aufgabe war. Das wichtigste Gesetz des kleinen Fußballeinmalens  besagt, dass man ein Tor mehr braucht als der Gegner. Lobstädt hatte drei davon was wiederum ein weiteres Gesetz der Fußballarithmetik bestätigte was da heißt: „Namen sind Schall und Rauch.“, oder  „Mir sin mir.“

Tore: Fubel, Flack M. 2x, Flack T. 2x

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