Dummy

1. Eric-Eiselt-Fußballcup Rötha

Es schickte sich an, ein schwarzer Freitag zu werden. Am Rande des Sommerlochs sagte Fockendorf am Spieltag ab so dass sich die Alten Herren von Lobstädt bereits in dieses gestoßen fühlten. Durch das nicht zustande gekommene Spiel gegen Rötha in der Vorwoche hätte man da also bereits mit beiden Beinen drin gestanden. Das zu verhindern oblag Olaf Kuhn, der sich den Hut aufsetzte für das Missverständnis mit Rötha. Ihm ist es zu verdanken, dass kurz entschlossen und unbürokratisch beim RSV angefragt wurde ob man am 1. Eric-Eiselt-Fußballcup teilnehmen kann. Der Gastgeber hatte nichts dagegen, ahnte jedoch nicht was für eine Truppe er sich an Land zog. Neben Gastgeber Rötha und dem TSV waren Hochkaräter wie Bunte Raupe, Sparkasse Leipzig, Pleißeaue Allstars und Frisch Auf Hainichen, welcher das Vorgängerturnier das Fußballfest der guten Taten dreimal hintereinander gewonnen hatte am Start. Gespielt wurde parallel auf zwei Plätzen im Modus „Jeder gegen Jeden“. Das Drehbuch hätte nicht besser geschrieben werden können wie es dann tatsächlich passierte. Lobstädt und Hainichen gewannen ihre Auftaktspiele mit 2:0, ließen ein 1:1 folgen und gewannen die beiden folgenden Partien mehr oder weniger souverän. So kam es im letzten Spiel zum Showdown. Lobstädt reichte ein Unentschieden weil man fünf Tore besser war als der Gegner. Es ist zwar immer eine heiße Kiste auf so ein Ergebnis zu spielen aber beim Betrachten dieses Endspiels konnte man auf die Idee kommen dass der TSV genau das wollte. Natürlich hatte Lobstädt viel Ballbesitz und auch die nötige Ruhe sowie die technischen Voraussetzungen aber die Minimalisten von TUS Hainichen um Schlitzohr Burkhard Heil waren immer in der Lage ein Spiel mit einem Geniestreich für sich zu entscheiden. Das gelang dieses Mal nicht weil sich der TSV keinen einzigen Fehler erlaubte und somit hochverdient mit einem 0:0 der erste Eiselt-Cup Gewinner wurde. Die Freude war natürlich riesig groß. Nicht nur über den Sieg sondern auch über Hinauszögerung der Sommerpause. In der ersten Euphorie wurde darüber gesprochen sich jeden Freitag regelmäßig zum Training zu treffen. Was einige Leser dieses Artikels jedoch hellhörig werden lassen wird ist das angesprochene Thema Fußballtennis. Ob dieses Turnier mit der Erwärmung in Tennisform oder die feine Klinge welche die Truppe schlug Wind in dieses Segel bläst wird sich zeigen. Bevor eine Whats Ap Gruppe mit dem Namen „Tennisbein“ aufgemacht werden kann sollte das Event erst einmal stattfinden. Bereits am kommenden Freitag wäre dafür die erste Gelegenheit. Ein Admin ist dann schnell gefunden.

Viel Freude beim Diskutieren in der „alten“ Gruppe.

AH_2017_11_Röthaer SV – TSV Lobstädt_nicht stattgefunden (nicht stattgefunden)

AH_2017_11_Röthaer SV – TSV Lobstädt_nicht stattgefunden (nicht stattgefunden)

Barca gegen Paris ist seit Freitag kein Jahrhundertspiel mehr. Das neue heißt Rötha gegen Lobstädt. Während es in der Champions League noch laufende Bilder gab spottet das Geschehen vom Freitag jeglicher Beschreibung. Vollzähliger als bei jedem Heimspiel waren die Lobstädter erschienen und hätten Spieler an Rötha verliehen so, dass außenstehende gar nicht gemerkt hätten wenn und ob es eine Ausleihgebühr gegeben hätte. Die Heimelf wäre gespickt gewesen mit Namen Röthaer Ureinwohner. Bis auf Date und Thiel wäre alles aufgedribbelt was Rang und Namen hat. Lobstädt war klarer Außenseiter. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuß. Betröpfelt wie begossene Pudel schlich sich der Gast vom leblosen und blutleeren Sportgelände des RSV direkt in die provisorische Erstaufnahmezeltunterkunft im Rosental. Gerade errichtet und im Ungewissen über Höhe der Welle machten die Betreiber erst einmal alles zu ess und trinkbarem was in der Kürze der Zeit zu kriegen war. Bäume für das Feuer wurden nicht extra geschlagen aber irgendwie konnte man ja damit rechnen, so dass genug Holz der Güteklasse A+ zur Verfügung stand. Aber auch wenn B verwendet geworden wäre. Es hätte Donald Trump in seinem Ansinnen bestärkt aus dem Klimaabkommen auszutreten. Qualm stieg höchstens von den Zigaretten auf der sich unter dem Dach des Hauptzeltes verfing. Anhand der Kippen die über den Aschenbecherrand fielen war klar nachzuweisen dass die Raucher Schuld sind an der Erderwärmung. Eine Steuer von 15 Euro als Solidarbeitrag für alle (Nichtraucher eingeschlossen) sollte reichen die Welt zu retten. Vor allem vor Hunger und Durst. Auch wenn es bis in die Morgenstunden dauerte. Zumindest das ist der Welthungerhilfe gelungen sieht man davon ab, dass die ersten nach dem Ausschlafen bereits wieder Hunger hatten als die letzten noch nicht einmal im Bett lagen. Aber das kann man ja auch nicht erwarten. Während die letzten noch schlafen wird dieser Bericht geschrieben und vorher wurde alles bereinigt und einige sind schon wieder auf Arbeit. Auch wenn Wochenende ist und andere müssen bald zum Spiel was tatsächlich stattfinden wird. Ausländer hin oder her. Die werden danach nicht die Zeltstadt im Rosental bevölkern. Die gibt es nicht mehr. Genau so wenig wie es das Jahrhundertspiel gab. Paris und Barcelona können also getrost aufatmen. Lobstädt und Rötha übrigens auch. Den Fußballweisheiten der aufstrebenden Lobstädter Jugend nach zu urteilen ist es eh besser zu warten bis alle jung sind und die Zeit reif ist für ein neues aber dann bitte ein Jahrtausendspiel. Auch wenn es bitter ist oder auch nicht. Das werden die Alten beim besten Willen nicht mehr erleben.

AH_2017_10_TSV Lobstädt – Blau Weiß Deutzen 5:1 (1:1)

Das war ein Hick Hack. Erst sollte in Deutzen gespielt werden. Dann wurde es getauscht wegen dem „Kleinen Schwarzentreffen“ was man ja nach Meinung einiger durchaus auch in Lobstädt erleben kann und danach lief das Wasser nicht in der Glück-Auf-Straße. Das warme wohl gemerkt. Die damit zusammenhängende Heizung war an diesem zweiten Junitag nicht das Problem aber dem Mannschaftsleiter war bereits der Gedanke an das mit nicht aufgelöstem Duschbad über den Hals, Brust und Schulter direkt in Richtung Lendenbereich vordringende kühle Nass unangenehm und er versuchte noch einmal zu tauschen. Deutzen widerstrebte das und akzeptierte das was vielleicht ein Trick war. Mit Warmduschern reiste der Gast jedenfalls nicht an. Trotzdem waren die Jungs jenseits der Dorfgrenze gut aufgestellt und bereit sich mit dem Ortsnachbarn zu messen. Der TSV als gastgebender Verein hatte in diesem Derby nicht das Problem auf eine künstlich verjüngte Deutzener Mannschaft zu treffen wie es schon vorkam aber mittlerweile drückt Lazi der alte Ungar den Altersdurchschnitt der Lobstädter auch nicht mehr all zu sehr. Trotzdem hatte der Gast am Anfang sehr viel Ballbesitz. Der TSV selbst tat sich schwer in Schwung zu kommen. Von den anderen „Blau Weißen“ ging zwar nicht die große Gefahr aus aber lästig waren sie allemal. Die Lobstädter Chancen in der Anfangsphase hielten sich in Grenzen. Der Ansatz war durchaus vorhanden aber irgendwie wollte es in dieser freitäglichen Hitzeschlacht nicht klappen. Erst als Krauspe einmal vor dem 16er abzog und der Ball abgefälscht wurde stand es verdient aber nicht unbedingt herausgespielt 1:0 für die Heimelf. Die Führung wurde vom Gast aber schnell zunichte gemacht. Ein Traumtor „Alla ba“ nur seitenverkehrt brachte noch vor der Pause den Ausgleich. Nach dem Wechsel machte der TSV mehr Druck. Folgerichtig fiel die erneute Führung. Der kleine bediente den großen Flack und der ließ sich die Gelegenheit zum 2:1 nicht entgehen. Deutzen wurde nun immer mehr zu Fehlern gezwungen. Beispiel dafür ist das 3:1. Unnötig und am Rande der Selbstverstümmelung passierte ein Foul im Strafraum obwohl so viel Torgefahr gar nicht bestand. Den fälligen Elfmeter verwandelte Licht sicher. Trotzdem das Match damit entschieden war machte der TSV weiter. Zwei Tore ein Name. Flack Michael traf zum 4:1 und Thomas setzte noch einen drauf und machte damit den Schlusspunkt hinter eine zweite Halbzeit in der sich der Gast wahrscheinlich zu viele Gedanken über das anstehende Duschdesaster machte. Das blieb jedoch aus, denn die Brühe war heiß. Die Deutzener die es nicht so gerne haben mit dem kühlen Nass zu duschen sind damit wohl umsonst zuhause geblieben. Wer sich das mit der Heizung einfallen lassen hat ist bis dato nicht bekannt.

Tore: Krauspe, T. Flack, Licht, M. Flack (2)

AH_2017_09_Teutonia Netzschkau – TSV Lobstädt 0:7 (0:4)

Spiele an einem Tag wie diesem haben ihre eigenen Gesetze. Gewinnen wird immer das Team, welches den meisten Alkohol aus den einzelnen Körpern seiner Mitspieler transportieren kann oder am besten in der Lage ist mit dem Rest umzugehen. Am entferntesten Spielort der Saison hinterließ der TSV Lobstädt einen Tag nach Männertag einen hervorragenden Eindruck und besiegte die gastgebenden Teutonen von Netzschkau mit sage und schreibe 0:7 Toren. Der durch eine Spielerfreundschaft ins Programm aufgenommene Gegner war scheinbar am Tag zuvor nicht so diszipliniert wie es der Vereinsname vermuten lässt oder einfach in der Gesamtheit weniger transportfähig. Wahrscheinlicher ist aber, dass es an diesem Tag qualitative Unterschiede von Grund auf gab denn auf teutonisch gesagt: „Gesoffen haben sie alle.“ Auf dem optisch wieder hervorragend anzusehenden Geläuf hatte Lobstädt weder mit der stumpfen Oberfläche noch mit dem Gegner Schwierigkeiten. Gelernt aus den Fehlern beim letzten Treff gab man dem Pass bis auf Newcomer Jeschky niemals zu wenig Schwung und wenn es mal zu viel war konnte der Gegner es auch nicht ausnutzen. Wie er an diesem Tag überhaupt nichts ausnutzen konnte. Dabei spielte Lobstädt alles andere als überragend. Der Gast tendierte teilweise sogar dazu sich einlullen zu lassen. Dazu wurde kommentiert und gemeckert was das Zeug hielt. Die Laufbereitschaft machte selbst an diesem Tag nicht einem Lobstädter den Magen flau obwohl die Temperaturen nun auch nicht die niedrigsten waren am Tag 1. Wer dabei war konnte leicht erkennen, dass die Deutschen Recken nicht in Grund und Boden gerannt werden mussten und die Gegner vom TSV die 17.30 Uhr geweckt werden mussten um eine Stunde vor dem Spiel Pegelregulation mit Radler zu betreiben waren klar und deutlich auch nicht das Problem. Selbst nüchtern und mit zwei Mann weniger wäre Lobstädt der Sieger gewesen. Das 0:1 macht Fubel nach klugem Pass in den Rücken der Abwehr von T. Flack. Danach erhöhte M. Flack bevor T. Flack selber traf. Dann war wieder M. Flack dran. Vielleicht mit dem schönsten Treffer und mit dem Pausenstand. Nach dem Wechsel traf M. Flack zum dritten Mal. Dann durfte Hinz ran und zum Schluss schnürte Fubel seit langer Zeit wieder einmal einen Doppelpack. Dazu bereitete er noch eine Bude vor und avancierte neben dem großen Flack zum Man of the Match auch wenn einige meinen könnten der Schreiber sieht wohl doppelt.

Tore: M. Flack (3), Fubel (2), T. Flack, Hinz

AH_2017_08_SV Groitzsch – TSV Lobstädt 2:5 (0:1)

„Tief im Westen wo die Sonne verstaubt. Ist es besser. Viel besser als man glaubt“. Tief im Westen des Landkreises braute sich am Himmel ganz schön was zusammen aber anders als im Ruhrgebiet wo der Sonnenstaub industrieller Natur ist war in Groitzsch die Natur selber am Werk. Auch eine bekannte australische Rockcombo versuchte so eine Wetterlage schon einmal in Worte zu fassen. Sie fand aber keine. „A – haha ha – ha ha haa – ha ha haaa ha“, war das Einzige was dabei herauskam. Aber jeder wusste was gemeint war. Froh über das vorläufige Ausbleiben des „Thunder Strucks“und die freudige Mitteilung nicht auf dem industriell gefertigten Kunstrasen aufdribbeln zu müssen pfiff der Schiedsrichter die Partie an der Schletterstraße zwischen dem SV Groitzsch und dem TSV Lobstädt Alte Herren nach einer für diese Wetterlage überdimensionierten Aufwärmphase und der bedrohlich näherkommenden Dunkelheit an. Die erste Hitzeschlacht des Jahres drückte dem Spiel von Beginn an ihren Stempel auf. Beide Mannschaften waren heiß und wollten aufeinander losgehen konnten es aber irgendwie nicht so richtig. Nach wenigen Minuten waren alle Akteure Schweiß gebadet. Auch die, die bis dahin nur wenige oder gar keine Laufwege zu bestreiten hatten. Jeder hatte mit sich und der sich immer mehr an stauenden Hitze zu tun. Spielerisch lief dabei nicht viel Zählbares zusammen. Groitzsch zog sich auffallend zurück und überließ dem TSV die Initiative. Der Weg in die Spitze blieb den Gästen aber über die Mitte und über rechts meistens versperrt. Wenn etwas ging dann über links. Nach der ersten Hitzewelle bewahrten drei Lobstädter rechtzeitig kühlen Kopf. Leikhauf bediente Krauspe. Der setzte sich durch und passte lehrbuchgerecht in den Rücken der Abwehr wo Grabner mit Direktabnahme zur TSV Führung vollendete. Dass nicht bei allen die gleichen Bimetalle im Überkochschutz verbaut wurden konnte man an einigen weiteren guten Lobstädter Gelegenheiten erkennen. Oder anders ausgedrückt. Wenn die Hitze dem Eisvogel das Bestimmungswort wegschmilzt bleibt nicht mehr viel vom Substantiv übrig. Bis zum Wechsel stand es somit nur 0:1. Danach ging es weiter mit den scheinbar wetterbedingten Pleiten, Pech und Pannen. Einmal profitierte Lobstädt und einmal die Heimelf. Einen Schuss von Grabner ließ der Groitzscher Hüter prallen, so dass selbst Hinz das Tor nicht mehr verfehlen konnte. Wenig später schnippte der Ball nach einem Pressschlag in der Groitzscher Hälfte in Richtung Lobstädter Tor wo der frei stehende Stürmer keine Mühe mehr hatte für den Anschlusstreffer. Danach ein Sonntagsschuss und es stand plötzlich 2:2. Als die Platzherren sich anschickten die Partie zu drehen und der Himmel sich immer mehr verdunkelte hatte Lobstädt mit Grübel und J. Pfau ein Paar wie Blitz und Donner. Grübel behauptete den Ball im Strafraum geschickt und Pfau vollendete sensationell für seine Verhältnisse. Über links setzte sich dann Krauspe durch und passte in den einzigen und winzig vorhandenen Raum in den T. Flack hinein preschte und vollendete. Der machte noch das 2:5 als die Groitzscher Abwehr bei eigenem Einwurf vor der dunklen Front hinter dem Tor und den zuckenden Blitzen zu erschrecken schien und dem Lobstädter Angreifer den Ball mundgerecht mit freiem Geleit zukommen ließ . Irgendwie bestand der Rest nur noch nach dem Betteln um den Abpfiff. Nicht nur von Groitzscher Seite, die sich der Niederlage bewusst war. Auch bei den Gästen gab es Gewitterangsthasen die nur noch wegwollten um ihre Haut ins Trockene zu bringen um sich dann aber doch zu duschen. Als der große Regen kam waren ein paar Lobstädter zuhause, andere in der Gaststätte und der Rest in der Groitzscher Kabine und zeigten wie Sieger aussehen. Alle waren save. Thunder Struck konnte keinem mehr etwas anhaben. In diesem Sinne „Rock and Roll“.

Tore: Grabner, Hinz, J. Pfau, T. Flack 2x

AH_2017_07_TSV Lobstädt – SV Naunhof 5:2 (3:0)

Arithmetik ist und bleibt die Kunst mit Zahlen umgehen zu können. Für manche ist und bleibt das Teilgebiet der Mathematik aber ein großes Rätselraten. Trotz dessen spricht man oft von Fußballarithmetik. Dabei muss es sich offensichtlich um ein Teilgebiet der Kugelwissenschaften handeln bei dem jeder mitreden kann, auch wenn er nicht 1 und 1 zusammenzählen kann. In Lobstädt bei den Alten Herren am Freitagabend war das alles noch ein wenig komplexer. Mit Naunhof traf man auf eine Unbekannte. Also einen Gegner den man noch niemals bespielt hatte und rechnen mit einer Unbekannten ist noch ein höherer Anspruch. Namen schallten ihrem Ruf voraus. Beyer, Mähne, Zacharias. Beste junge Altherrenqualität. Alle höherklassig gespielt. Bet and win hätte nur funktioniert wenn man auf loos gesetzt hätte meinten fast alle. Die, die den TSV aufgrund dieser Situation sogar im Vorteil sahen waren spärlich gesäht. Warum? Immerhin wissen die Lobstädter was sie können und außerdem ist so ein Spiel geradezu prädestiniert um Flack (e) zu zeigen. Für den einheimischen TSV ging es sehr gut los. Wider alle Rechengesetze ließ man den Ball laufen, spielte klug von hinten heraus und setzte Nadelstiche vom Feinsten. Naunhof war unaufgeregt wie die Bayern in Leipzig. Ein Halbes sollte gegen die Pfiffies vom Dorfe reichen. Die erste Chance schockte den Gast noch lange nicht als M. Flack frei vor dem Hüter verstolperte. Auch weitere Gelegenheiten der Hausherren ergaben sich unerwartet oft, wurden aber beinahe sträflich liegen gelassen bis Fubel die Geometrie, ein anderes Teilgebiet der Mathematik veränderte. Nach hervorragenden Einsatz von J. Pfau schloss der Mittelfeldspieler mit einem Schuss parallel zur Torlinie ab und erzielte das 1:0. Ab dem Zeitpunkt als die Parallelen sich zu kreuzen begannen schien und war alles möglich. Naunhof war geschockt bis in den kleinen Zeh. Der TSV erkannte die Situation. Nicht nur, dass nach zu waschen war sondern auch, dass an dem Tag was ging. Nieselregen, ein herrliches Geläuf  und über 15 Grad setzten zusätzliche Kräfte frei. Bis zum Wechsel gab es dann zwei weitere Flack (en). Der Doppeltorschütze hieß Michael. Nach der Pause erhöhte sein jüngerer Bruder Thomas auf 4:0 und Naunhof war frustriert. Den Gästen gelang bis dahin nichts. Erst  als das Spiel verloren war setzte sich Beyer und Co in Szene. Mit einem Lothar Harnisch Gedächtnis Kopfball vollendete Zacharias zum 4:1 und wenig später fiel das 4:2. Den aufkommenden Gästen machte der jüngere der beiden Flack (enzeiger) einen Strich nicht unter sondern vor allem durch die Rechnung. Vom Naunhofer Hüter bedient hob er die Kugel über diesen zum 5:2 Endstand in die Maschen. 5xF und eine geschlossene Mannschaftsleistung waren der Grund für diesen Sieg. Nicht schwer auszurechnen. Auch wenn es  für Naunhof eine an dem Tag unlösbare Aufgabe war. Das wichtigste Gesetz des kleinen Fußballeinmalens  besagt, dass man ein Tor mehr braucht als der Gegner. Lobstädt hatte drei davon was wiederum ein weiteres Gesetz der Fußballarithmetik bestätigte was da heißt: „Namen sind Schall und Rauch.“, oder  „Mir sin mir.“

Tore: Fubel, Flack M. 2x, Flack T. 2x

AH_2017_06_SV Eula – TSV Lobstädt 3:1 (2:0)

Im Jahr der Wildschweine mussten Lobstädts Alte Herren nach mindestens drei Siegen in Folge mal wieder eine Niederlage einstecken in Eula an der Anfield Road. Da waren aber auch Keiler in der Rotte des Gastgebers. Manche konnte man durchaus noch als Läufer bezeichnen. Und qualitativ hatten sie es auch drauf. Da kam der Gast ganz schön ins Schwitzen. Zumal man noch zum Umziehen angetrieben werden musste weil es zwei verschiedenen Anstoßzeiten gab und sich Eula schon auf 18.00 Uhr eingestellt hatte. Obwohl die richtigen Wildschweine menschenscheu sind und den Ort trotz anbrechender Dämmerung gemieden hätten. Wer weiß. Als der letzte Lobstädter da war ging es in der neu beplankten Wild Pig Save Arena wo bald auch noch eine Autobahn vorbeiführen wird los. Von Anfang an entwickelte sich ein munteres Match. Dabei hatte der Gastgeber im spielgestaltenden Mannschaftsteil Vorteile aber Lobstädt eine starke Abwehr so dass relativ wenig Chancen auf beiden Seiten zustande kamen. Die erste dicke hatte der Gast als Krauspe durch einen Pass in die Tiefe frei vor dem Eulator auftauchte und anstelle selbst abzuschließen versuchte Fubel zu bedienen was selbst Wunderlich im Tor der Heimelf verwunderte. Da kann man unter den Umständen durchaus mal sagen: “Schwein gehabt.“ Kurios war an diesem Tag, dass das mehr oder weniger nicht vorhandene Lobstädter und das spielerisch gut funktionierende Eulaer Mittelfeld so gut wie nichts mit den Toren des Gastgebers zu tun hatte. „1 vor“, also die „1“ war in dem Fall der Euler Ballgewinn nach Durchbruchversuch vom Lobstädter Förster am eigenen Strafraum. „Vor“ war Vehemenz und Richtung zugleich wie beim allseits beliebten Würfelspiel „Sautreiben“. Stange schloss ab. Das war bereits das 2:0 aber auch das erste Eulaer Tor kam aus dem Nichts. Mit einer Einzelaktion setzte sich Steinhäuser durch und wollte flanken. Der Ausrutscher segelte von der Grundlinie in die lange Ecke. Der TSV zeigte aber nach diesen Rückständen weiterhin Charakter. Erst wurde der Gastgeber bearbeitet und zu Fehlern gezwungen. Das führte folgerichtig zum Anschlusstreffer. Krauspe setzte sich links durch. Seinen Flachschuss ließ der Hüter in die Mitte abprallen und Grabner schob die Kugel über die nunmehr unbewachte Linie. Dann wühlte und baddelte der Gast unaufhörlich weiter wie Kampfschweine und Eula begann mit gegenseitigen Schuldzuweisungen untereinander. Idealer Nährboden für eine Wende im Spiel. Ein Fehler wurde dann allerdings bestraft. Der aus der Abwehr über die Mittellinie vorstürmende Winkler machte mit seinem Fehlpass den Weg frei für den postwendenden finalen Langpass der zum alles entscheidenden 3:1 führte. So war es an diesem Tag. Alle Tore waren irgendwie vermeidbar aber ein 0:0 hätte diesem Spiel als Ergebnis auch nicht wirklich zu Gesicht gestanden. Übrigens: Respekt wer`s selber macht. Hinterher erfuhren die Gäste aus erster Hand wie die Wildschweinplage dem Verein zugesetzt hat und wie man sich mit relativ einfachen Mitteln aber mit einem großen Gemeinschaftssinn buchstäblich aus dem Schlamm wühlte. Die Wildschweine sind jetzt außen vor und werden im nächsten Jahr nicht wieder als Vertikutierer eingesetzt werden obwohl die Platzbedingungen hervorragend waren.

Lobstädt mit: Gollmer, Dietel, Mosolygo, Grübel, Leikhauf, Melzer, Krauspe, Fubel, Förster, Hinz, Liedtke, Grabner, Bischoff, Thierfelder, Winkler

Tor: Grabner

http://www.fussball.de/newsdetail/sv-eula-mit-werbebanden-gegen-wildschweine/-/article-id/165924#!/section/stage

2017_AH_05_TSV Lobstädt – SG Prösdorf 3:1 (3:1)

Rein von den Farben der Spieleruniform hätte man meinen können, zwei höherklassige Mannschaften die gerade von sich Reden machen stehen sich gegenüber. Die eine im größten deutschen Pokalwettbewerb und die andere durch eine unerwartet positive Leistung in der „Bunten Liga“ eigentlich erst nach diesem Spiel. Spätestens jetzt weiß jeder aufmerksame Leser, dass keine der beiden Vertretungen rot und weiß trug. So kontrastreich wie die Kleidung war auch das Spiel über weite Strecken vor allem in der ersten Hälfte. Das dunkel gekleidete Team hob sich auch in der Leistung vom Gegner ab. Schnell und sicher wurde von hinten heraus kombiniert. Meist über die Außen wurde die Abwehr ausgehebelt. Schnelligkeitsvorteile waren augenscheinlich. Bereits in der ersten Minute hatte Hinz nach toller Vorarbeit von T. Flack eine Gelegenheit, die sich wahrscheinlich sein größter Kritiker M. Preiß niemals hätte entgehen lassen. Frei vor dem leeren Tor war er schon einen kleinen Schritt zu weit vorn und konnte, obwohl die Zeit vorhanden war nicht mehr korrigieren. Warum das wird für immer sein Geheimnis bleiben. Erklärungsversuche sind an dieser Stelle unangebracht. Allein dem Vertrauen des Trainers ist es zu verdanken, dass der Tollpatsch noch weiter spielen durfte und erst nach zehneinhalb Minuten der zweiten Hälfte ausgewechselt wurde. T. Flack indes machte es kurze Zeit später besser. Dynamisch im Anzug und fulminant im Abschluss vollendete er zum 1:0. Auch danach blieb der Gastgeber dominant. Gute Gelegenheiten gab es einige aber keine kam an die von der ersten Minute heran. Im letzten Drittel der Halbzeit wechselte sich der Gast etwas jünger und schon bekam man auch Libero Dietel das eine und andere Mal zu Gesicht den man auf Grund des enormen Gewichtsverlustes schon gar nicht mehr wahrnimmt. Den Ausgleich konnte der gut spielende letzte Mann jedoch genau so wenig verhindern wie sein Torhüter. Sonntagsschuss. Der andere Hüter der in Windischleuba das Tor hütete wäre auch nur machtlos gewesen. Die Einheimischen hatten dafür genau wie in der Vorwoche zwei schnelle Antworten. Die eine gab T. Flack. Ähnlich wie beim ersten Mal zog er voll durch und der ansonsten hervorragende Hüter schien sich mehr zu verstecken als der Kanonenkugel die Stirn zu bieten. Dann antwortete Krauspe und es war wieder einmal zu sehen dass Fußball ein einfaches Spiel ist. Flanke Tor. Krauspe demonstrierte das in unnachahmlicher Weise. Konzentrierte Ballführung. Kurzer Blick nach oben und Briefmarke drauf. Ob Hinz oder Preiß als Empfänger draufgestanden hätte war egal. Hinz stand drauf und es stand 3:1. In und kurz nach der Pause wurde beim Gastgeber gewechselt. Die rechte einhundertfünfziger Seite (Pfau 49,9, Hinz ü50 und Fubel ü50) wurde komplett runderneuert. Das Ziel war noch mehr Tempo zu machen. Drei Gründe waren an diesem Abend aber dafür verantwortlich, dass selbst ein Robben nicht gepasst hatte. Erstens: Das auf dem Beipackzettel war nicht die Geschwindigkeit der Spieler. Das hatte der Trainer übersehen. Zweitens: Der u40 Motor vor der Abwehr hätte den Fliegenden Holländer auch nur schwer in Schwung gebracht und Drittens: Robben trägt die falschen Farben. So schließt sich der Kreis und die torlose zweite Hälfte ist logisch. Übrigens wen es jetzt noch interessiert. Lobstädt spielte in den traditionellen Farben. Prößdorf auch. Die eine Farbe erinnerte an Schalke die andere an Dortmund. Nichts in diesem Spiel erinnerte an Bayern.

Lobstädt mit: Gollmer, Dietel, Forberg, J. Pfau, Melzer, Krauspe, T. Flack, Fubel, Leikhauf, Hinz, Licht, Kuhn, Thierfelder, Jeschky

Tore: T. Flack (2), Hinz

2017_AH_04_FC Grimma – TSV Lobstädt 9:7 (5:6)

Mit dem FC Grimma hatte Lobstädt einen bekannten Namen aber gänzlich unbekannten Gegner im Jahresplan. Auch den Spielort betraten die meisten Lobstädter zum ersten Mal. Die Willy Schmidt Sportstätte befindet sich neben ein paar Neubaublöcken am Ende einer Eigenheimsiedlung im Stadtteil Grimma West zu der man über die Goethestraße gelangt. Wahrscheinlich hatte der Dichterfürst dort auch einmal Fußball gespielt. Das „Vereinsheim“ muss jedenfalls aus dieser Zeit stammen. Kein Ort um länger zu verweilen. Logisch. Damals mussten alle nach dem Spiel gleich weg. Nur wenige konnten eine Kutsche ihr Eigen nennen. Für eine Bockwurst war da gar keine Zeit. Der Platz war optisch in einem guten Zustand. Der Wind fegte kräftig von einem Tor zum anderen über das Feld und da es auch noch ein frischer Wind war konnte der eine oder andere Zuschauer auch auf das kühle Blonde verzichten was es ebenfalls nicht zu erwerben gab. Aus Lobstädter Sicht begann das Spiel gegen den FC Grimma so. Zweimal einen Rückstand ausgeglichen. Dann mit drei Toren in Folge vorne weg marschiert. Sich beinahe einholen lassen. Noch einen draufgesetzt. Wieder einen hinten reingekriegt und da war erstmal Halbzeit. Macht nach Adam dem Riesen zwei für Fußballverhältnisse recht große Zahlen, die das Ergebnis darstellten. Bereits da belächelten die Hauptdarsteller die Vorstellung vom hochgerechneten Endresultat. Beim Wechsel führte Lobstädt mit 6:5 und am Ende gewann Grimma mit 9:7. Die Schlagzahl konnte also nicht ganz gehalten werden. Frühzeitig stellte sich heraus, dass Grimma gut Fußball spielen konnte. Aber auch der TSV zeigte seine Qualitäten. Die lagen diesmal im Spiel nach vorn. Die beiden Führungstreffer der Gastgeber konnten jeweils postwendend egalisiert werden. Einmal durch Bille und dann von Hinz nach Traumpass von Fubel. T. Flack fasste sich dann ein Herz und traf zum 2:3. Ebenfalls mit einem Flachschuss erzielte J. Pfau nächste Lobstädter Tor und Fubel setzte ganz cool noch einen drauf. Nach einer Eingabe wartete er geduldig bis sich alle Gegner umgerannt hatten und schob den Ball in das leere Tor. So komisch es war. Danach war die beste Zeit vom TSV vorbei. Die Abwehr war an dem Tag nicht sattelfest. Hinzu kam durch die schnellen drei Tore eine gewisse Sorglosigkeit. Einmal noch konnte T. Flack einen raushauen. Aus dem Zweikampf kommend zog er urplötzlich ab und versenkte die Kugel unhaltbar zum sechsten Lobstädter Tor. Bis dahin waren aber auch zwei weitere Grimmaer Treffer gefallen. Nach dem Wechsel glich Grimma ganz schnell aus und zog mit drei weiteren Toren davon. Forberg konnte kurz vor Schluss „nur“ den siebenten Treffer für die Gäste landen der nicht mal zu einem Punktgewinn reichte. Wenn Grimma seine Gegner immer so abstraft ist es klar, dass ein Sportlerheim überflüssig ist. Wenn man dann noch nach dem Duschen das Gefühl hat, vor der Kabine ist es warm dann verlässt man das Objekt besser wieder über die Goethestraße, in der Hoffnung im eigenen Sportlerheim sind alle Heizkörper aufgedreht und die Saunafrauen sind nicht da.

Lobstädt mit: Bischoff, T. Pfau, Forberg, Mosolygo, J. Pfau, Krauspe, Fubel, T. Flack, Leikhauf, Hinz, Bille, Kuhn, Grübel, Benkenstein

Tore: Bille, Hinz, T. Flack (2), J. Pfau, Fubel, Forberg

2017_AH_03_TSV Windischleuba – TSV Lobstädt 0:4 (0:0)

In Thüringen läuft es für Lobstädt scheinbar immer besser als in Sachsen Anhalt. Wenn die Landesgrenze in südlicher Richtung überschritten wird ist der TSV selten erfolglos. Jedenfalls war es immer so in der jüngeren Vergangenheit. So auch geschehen am Freitag Abend, als man den gleichnamigen TSV aus Windischleuba eindeutig bezwang. Bei englischem Wetter und weniger englischem Rasen beherrschten die Sachsen das Geschehen und zeigten teilweise einen sehenswerten Angriffsfußball. Der Gegner hatte sich über weite Strecken der Partie mit Defensivarbeit zu beschäftigen. Zu dominant war das Auftreten des Gastes. So schwer es anfänglich auch fiel, man musste auf dem kurzen holprigen Platz den Ball laufen lassen. Als Lobstädt das umzusetzen verstand waren die Gäste nicht mehr zu stoppen. Dass vorerst keine Tore fielen lag an der vielbeinigen Abwehr der Hausherren die immer eine Fußspitze an den Ball bekam und am Streitobjekt selber der sich als lebloses Element darstellte. Diesem Ding Leben einzuhauchen erwies sich als eine der größten Herausforderungen des Spiels. Wollte man den Ball hoch bringen kam er flach. Eine flach beabsichtigte Eingabe war auf Grund der zu geringen Körperhöhe vom Mitspieler nicht zu erreichen. So ging es verschiedenen Spielern, so dass man im Falle einer Niederlage eine plausible Ausrede gehabt hätte. Bis zur Pause bekam keiner das fußballähnelnde Etwas im Kasten unter. Weder die einen noch die anderen. Kurz nach dem Wechsel zeigte Fubel auf, wie man den Widerspenstigen zähmen konnte. Er versuchte zu schlenzen. Dabei fand der Ball zwar nicht den Weg durch die breite Lücke ins Tor aber an die Hand eines verdutzten Verteidigers. Den fälligen Strafstoß verwandelte Licht sehr sicher, so dass Fubel nicht weiter gemobbt wurde für seine Streicheleinheit mit dem Ball. Krauspe legte bald nach. Ein Pass in die Tiefe wurde direkt weitergeleitet und plötzlich war der Ball wieder Lobstädts Freund. T. Flack und Grabner taten es ihren Vorgängern gleich und mit vier Toren war das Endergebnis sicher gestellt. Heimkehrer Eichelkraut war es leider nicht vergönnt ein Tor in seinem ehemaligen Heimatort zu erzielen obwohl alles perfekt geplant war. Grabner schoss aus Nahdistanz an die Latte wie ausgemacht und Eichi schob die Pille … leider nur an das Bein vom Hüter. Es blieb also weiterhin eine Kunst mit dem Prachtexemplar umzugehen und es war nicht jedem vergönnt diese zu erlernen.

Lobstädt mit Gollmer, Dietel, Forberg, Melzer, Winkler, Krauspe, Grabner, Fubel, Licht, Hinz, M. Flack, T. Flack, Eichelkraut, Grübel

Tore: Licht, Krauspe, T. Flack, Grabner

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