Dummy

19_AH_2018_TSV Lobstädt  – FC Grimma 1:3 (1:0)

Fast alle aus dem aktuell zur Verfügung stehenden Altherrenkader machten für Freitag zum Heimspiel gegen Grimma den Daumen bereits unter der Woche in der Whats Ap Gruppe hoch. Das roch nach Rotation und hätte beinahe zum Mannschaftsfoto gereicht. Letzteres kam nicht zustande aber rotiert wurde mächtig. Die ausgeruhten Spieler standen in der Anfangsformation und ersetzten logischerweise die welche in der Vorwoche durchspielen mussten. Mit Bestbesetzung schickten die Verantwortlichen ihre Anfangsformation gegen den FC Grimma ins Rennen. So wie es sich für eine Spitzenmannschaft gehört. Den Kredit den die Startelf hatte konnte sie im spielerischen Bereich mühelos zurückzahlen. Es war von Beginn an ein sehr laufintensives und technisch gut anzusehendes Altherrenspiel. Agierend fungierte im ersten Abschnitt eindeutig der Gastgeber und verdammte Grimma ausschließlich zur Reaktion. Der Ballbesitz und die Anzahl der Tormöglichkeiten sprachen für sich. Lobstädt war klar die bessere Mannschaft. Folgerichtig ging die Heimelf durch einen Kopfballtreffer von Forberg in Front. Der ist zwar auch nicht unbedingt dafür bekannt, dass er immer die Augen aufhält wenn so ein weit geschlagenes Flankengeschoss sich seinem Kopf nähert aber in diesem Fall machte es wahrscheinlich oder er knöpfte sprichwörtlich blind (steht in diesem Fall für selbstverständlich) zur 1:0 Führung nach etwa einem Drittel des ersten Abschnitts. Alles lief am Schnürchen. So schien es zumindest. Die Gegenwehr von Grimma ließ lange auf sich warten bzw. zeigte sich vornehmlich in Defensivaktionen. Lobstädt hatte eine Fülle von 1000 prozentigen Chancen wie das selten der Fall in einer Partie ist. Hinterher in der Kabine ging es eine gewisse Zeit um das Thema Blindenfußball. Ob aber akustische Signale wie Pfostenklopfer oder Ballklingeln die Lösungen auf dem nicht ideal ausgeleuchteten, staubwolkenverhüllten Platz gewesen wären um das Tor aus nächster Nähe zu treffen bleibt dahingestellt. Fakt ist, dass sich der TSV Lobstädt im zweiten Abschnitt die Butter komplett vom Brot nehmen ließ. Die Heimmannschaft hatte zwar nach wie vor sehr gute Gelegenheiten lieferte sich aber durch das Auslassen derer an das Messer einer wahrscheinlich unterschätzten Gegnerschaft aus Grimma die ihre Chancen einfach und unspektakulär reinmachte. Das Endergebnis lautete 1:3 nach Pausenführung.

Tor: Forberg

17_AH_2018_Eulaer SV -TSV Lobstädt  0:2 Tore: T. Flack (2) / 18_AH_2018_TSV Lobstädt  – ZFC Meuselwitz 2:1 (1:0)

Erstmals von Beginn an unter Flutlicht empfingen die Alten Herren des TSV Lobstädt am Freitagabend die Kicker des ZFC Meuselwitz auf eigenem Gelände. Während die Gäste mit ausreichend vielen Akteuren anreisten waren die Hausherren äußerst knapp bestückt. Gerade einmal elf Spieler standen zu Verfügung. Davon musste einer noch beim Chef betteln um später auf Nachtschicht kommen zu dürfen. Dass Leikauff dem gesamten Match beiwohnen konnte lag an der um zehn Minuten nach vorn verlegten Anstoßzeit und einer minimierten Halbzeitpause die sich auf einen Schluck Selterszufuhr und den Seitenwechsel beschränkte. Gewechselt wurde eh nicht also konnte man Zeit gutmachen. Erstmals in dieser Saison agierte Kuhn als Referee. Er war stets bemüht es beiden Vertretungen Recht zu machen und hatte dabei keine Disziplinschwierigkeiten. Wenn er einmal nicht weiter wusste halfen ihm beide Parteien und sagten ihm freundlich aber bestimmt was zu tun war. So entschied der Meuselwitzer  Libero nach dem er Hinz beim vermeindlichen 2:0 der Gäste im Abseits wähnte auf Abstoß und keiner hatte etwas dagegen. Für Holland wurde einen Tag später bei einer absolut identischen Situation auf Tor entschieden. Nach einem Lobstädter Foul im eigenen Strafraum als es Elfer für die Gäste hätte geben müssen verlegte der Schiedsrichter das Foul von etwa 5 Meter innerhalb nach draußen vor den Sechzehner was ihm auch keiner übel nahm. Zu viele Striche wegen einer Kleinfeldabkreidung. Das sah sogar Meuselwitz ein. Kuhn musste ja durcheinander kommen als er sich wie bei der Linienhasche immer weiter vom Tatort entfernte. Das Spiel selbst war ebenfalls recht ordentlich anzuschauen. Lobstädt stand sehr diszipliniert und ließ kaum etwas zu. Neulibero Müller ersetzte Dietel auf der Position und leitete und lenkte sehr souverän. Seine Vorderleute hörten auf ihn und Meuselwitz hatte es schwer eigene Möglichkeiten zu erspielen. Er selbst leitete den ersten Treffer mit einem hohen Ball in die Spitze ein den T. Flack zum 1:0 verwertete. Die einzigen Vorwürfe die dem TSV an diesem Abend zu machen waren sind die der schlechte Chancenverwertung im ersten Abschnitt und das Aufdrängen lassen des Gästespiels im zweiten Durchgang. Bis zum 2:0 dauerte es ewig. T. Flack musste im Strafraum erst regelwidrig zu Boden gebracht werden bevor Jeschky den Hüter des ZFC verladen konnte. Einige setzten seinen „Kullerball“ als er den Hüter verlud gleich mit den „Gurkeneingaben“ von Ecken und Flankenläufen was man so nicht im Raum stehen lassen sollte. Der Elfer war sicher verwandelt. Ganz chancenlos war Meuselwitz nicht. Vor allem in der Spielanlage konnte man einen Plan vom Fußball erkennen. Immer wieder bediente der Gegner den gedeckten Mann und erzielte Gefahr wenn auch nicht viele Chancen. Eine der wenigen nutze er zum Anschlusstreffer nach Ballverlust des TSV im Vorwärtsgang als sich die Fehlerkette bis zum Schlussglied fortsetzte. Das tat aber der Leistung der gesamten Mannschaft keinen Abbruch. Lobstädt gewann gegen Meuselwitz verdient in einem fairen, gut geleiteten und ordentlichen Altherrenspiel.

Tore: T. Flack, Jeschky

12_AH_2018_ Einheit Frohburg – TSV Lobstädt 2:2 (0:2)

Ein 2:2 nach der Sommerpause gegen die stark eingeschätzten Frohburger hätte der TSV im Vorfeld sicher unkommentiert unterschrieben und so stehen gelassen. Nach dem Spiel fühlte sich das Remis wie eine Niederlage an. Schuld daran waren die Gäste selber, die den berühmten Sack trotz mehrerer Gelegenheiten zum Zumachen fahrlässig offen ließen und zusätzlich Einladungen zum Tore schießen verteilten. Der TSV begann gefällig. Nach hinten fehlte zwar anfänglich die Grundordnung aber als man sich gegenseitig die zu spielenden Positionen erklärte und letztendlich einigte, sich bei Ballbesitz des Gegners bis zur Mittellinie zurückzuziehen sah das ganze für das erste Spiel nach der langen Pause recht ordentlich aus. Man muss zusätzlich bedenken, dass der Gastgeber schon mehrere Wochen in der Praxis steht und auch über einen großen Kader mit sehr ordentlichen Einzelspielern verfügt. Dafür war alles im grünen Bereich. Auch das Erarbeiten von Chancen klappte. Frühzeitig ging der TSV Lobstädt in Führung. Mit der Unbeholfenheit eines Feldspielers im Tor agierte der Frohburger Schlussmann äußerst unglücklich und aus dem Strafraumgewühle erledigte T. Flack das 0:1 mit einem Drehschusshoppelball ins lange Eck. Der war letztendlich trotz des geringen Tempos wiederum schwer zu halten. Der Fehler passierte vorher bei eine schlecht abgewehrten Eingabe. Die Gelegenheiten zum Ausbau der Führung waren auch in der Folgezeit vorhanden. Mal war es beim Abschluss knapp Abseits und mal traf der Abschließende die falschen Entscheidungen. Mal wurde abgespielt obwohl die Abschlussposition hervorragend war und mal war es genau anders herum. Krauspe war es dann vergönnt nach Vorlage von M. Flack auf 0:2 zu erhöhen. Im Strafraum zog er nach innen und schloss gewohnt überlegt ab. Nach dem Wechsel waren ein paar Unvorsichtigkeiten im Lobstäder Spiel zu erkennen. Lange bestand auch keine wirkliche Gefahr für das Gästetor. Als aber Hinz dann nach einem Angriff über links und einer Klasseflanke per Kopf am Querbalken scheiterte kassierte man fast im Gegenzug den Anschlusstreffer. Ebenfalls über links wurde der Frohburger Angriff viel zu spät verteidigt, so dass die Idee mit der Einladung nicht von der Hand zu weisen ist. Der Sorglosigkeit konnte das allerdings nichts anhaben aber gleichzeitig wollte der TSV das dritte Tor. Nachdem Hinz Krauspe im Strafraum bediente scheiterte der freistehend vor dem Hüter. Das dritte Tor war also durchaus drin. Stattdessen spielte man dem Gegner beim eigenen Aufbauspiel in die Karten und konnte die Fehlerkette bis zum Frohburger Ausgleich nicht mehr korrigieren. Am Ende hätte alles passieren können. Sieg und Niederlage lagen ganz eng nebeneinander. Das Resultat hatte jedoch bis zum Abpfiff Bestand. Im Nachgang wurden die Ursachen im fehlenden Zielwasser ausgemacht und immer wieder Vorschläge über die Gruppe verbreitet. Fotos mit Kombinationen aus Radeberger bzw. Urkrostitzer mit diversen höherprozentigen Begleitgetränken kursierten als Fotos im Netz. Aber es gab auch einen Vorschlag einer ganz anderen Art.

Tore: T. Flack, Krauspe

11_AH_2018_ TSV Windischleuba – TSV Lobstädt 1:7 (1:1)

Für das letzte Spiel vor der Sommerpause reiste der TSV Lobstädt in das thüringische Windischleuba. Hochsommerliche Temperaturen und ein knüppelharter Platz luden förmlich ein zum Kick am Rande der Skatstadt Altenburg. Wer nicht dabei war schonte seinen Rücken und den Kreislauf ungemein. Oder lief sich nicht die Füße wund wie manch einer der gerade die Flip Flops nach dem Türkeiurlaub gegen die Fußballschuhe getauscht hatte. Gut, dass es durch die Auflösung aller Fragezeichen und der unerwarteten Teilnahme einiger Lobstädter genug Wechselmöglichkeiten gab. So konnte auch der älteste Spieler vor der brütenden Hitze geschützt werden und dennoch zweimal gewechselt werden. Ganz im Schatten stand Mosolygo dann doch nicht. Er leitete das Spiel als Schiedsrichter. Platz und Wetter ließen am Anfang nichts Berauschendes zu. Der Ball hoppelte mehr als das er rollte. Die Pässe kamen nicht immer genau und die Spieler nicht immer entgegen. Trotzdem war eine Lobstädter Überlegenheit schon frühzeitig zu erkennen. Der TSV agierte bis zum Strafraum gut ließ aber in der Box das Feintuning vermissen. Chancen waren zwar vorhanden aber erst nach einer viertel Stunde traf Krauspe zur Gästeführung. Die versäumten einige Lobstädter in der Folgezeit auszubauen. So wurde man nach einem Abwehrfehler nach etwa 30 Minuten bestraft und kassierte den Ausgleich. Nach dem Wechsel erhöhte der TSV die Schlagzahl und bohrte die Windischleubaer Abwehr permanent an. Nach wenigen Minuten wurden die Thüringer mit einer Toreflut überrollt. T. Flack nutzte einen erzwungenen Fehler eiskalt aus was bei den Temperaturen ein Wiederspruch zu sein schien. Dann wurde Brand von Leikauff wunderbar in Szene gesetzt und erzielte das 3:1. Auch die Defensivabteilung durfte ran. Forberg machte das 4:1. M. Flack und T. Flack erzielten die nächsten beiden Treffer bevor Hinz den Sack endgültig zumachte. Am Ende stand es 1:7 für die Sachsen die sich hinterher mit Uri und Hasseröder Premium Pils runter kühlten. Zwei Kästen wurden verbraucht ehe sie die Heimreise einigermaßen temperiert antreten konnten. Ein Wunder dass keiner umfiel (wegen der Hitze nicht wegen des Bieres) und alle gesund in die wohl verdiente Sommerpause hineinschwitzten. Bleibt zu wünschen, dass man über die Zeit das Fußballspielen nicht verlernt. Das Trainingsangebot steht jeden Freitag. Ob es dazu kommt wird die Anwesenheit zeigen und nicht die gehobenen Daumen oder Ankündigungen mit Fragezeichen.

Tore: Krauspe, T. Flack (2), M. Flack, Brandt, Forberg, Hinz

10_AH_2018_ Eric-Eiselt-Cup in Rötha

Als Titelverteidiger mit dem Wanderpokal im Gepäck reiste der TSV Lobstädt zum Eiselt-Cup nach Rötha. Ohne ihn ging es am Ende des Kleinfeldturniers mit sieben Mannschaften wieder zurück denn zum Trophäenklau kam es an diesem Freitag nicht. Sportlich wäre die Mitnahme zweifellos möglich gewesen. Am Ende war es aber eine kleine Rhythmusstörung die den Ausschlag gab nicht zu gewinnen. Wahrscheinlich hatte die Knappheit des Turnierausgangs den Kleptomanen buchstäblich die Hände gebunden denn die „Bunte Raupe“ als Turniersieger machte rein vom Namen her nicht den Eindruck, humorlos wie Borna vor vierzehn Tagen zu sein, als man den Pot stahl um ihn mit einer witzig gemeinten Aktion zwei Tage später dem rechtmäßigen Gewinner wiederzugeben. Kommen wir nun zum Teilnehmerfeld. Bereits erwähnt wurde Bunte Raupe. Rötha als Gastgeber stellte zwei Mannschaften. Die Alten Herren und Vaties F.. Angeführt von einem Röthaer stellte die nicht mehr ortsansässige Sparkasse eine Vertretung. Mölbis und Schkeuditz komplettierten das Teilnehmerfeld. Die Lobstädter Alten Herren begannen mit einem klassischen Steigerungslauf. 1:0, 2:0, 3:0. Mölbis, Schkeuditz und Rötha AH hatten das Nachsehen. Im vierten Spiel hatte der Tickerschreiber Markranstädt als Gegner von Lobstädt ausgemacht. Es war aber die Spargemeinschaft und dem entsprechend sparsam ging es mit 0:0 zu Ende. Alles noch selbst in der Hand folgte das „Finale“ gegen die bis dahin ebenfalls ungeschlagenen „Raupen“. Die Regenpause war dabei zwar lustig aber keinesfalls förderlich. 0:2 ging es aus Lobstädter Sicht aus. Die bunten Raupen waren einfach etwas gefräßiger nachdem die Spieler des TSV vorerst nur ihren Durst gestillt hatten als der Regenbogen aufzog. So viel Romantik ist man halt in der ehemaligen Braunkohleregion nicht mehr gewöhnt um nahtlos an das Tagesgeschäft anzuknüpfen. Das letzte Spiel gegen die Rötha Vaties F gewann der TSV mit 2:0 und sicherte sich Platz 2 im diesjährigen Eiselt-Cup. Danach folgte der obligatorische Gang in das Rosental. Ohne Pokal aber mit ganz viel guter Laune im Gepäck. Die hielt sogar der Schafskälte stand. Bis tief in die Nacht.

09_AH_2018_ Alemannia Geithain – TSV Lobstädt 2:5 (0:2)

Ursprünglich war es als Auftakt in die Spielzeit des Jahres gedacht. Zum damaligen Zeitpunkt herrschte aber noch tiefster Winter bzw. brach er noch einmal herein und dichtes Schneetreiben verhinderte den Klassiker Alemannia Geithain gegen den TSV Lobstädt. Um so besser waren die Verhältnisse am Freitag als die Begegnung unter besten Voraussetzungen nachgeholt werden konnte. Der Frühsommer und der Auftakt zum Vereinsfest der Alemannen machten es möglich, dass die Party auf dem Hauptplatz und nicht auf dem nicht von allen geliebten Kunstrasen stattfand. Auch eine erneute Absage wegen „Leutemangel“ stand nicht zur Debatte. Alemannia Geithain hatte gut aufgefahren und ihren Kader mit jüngeren Spielern aufgehübscht. Es war also angerichtet. Lobstädt war von Beginn an um Struktur bemüht. Was das Passspiel anbetraf gelang das allerdings vorerst nicht. Einfache Abspielfehler sorgten für schnelle Gegenzüge bei denen die Abwehr unter Druck geriet. Libero Dietel bekam mit seinen Vorderleuten trotzdem immer alles geregelt und Großchancen waren für den Gastgeber somit Mangelware. Der TSV indes setzte sich immer mal über außen durch. Bei ein zwei durchaus guten Gelegenheiten fehlte nicht viel. Als Eichelkraut im Spiel war wurde es mit der Struktur besser. Der Druck auf die Geithainer Abwehr konnte dadurch erhöht werden. Als die ersten Aussagen: „Was ist denn heut mit Stifti los.“ ertönten, machte T. Flack den gefühlten dreißigsten Fehlpass, bekam den Ball vom Gegner zurück, spielte Doppelpass mit Krauspe und traf zur Führung. Bereits beim nächsten Vorstoß setzte er sich links im Laufduell durch und machte eine Eingabe die M. Flack zentral verwerten konnte. Das 2:0 zur Pause war etwas überraschend aber nicht unverdient. Nach dem Wechsel spielte der Gastgeber seine läuferische Überlegenheit besser aus. Der TSV geriet unter Druck weil sich die Passgenauigkeit nicht wesentlich verbesserte und der Gegner in der Lage war das läuferisch auszunutzen. Stück für Stück holte Geithain auf. Erst war es ein Strafstoß der zum Anschlusstreffer führte und beim Ausgleich stimmte die Zuordnung nach einem Freistoß nicht. Statt vor den beiden Treffern nach mindestens einer dicken Gelegenheit uneinholbar davonzuziehen sah man sich nun eingeholt und in akuter Gefahr das Spiel zu verlieren. Das verhinderte T. Flack der von M. Flack bedient wurde und im Duell mit dem Hüter die Oberhand behielt. Der Schock bei den Alemannen war spürbar. Diese Situation nutzte J. Pfau gnadenlos aus und markierte das 2:4 in abgezockter Manier. Ebenso eiskalt schlug Kuhn wenig später zu und erzielte sogar noch den fünften Lobstädter Treffer. Ein Ergebnis mit dem keiner so recht gerechnet hatte aber was sich Lobstädt redlich verdiente. Nicht weil man einen Man oder mehrere Men oft he Match in seinen Reihen hatte sondern weil man letztendlich doch als Mannschaft funktionierte und im entscheidenden Moment den Pass zum besser postierten Mitspieler brachte. Die Hauptperson in dieser Begegnung war eh eine andere. Geithains zwölfjährigen Schiedsrichter ist höchster Respekt zu zollen. Wie auch immer er dazu kam. Das muss man erst einmal machen. Ein Spiel für 22 Akteure zu pfeifen die alles erlebt haben und alles besser wissen. Die einsichtigen sagen, dass sie den Referee in Ruhe lassen und ihm dann das Leben schwer machen wo immer sie es können. Hochachtung.

Tore: T. Flack (2), M. Flack, J. Pfau, Kuhn alle (1)

08_AH_2018_ Kleinfeldturnier FSV Kitzscher

Beim Kleinfeldturnier in Kitzscher waren neben dem TSV der gastgebende FSV Kitzscher, der BSV Borna, der FSV Lucka, der HFC Colditz und TuS Iggi Hainichen am Start. Allen ging es darum den Wanderpokal des FSV mit sportlichen Mitteln zu holen. Trotz gnadenlos herunterprasselnder Sonne und knüppelharten Untergrund bei dem sich so manch einer nicht im Klaren war welches Schuhwerk er tragen sollte gingen die sechs Mannschaften im Modus jeder gegen jeden an den Start. Zwei Altherrenvertretungen sagten im Vorfeld ab, so dass das ursprünglich geplante Achterturnier nicht in dieser Form stattfinden konnte. Lobstädt sah sich nach Bekanntgabe des Turnierplanes und der Betrachtung der Gegnerschaft bereits sehr weit vorn. Vor dem letzten Spiel gegen Borna wäre nach eigenen Aussagen der Vorsprung schon so hoch, dass das Prestigeduell nicht der entscheidende Faktor wäre in Bezug auf den Titelgewinn. Fast hätte sich anfreunden können mit dieser Meinung denn die ersten beiden Spiele waren zwar knapp aber wurden jeweils mit 1:0 gewonnen. Die Gegner waren TuS Iggi und der HFC Colditz. Bereits da war jedoch zu erkennen, dass die Laufbereitschaft nicht durchgängig intakt war und dass die Chancenverwertung zum Himmel schrie. Alles sprach für die These den Cup zu gewinnen weil man eben Minimalergebnisse mit Minimalaufwand erzielte. Das änderte sich jedoch abrupt. Gegen den FSV Lucka wurden bereits die besten Möglichkeiten sträflich liegen gelassen und man kassierte zwei Gegentreffer. Kitzscher gewann 1:0 gegen den TSV. Der Grund war der gleiche. Turniersieg futsch und plötzlich hatte man das Prestigeduell mit Pflichtsiegbedingung wenn man wenigstens noch Platz zwei erreichen wollte. Das konnte nur schief gehen und ging es dann auch. In diesem Duell war Lobstädt allerdings von den Spielanteilen betrachtet und der Anzahl der Chancen unterlegen. Borna sicherte sich mit dem 1:0 den Pokalsieg aber nicht den Pott. Der ging wie der Name schon sagt auf Wanderschaft. Nach Borna wo er nach Turnierende hingehörte aber erst einmal mit Zwischenstopp in Lobstädt. Völlig verdutzt war der samstägliche Lobstädter Taschenöffner als er das Bild des vom Handtuch umschlungenen Wanderpokals vor seinen Augen hatte. Wie kann das denn passiert sein? Ja. Der Auftrag war schon so, dass der Pokal geholt werden sollte. Stimmt. Auf sportlichem Weg ging das an diesem Abend nicht. Da wird doch nicht einer das Fairplay außer Kraft gesetzt haben? Aber nein. Das machen Lobstädter Spieler nicht. Das haben die nur selten schonmal gemacht. Die holen sich die Pokale die sie wollen. Wahrscheinlich ist das nur ein Irrtum. Beide Mannschaften teilten sich eine Kabine. Siegestrunken hat sicherlich ein Bornaer die Tasche mit einem Lobstädter verwechselt. Anders kann es ja nicht sein. Lobstädt hätten den Pokal zwar gerne gehabt aber schmückt sich nun wirklich nicht mit fremden Federn. Höchstens zum Spaß. Borna ist der verdiente Pokalsieger des Kitzscheraner Turniers und wird die Trophäe auch erhalten. Vorerst hält aber der TSV Lobstädt die Siegerschüssel in den Händen. Passt zu diesem Ereignis eigentlich noch der Begriff „Willensleistung“. Lassen wir es mal im Raum stehen. So wie es die Lobstädter Kicker am Freitag oftmals taten.

02_AH_2018_SV Naunhof – TSV Lobstädt 0:1 (2:2)

Clade (Klade) ist ein Begriff aus der Biologie und bedeutet geschlossene Abstammungsgemeinschaft. Es handelt sich um eine systematische Einheit, die den letzten gemeinsamen Vorfahren und alle seine Nachfahren enthält. Also dürfte in Naunhof mit Clade der Wald gemeint sein an dem sich der Sportplatz befindet den der TSV Lobstädt beim wöchentlichen Altherrenkick dieses Mal bereiste. Die Wiese selber hat mit einer Clade wenig zu tun. Zumindest nicht die auf der man sich mit dem SV Naunhof auseinander setzen musste. Es handelte sich dabei nämlich um einen Kunstrasen. Bei dem ist bekanntlich jeder Halm gleich und wenn man überhaupt einen Vorfahren benennen kann dann müsste er Erdöl heißen. Unglücklicherweise hatte der Fangkorb ein Leck und das liegen gebliebene Gras machte es unmöglich auf dem Rasenplatz zu kicken. Schade. Aber dafür hatten beide Vertretungen keinerlei Aufstellungssorgen. Sportgruppe Altmann machte kein Fußballtennis und dadurch waren beide Reservebänke ausreichend gefüllt. Ein Wunder, dass die Trikots reichten und keiner nackt auflaufen musste. Fußballerisch standen von Beginn an zwei Mannschaften auf dem Platz die sich weitgehend neutralisierten. Naunhof hatte etwas mehr vom Spiel und verdammte den TSV zu viel Defensivarbeit. Das machte der Gast allerdings hervorragend. Mit Krause im Tor der nach monatelanger Abwesenheit nichts verlernt hatte und Libero Dietels Abwehr die mit Forberg, Bischoff und Winkler hervorragend funktionierte ließ man hinten wenig zu obwohl der Druck schon ziemlich groß war. Nach vorn gelang dem TSV im ersten Abschnitt nicht so viel aber immerhin der Führungstreffer. Richter setzte sich in einer Einzelaktion gegen Wuttke durch und bastelte die Kugel ins äußerste Eck. Nach der Pause agierte Lobstädt etwas offensiver. Viele Chancen sprangen zwar immer noch nicht heraus aber zumindest erzielte man im Vergleich zu den gegnerischen Aktionen Gleichwertigkeit. Zwischenzeitlich kassierte man dann etwas unnötig den Ausgleich aber Flack stellte wiederholt durch eine Einzelaktion den alten Abstand her. Am Ende konnte Lobstädt einen energisch vorgetragenen Angriff der Hausherren nicht verteidigen und Naunhof kam verdient zum Ausgleich mit dem auch der TSV gut leben kann. Beide Vertretungen überzeugten nicht nur durch die Quantität des Kaders sondern auch durch Qualität auf dem Platz. Vor allem im Mittelfeld und in der Abwehr überzeugten die Akteure. Im Angriff hatten es beide Vertretungen schwer sich durchzusetzen. Für den Zuschauer gab es wenig spektakuläre Szenen zu sehen. Dafür kam er in Sachen Einsatz, Technik und Taktik voll auf seine Kosten. Dieses Spiel hatte zuweilen Wettkampfcharakter.

Tore: Richter, M. Flack

01_AH_2018_SV Grimma – TSV Lobstädt 0:4 (0:1)

Nach gefühlten sechshundertsiebenunddreißig Tagen, 12 Stunden, sechsundvierzig Minuten und ein paar Sekunden ging es endlich wieder los mit der Altherrentournee 2018 für den TSV Lobstädt. Gefühlt und nach drei Spielausfällen wohl gemerkt. Eine schier unerträgliche Situation baute sich mittlerweile auf. Alle wollten sie raus um zu zeigen wie sie sich im Winter in dem nichts ging vorbereitet hatten. Training war ja nie möglich. Mal zu nass. Mal zu glatt. Mal ein Hallenturnier am Tag nach dem Training. Mal zu dunkel oder so etwas in der Art war immer. Manche trafen sich seit der Weihnachtsfeier erstmals wieder und wunderten sich über Gewichtsverluste des Einen und Zunahmen des Anderen. Über den Fitnesszustand sagte das nichts aus und der ML stellte erst einmal nach gut Dünken auf. Richter und Bischoff blieben draußen weil beide noch nicht auf dem gewünschten Stand waren. Der eine wollte noch ein paar Gramm weniger und der andere musste noch an der Kondi feilen. So liefen sie sich vorbildlich für alle anderen Runde um Runde ein. Der Weilen kämpften die anderen und spielten natürlich auch gegen keinen geringeren als den SV Grimma AH. Es lief im ersten Spiel noch nicht alles rund aber doch schon erstaunlich gut. Zumindest hatte man den Gegner weitgehend unter Kontrolle. Es wurden wenige Chancen für Grimma zugelassen und wenn dann hatte Geißler im Tor die Augen auf und vereitelte sie. Dabei bevorzugte ein zweimal die Fußabwehr und schonte somit die nagelneuen Torwarthandschuhe. Am Ende stand für ihn die Null zu Buche. Seine Vorderleute indes trugen viele Angriffe vor und erarbeiteten sich auch einige Möglichkeiten. Anfänglich hatten sie jedoch Ladehemmungen. Das änderte sich nach einer angeschnittenen Ecke von Fubel. Der Hüter schätzte das Flugobjekt falsch ein und die Kugel landete direkt vor dem einschubbereiten Hinz der sich diese Gelegenheit zur Führung nicht nehmen ließ. In der Pause wurde gewechselt. Aber nicht nur in den Mannschaften sondern auch an der Pfeife. Tobias Voigt übernahm das Ruder von seinem Grimmaer Vorgänger weil der auch mitspielen wollte. Dass er das Spiel gut weiterleitete merkte man daran, dass er trotz seiner 2 Meter Größe sehr unauffällig schiedsrichterte. Im Zweiten Abschnitt spielte der Gast mit Richter und Bischoff seine Überlegenheit noch mehr aus. Schnell erhöhte man auf 2:0. Der große bediente den kleinen Flack mit einer herrlichen Flanke. Stifti köpfte das Leder im Anschluss lehrbuchmäßig ein. Tor drei entstand durch einen Pass aus der eigenen Hälfte in den Lauf von M. Flack. Der legte mustergültig für Krauspe auf der gewollt oder nicht nach allen Fußballweisheiten handelte und den Ball gegen die Laufrichtung des Hüters in die Ecke streichelte. Ganz anders machte es Licht beim 0:4. Er setzte sich energisch durch und zimmerte das Ding in die äußerste Ecke. Ein verdienter Sieg und ein gelungener Auftakt in die neue Saison waren die Reise nach Grimma wert. Einen Selbstläufer für den Rest der Saison zu erwarten wäre wohl vermessen. Mit Flößberg am nächsten Freitag wartet der nächste Gegner auf dem eigenen Sportgelände und wird keine Geschenke verteilen.

Tore: Hinz, T. Flack, Krauspe, Licht

Bester Turniervize aller Zeiten

Erstmals dabei, hinteließ der TSV Lobstädt in Naunhof beim Altherrenturnier schon einmal einen Endruck der sich gewaschen hatte. Nach dem besten vierten Platz aller Zeiten gab es diesmal den besten zweiten Platz aller Zeiten. Keine Niederlage. Ein Remis und sonst alles gewonnen. Dabei waren im Teilnehmerfeld keine Pfiffis. Tresenwald, Hohnstädt, Großsteinberg. Alle nicht ganz blind. Dazu ein Montagsclub der Stadt bei dem u.a ein Holm Beier aufdribbelte und ein erstes Kollektiv, dass in der Hallenserie ungeschlagen war. Das blieb zwar auch so aber einen zweiten mit der gleichen Punkteausbeute gab es in den Turnieren des Winters für den Gastgeber noch nicht. Lobstädt verspielte den Turniergewinn mit einem Sieg weil dieser gegen Tresenwald zu knapp ausfiel. Am ende nahmen die beiden Naunhofer Vertretungen den TSV als zweiten in die Mitte. Großsteinberg, Hohnstedt und Tresenwald platzierten sich dahinter.

Lobstädt – Hohnstädt 4:1
Lobstädt begann hoch konzentriert und mit einem großen Drang auf Ballbesitz. Durch die Personalie Krauspe im Tor gelang das Konzept mit dem zusätzlichen Feldspieler frühzeitig. Die schnelle Führung gelang Flack. Danach genügte Hohnstädt eine kleine Unachtsamkeit um zu zeigen welche Qualität der Lobstädter Gegner hatte. Flanke und Kopfballtor. Eichelkraut rückte das Ergebnis aber zeitnah wieder gerade. Das war die Basis zum Sieg. Die Führung baute Jeschky aus und Krauspe erzielte den Endstand.

Lobstädt – Großsteinberg 6:2
Das Spiel begann gefühlt mit 1:1. Licht erzielte die Führung und nach dem Ausgleich hatte der Sekundenzeiger noch keine ganze Runde gedreht. Der TSV hatte aber alles unter Kontrolle. Durch Flack, Krauspe, Eichelkraut und Licht zog man schnell davon. Dem 5:2 folgte ein weiterer Großsteinberger Treffer ehe Jeschky den Sack zumachte.

Lobstädt – Naunhof 0:0
Beide Teams machten ein großes Spiel. Bis auf die Tore war alles dabei was das Herz begehrt. Der TSV ließ hinten nichts zu. Alle Akteure gingen an ihre kämpferischen Grenzen.

Lobstädt – Tresenwald 4:3
Schwerer als gedacht ging es gegen Tresenwald. Trotz 2:0 Führung erzielt von Licht und Krauspe ließ machte der TSV den Gegner stark. In der Folge fehlte die Zielstrebigkeit beim Abschluss. Scheinbar fehlte auch etwas die Kraft hervorgerufen durch wenige Wechsel. Der Anschluss war die Quittung. Das 3:1 brachte genau so wenig Sicherheit wie das spätere 4:2. Die beiden Tore erzielte Jeschky. Immer wieder kam Tresenwald bis auf ein Tor heran.

Lobstädt – Montagsclub Naunhof 2:1
Anders als in den anderen Begegnungen musste der TSV einem Rückstand hinterher laufen. Der MC ging in Führung. Krauspe musste sich den Treffer ankreiden aber machte seinen Fehler bald wieder durch eine Glanzparade gut. Flack glich aus und Jeschky konnte sogar noch den Siegtreffer erzielen gegen einen starken Gegner. Silber war damit bereits save.

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