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Willy Roßbach lebt nicht mehr

Der TSV Lobstädt 1863 e. V. trauert um Willy Roßbach. Im Alter von 83 Jahren verstarb das bis dato langjährigste Mitglied des Vereins nach schwerer Krankheit. Keiner hat den TSV stärker geprägt als dieser Mann. Seine Verdienste im Einzelnen aufzuzählen würde den Rahmen sprengen und aus seiner Sicht keinen Sinn ergeben. Er war ein Macher. Keiner der Lob einheimsen wollte und sich in den Vordergrund stellte. Ein Sturkopf, der nicht immer einfach zu handeln war. Sein Durchsetzungsvermögen bescherte dem Verein viel Gutes. Natürlich war er es nicht alleine der den Sportplatz an der Glück Auf Straße baute oder das Sportlerheim. Er war aber überall dabei und es waren immer auch Alleingänge die einzelne Projekte zum Erfolg führten. Er war von Beginn an dabei als Lobstädt noch „Aktivist Großzössen“ hieß und gestaltete die Wende zum TSV aktiv mit. Dabei erlebte er alle Höhen und Tiefen und prägte Generationen. Auch wenn er manchmal als mürrisch und uneinsichtig rüber kam. Sobald es um die Sache ging, ließ er sich manchmal überzeugen. Seinen eigenen Kopf hat er dabei immer behalten und sein Gesicht verlor er nie. Geholfen hat er zu jeder Zeit und seine Präsenz war allgegenwärtig. Keiner hat mehr Stunden auf dem Sportgelände verbracht als Willy Roßbach. Jeder fragte nach ihm. Er wusste über alles Bescheid. Als Willy vor ein paar Wochen den Schlüssel von seinem Raum im Sportobjekt übergab sahen alle Anwesenden wie es um ihn stand. Einige besuchten ihn beim anschließenden Krankenhausaufenthalt. Manche konnten das nicht. Alle dachten und sprachen aber über ihn. So wie sie es jetzt nach seinem Ableben noch tun und sicherlich immer tun werden. Mit Willy Roßbach verlässt ein prägender Charakter die Gemeinschaft des TSV Lobstädt. Nicht nur die Fußballer und Kegler trauern um ihren Sportfreund sondern der ganze Verein. Einen Dank für das Geleistete würde Willy mit abgewendetem Gesicht, die Augen über die Brille gerichtet und einer abwinkenden Handbewegung mit links ablehnen. Wer ihn kannte weiß jedoch, dass dieser Dank in seinem Innersten angekommen wäre.

In stiller Anteilnahme TSV Lobstädt 1863 e. V.

11_AH_2019_TSV Lobstädt  – Röthaer SV 5:2 (3:1)

„Time to say goodbye“. Irgendwie schwang an diesem Abend die Henry Maske Melodie immer mit beim Heimspiel des TSV Lobstädt gegen den Röthaer SV. Nicht nur, dass sich die ganze Mannschaft in die Sommerpause verabschiedete. Es beendete auch Spieler Olaf Kuhn seine sportliche Laufbahn. Etwas überraschend in der Vorwoche angekündigt machte der „Gentleman“ gegen seinen Ex Verein den Röthaer SV sein letztes. In beiden Sportgemeinschaften ist Kuhn für sein faires Verhalten, Respekt vor dem Gegner, seine Hilfsbereitschaft, klare Worte und seinen unermüdlichen Einsatz bekannt. Der Gentleman (freundlicher/netter Mann) mit dem Boxerherz führte seine Farben gegen seine Ex-Farben als Teil der Anfangsformation in das Rennen und damit in seine persönliche letzte Partie. Die präsentierte sich für die Betrachter von Beginn an als „Lobstädt dominiert“.  Jedenfalls sprechen die beiden frühen Tore für sich. Das 1:0 erzielte Brandt und den zweiten Treffer Kuhn nach Elfmeter und verabschiedete sich auch noch als Torschütze. Ein Doppelschlag führte zum Pausenstand von 3:1. Erst machte Rötha den Anschlusstreffer aber postwendend küsste Krauspes Fuß den Ball zum „Goodbye“ und dieser landete freudetaumelnd im Tor. Für diesen Schützen übrigens war es auch ein Neuanfang. Es war sein erster Treffer nach dem vollendeten 50. Lebensjahr. Das 4:1 fiel nach der Pause. Brandt tunnelte dabei den Gegner und verabschiedete sich ebenfalls. Er machte Schluss mit den Einerpacks der Vergangenheit und traf mal wieder doppelt. Im Anschluss machte Rötha das zweite Tor. Das fiel sehr spät, hätte aber auf Grund der Spielweise schon eher fallen können. Überhaupt muss man sagen, dass der optische Unterschied zwischen beiden Vertretungen in diesem Altherren Fußballspiel nicht allzu deutlich zu Tage trat. Auch der Gast hatte gute Szenen und spielerisch Phasen in denen er den TSV forderte. Den letzten Treffer allerdings erzielte Liedtke für die eigenen Farben. Den Abschiedskick gab der Schütze dem Ball mit links was auch nicht so oft in der eigenen Torerzielungswelt des Spielers vorkam. Eine Augenweide war dabei die Schusshaltung die Lehrbuchcharakter hatte. Mit dem Abpfiff von Schiedsrichter Mosolygo der dieses Mal nur durch sein strahlend gelbes Oberteil im Vordergrund stand und alles andere weitgehend unter Kontrolle hatte sagten nicht sofort alle goodbye. Die Tafel wurde Stück für Stück erweitert. Aber irgendwann war dann Schluss wie es für diesen Text auch zutrifft. Es war „Time to say goodbye“. Nur gut, dass goodbye auf Wiedersehn heißt.

Tore: Brandt (2), Kuhn, Krauspe, Liedtke

3. Eiselt – Cup – Rötha

Der Einladung des Röthaer SV zum Eiselt – Cup folgte der TSV Lobstädt bereits zum 3. Mal. Nach dem Auftaktsieg im ersten Jahr und dem nicht ganz so erfolgreichen Abschneiden im letzten sollte es heuer wieder besser laufen. Es galt sich im Modus Team gegen Team durchzusetzen und sich mit den Vertretungen von Mölbis, Schkeuditz, dem Gastgeber aus Rötha so wie den Vertretungen von Bunte Raupe und der Sparkasse zu messen. Bereits der Auftakt gegen Schkeuditz gelang. Am Ende stand ein knappes aber verdientes 1:0 zu Buche was durch Winkler erzielt wurde. Danach Trafen T. Flack, Licht und Brandt gegen die Sparkassenvertretung und landeten einen deutlichen Sieg. Nicht ganz so leicht ging es erwartungsgemäß gegen den Gastgeber. Dort musste man sich torlos mit einem Punkt begnügen.  Dafür traf der TSV gegen Mölbis wieder. Viermal schlug doe Torfabrik zu. Dreimal T. Flack und einmal Grabner waren die Schützen beim 4:1. Im letzten Spiel gegen Bunte Raupe sollte dann ein 0:0 reichen welches mundgerecht produziert wurde. Torlos zum Turniersieg und keine Diskussion. Der Erfolg wurde von der Gegnerschaft neidlos anerkannt. Bis zur Siegesfeier dauerte hinterher nicht lange. Noch in Rötha wurde der Pott begossen. Mit Kesselgulasch, Bier und diversen anderen Flüssigkeiten. Wer hierbei denkt, dass Lobstädt den Titel beim EC fest einplant und die Feier schon vorher ansetzt liegt falsch. Gastgeber der Veranstaltung Olaf Kuhn nutzte die Gelegenheit des Auftritts seiner Mannschaftskameraden in seiner Heimatstadt um hinterher einer Tradition zur Folge einmal pro Jahr einzuladen weil er da wohnt. Der Kessel wäre auch bei einem Misserfolg geleert worden und die Laune hätte sich auch schnell wieder gebessert weil auch dann für das leibliche Wohl perfekt gesorgt gewesen wäre. Aber warum den Konjunktiv (Möglichkeitsform) verwenden. Den zweiten Eiselt Cup im dritten Anlauf gab es ja wirklich.

10_AH_2019_TSV Lobstädt  – TuS Pegau 3:1 (0:1)

08_AH_2019_ Teutonia Netzschkau – TSV Lobstädt  2:7
Tore: 2x T. Flack, 5x M. Flack

09_AH_2019_ HFC Colditz – TSV Lobstädt  1:2 (nach Spielabbruch Halbzeit)
Tor: T. Flack

Turnier in Frohburg: Platz 3

Sommernachtsfußball? Das gute Pferd, das nur so hoch springt wie es muss gegen die Gäste von der großen Reitbahn in Pegau? Die anstehende Hitze der nächsten Woche? Keiner weiß es. Das Spiel der Alten Herren gegen Pegau war nicht nur schlecht anzuschauen. Es fühlte sich scheinbar auch auf dem Feld so an. Lobstädt fand gegen neun Pegauer plus Rene Grübel und David Neuhaus aus den eigenen Reihen nicht in gewohnter Form statt. Respekt an dieser Stelle den beiden genannten Spielern und dem Gegner, dass sie die Herausforderung annahmen. Und mehr noch. Die Gäste belebten die Partie und bestimmten sie phasenweise. Dem TSV hingegen gelang nicht viel. Zu wenig Bewegung bei der Ballforderung ließ Sand ins Getriebe eindringen. Eichelkraut und Krauspe kamen zwar oft sehr tief entgegen fanden dann aber wiederum keine Anspielpunkte. Was immer mal gut klappte waren die langen Pässe von Eichelkraut auf Leihkauf über links. Aber auch wenn die Eingabe kam passierte beim Abschluss nichts Zählbares. Auf der Gegenseite war Pegau plötzlich erfolgreich. Ausgerechnet Tittelbach der aus früheren Zeiten jedem noch als „Knipser“ bekannt ist setzte sich anders als damals als er die Bälle in den Lauf bekam und mit Schnelligkeit unterwegs war im Alleingang durch und tanzte dabei die gesamte Abwehr aus. Der Abschluss erfolgte überlegt und für Gollmer im Tor war dabei nichts mehr zu machen. Der Halbzeitstand von 0:1 hatte lange Bestand und machte den zweiten Abschnitt nicht bunter. Beinahe aus dem Nichts heraus entschloss sich Müller für Lobstädt vom weiten rechten Halbfeld (also fast von der Auslinie) zu flanken und setzte die Eingabe zudem ziemlich hoch an, dass man Angst um die Urlaubsflieger haben musste aber für T. Flack in der Mitte war sie perfekt. Die Verteidiger waren paralysiert durch die Sonne und blieben wie ihr Hüter wie angewurzelt stehen. Flack ging schulmäßig zum Ball und traf per Kopf mit tollem Treffer zum schmeichelhaften Ausgleich den der Gastgeber aber weiterhin leichtfertig aufs Spiel setzte. Die beiden Flack Brüder sorgten dann für die Führung. Der kleine legte quer und Michael Flack schob freistehend ein. Pegau nutzte wenig später gute Chancen und selbst einen Elfer nicht zur Ergebniskorrektur. Als das 2:1 alle schon auf der Uhr hatten wurde M. Flack in letzter Sekunde gefoult, so dass selbst Schiedsrichter Mosolygo seinem Spezie den Pfiff nicht verwehren konnte. Wie für die eigene Familienplanung übernahm der frisch gebackene Ehemann Eichelkraut die Verantwortung und versenkte die Kugel vom Punkt. Am Ende war es ein glanzloses 3:1 für den TSV Lobstädt auf eigenem Platz. Die Freude über den Sieg war nicht überschwänglich.

Tore: T. Flack, M. Flack, Eichelkraut

Hallenturnier AH Regis Breitingen

Beim Regiser Altherrenturnier traten die Teams SV Regis Breitingen l, SV Regis Breitingen ll, SG Schwarz-Gelb Prößdorf, TSV Lobstädt, Fortuna Neukirchen, Blau Weiß Deutzen und Böhlen „Blaue Wolke“ gegeneinander an. Da Alemannia Geithain kurzfristig absagte spielte jede Mannschaft gegen jede. Die Matchzeit für die einzelnen Begegnungen wurde auf 12 Minuten festgelegt. Der Hüter durfte über die Mittellinie und konnte selbst Tore erzielen. Mit dem Stoffball gelang das allerdings keinem der Keeper. Lobstädt zählte neben Regis I zu den Favoriten. Nach dem gewonnenen eigenen Turnier an gleicher Stelle und dem harten Trainingslager in der Vorwoche war für die Fanabteilung das Interesse nicht sehr groß. Einzig und allein Lebby Brummer kam zum letzten TSV Spiel und erlebte das einzige Remis seiner Farben gegen starke Deutzener auf der anderen Seite. Der Favoritenrolle wurde Lobstädt dennoch gerecht denn die anderen Gegner wurden besiegt. Gegen Prößdorf und Neukirchen ging es zum Auftakt torreich und ohne Gegentreffer zu Ende. Regis I erwies sich als erwartet schwerer Brocken der sogar erst nach einem Rückstand aus dem Weg geräumt werden konnte. Regis II war dann wieder etwas leichter aber die „Blaue Wolke“ aus Böhlen und die Blau Weißen aus Deutzen waren eine echte Hausnummer. Knapp ging es aus gegen den Chemie Ableger obwohl das 2:1 hoch verdient war. Deutzen rang dem späteren Sieger eine Punkteteilung ab und sicherte sich Platz 2. Der dritte Platz ging an „The blue cloud“. Danach folgten beide Regiser Vertretungen und Prößdorf setzte sich im Duell der unterlegenen gegen die glücklosen Fortunen aus Neukirchen durch. Mit Sebastian Pelzer stellte der TSV den besten Torschützen (6).

 

Ergebnisse:
Regis l – Prößdorf 5:0
Lobstädt – Neukirchen 7:0 (Liedtke 2, Pelzer 2, Leikauff 2, Grabner)
Regis ll – Deutzen 1:4
„Blaue Wolke“ – Regis l 1:1
Prößdorf – Lobstädt 0:4 (Grabner 2, Licht, Dietel)
Neukirchen – Regis ll 1:1
Deutzen – „Blaue Wolke“ 1:4
Regis l – Lobstädt 1:3 (Grabner, Pelzer 2)
Regis ll – Prößdorf 5:1
„Blaue Wolke – Neukirchen 5:0
Deutzen – Regis l 4:3
Lobstädt – Regis ll 7:0 ( Licht 2, Pelzer 2, Grabner, Krauspe, Liedtke)
Prößdorf – „Blaue Wolke“ 1:7
Neukirchen – Deutzen 1:7
Regis l – Regis ll 1:4
„Blaue Wolke“ – Lobstädt 1:2 (Liedtke 2)
Deutzen – Prößdorf 3:0
Neukirchen – Regis l 1:6
Regis ll – „Blaue Wolke“ 2:5
Lobstädt – Deutzen 1:1 (Leikauff)
Prößdorf – Neukirchen 3:1

Trainingslager TSV Lobstädt Alte Herren im Waldpark Grünheide

Traditionell wie es einem Traditionsverein würdig ist begaben sich die Alten Herren des  TSV Lobstädt Ende Januar ins Trainingslager um sich sportlich und mental auf die neue und lange Saison 2019 vorzubereiten. Ursprünglich installiert war die Veranstaltung gedacht und wurde auch jahrelang dafür genutzt, um das Erste Kollektiv auf den aktiven Wettkampfbetrieb in der Rückrunde vorzubereiten. Zwischendrin füllten die Alten Herren die frei gebliebenen Plätze auf weil die Kosten für die jungen Spieler manchmal zu hoch waren oder die drei Nächte von zu Hause weg zu viele. Seit geraumer Zeit ist das Trainingslager fest in den „Besitz“ der Alten Herren übergegangen. Kurioser Weise besteht die Reisegruppe jetzt aus vielen ehemaligen Wettkampfspielern. Innerhalb von zwei Dekaden ändern sich halt die Verhältnisse. Entscheidend ist allerdings, dass die Veranstaltung weiterhin durchgeführt werden kann weil der Bedarf und das Interesse dafür vorhanden ist. Sie wird aber auch immer besser. Rein von der Organisation läuft alles wie am Schnürchen. Leerlauf gibt es abgesehen von ein paar Flaschen isotonischer Getränke keinen. Die Ernährung wurde individuell an die Bedürfnisse der Teilnehmer angepasst. Fleisch spielt eine wesentliche Rolle bei diesem Konzept. Durch Verhandlungsgeschick und einer sympathischen Ausstrahlung gelingt es dem Orgbüro immer wieder sensationelle Preise heraus zu handeln. So auch in diesem Jahr. Neunzehn Teilnehmer begannen am Donnerstag das Fitnessprogramm mit dem traditionellen Nudelessen im Sportlerheim. Kohlehydrate ohne Ende. Die bildeten die Grundlage für das Auftakttraining in der Halle, welches bereits um 16.00 Uhr angesetzt war. Der sogenannte Bockwursttag (früher gab es Bockwurst aus dem Wasserkocher) endete mit einem Bowlingabend im KieZ (Kinder und Erholung Zentrum). Am nächsten Morgen ging es 9.00 Uhr wieder in die Halle. Im Anschluss folgte ein Tagesausflug nach Schöneck. Einige gingen zum Hang um Alpine Abfahrtslauf zu betreiben. Andere gingen in die Sauna und der Rest besuchte mit einem Abstecher das tschechische Nachbarland zum shoppen. Am Abend trafen sich alle mit den unterschiedlichsten Eindrücken und Zuständen wieder und es wurde fürstlich gespeist. So fürstlich, dass manch einer nicht davon zu träumen wagte aber sich am nächsten Tag wunderte was es alles gab. Am folgenden Morgen wurde das Hallentraining abgesetzt. Dadurch erhöhte sich die Wartezeit bis zum nächsten Event. Der Skilanglauf nach Morgenröthe Rautenkranz ging auch nicht mit allen. Das bisherige Programm hatte bereits seine Spuren hinterlassen und forderte Tribut. Beim Bowling in der Frischhütte waren nach dem üppigen Mahl die meisten wieder fit. Vergessen waren die Strapazen der letzten Tage. Im Quartier angekommen warteten die „Rester“ der Vortage auf die Nimmersatten. Ein paar wenige Bier fanden ihre Abnehmer. Ein typischer Sportlerball wie er auf dem Programm stand. Mit vielen Eindrücken ging es dann irgendwann ins Bett und am nächsten Morgen nach dem Aufräumen heim zu den Familien die ihre Lieben bestimmt schon sehnsüchtig erwarteten. Was bleibt ist hoffentlich ein nachhaltiger Fitnesszustand für die kommende Saison, viele kollektivfestigende Eindrücke und Ideen wie man es im nächsten Jahr noch besser machen kann. Der besondere Dank gilt Fliege und Ralla. Wer wissen will wofür fährt nächstes Jahr wieder mit.

Hallenturnier TSV Lobstädt Alte Herren

Am 12.1. lud der TSV Lobstädt zum eigenen Hallenturnier nach Regis Breitingen ein. Der Einladung gefolgt waren Regis Breitingen selbst, der VfL 1990 Gera, Teutonia Netzschkau, der Thierbacher SV und Alemannia Geithain. Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld von den zwei gastgebenden Mannschaften des TSV Lobstädt 1863 e. V.. Geplant war ein Achterturnier. Aufgrund der Absage einer Mannschaft entschieden sich die Organisatoren im Verlauf der Woche für den Turniermodus jeder gegen jeden. Die Spielzeit wurde auf 10 Minuten pro Partie festgelegt. Es galten die sächsischen Hallenturnierregeln. Als Schiedsrichter fungierten die sehr erfahrenen Referees Kruggel und Stumpf. Beide erhielten im Anschluss Lob und Anerkennung für ihre sehr gute Arbeit. Insgesamt war die Veranstaltung geprägt von Fairness und gegenseitiger Achtung. Schwerwiegende Verletzungen gab es keine. Von den Gästen wurde den Verantwortlichen beste Noten für Vorbereitung und Durchführung vergeben, so dass man die ein oder andere Vertretung im nächsten Jahr wohl wieder willkommen heißen kann. Die Erkenntnis, dass man die Anreise preiswerter gestalten kann wenn man in Borna und nicht erst in Leipzig nach Regis abbiegt dürfte auch Netzschkau (Abfahrt Reichenbach A72) nicht mehr abschrecken wieder zu kommen.

Die Ergebnisse:

Geithain – Gera 2:2
Regis – Thierbach 4:0
Lobstädt I – Lobstädt II 2:0
Netzschkau – Geithain 0:3
Gera – Regis 2:2
Thierbach – Lobstädt I 1:2
Lobstädt II – Netzschkau 2:0
Geithain – Regis 2:1
Lobstädt I – Gera 5:0
Netzschkau – Thierbach 2:1
Lobstädt II – Geithain 2:2
Regis – Lobstädt I 2:1
Gera – Netzschkau 3:0
Thierbach – Lobstädt II 1:1
Geithain – Lobstädt I 2:2
Netzschkau – Regis 0:3
Lobstädt II – Gera 1:3
Thierbach – Geithain 1:1
Lobstädt I – Netzschkau 7:0
Regis – Lobstädt II 2:3
Gera – Thierbach 3:3

Bester Torwart: Tom Zetzsche (Regis Breitingen)
Bester Spieler: Mike Scholz (VfL Gera 1990)
Torkanone: Rene Eichelkraut (TSV Lobstädt I) – 9 Treffer

Aus sportlicher Sicht war es recht ausgeglichen. Verlusstpunktfrei kam keine Mannschaft ins Ziel. Ohne Punkte blieb auch niemand. Bis zu ihren letzten Spielen lagen Lobstädt I und Regis Breitingen mit gleicher Punktzahl vorn. Bei Sieg in ihren Abschlussmatches hätte das Torverhältnis entschieden. Regis scheiterte jedoch an Lobstädt II und somit ging die erste Vertretung des Gastgebers als Sieger vom Parkett.

Abschlusstabelle

1. TSV Lobstädt I 18:5 (13)
2. SV Regis Breitingen 14:8 (10)
3. Alemannia Geithain 11:7 (10)
4. VfL 1990 Gera 13:13 (9)
5. TSV Lobstädt II 8:9 (8)
6. Thierbacher SV 7:13 (3)
7. Teutonia Netzschkau 2:18 (3)

Hallenturnier Alte Herren BSV Einheit Frohburg

Im letzten Hallenturnier des Jahres und gleichzeitig dem ersten der neuen Serie belegte der TSV Lobstädt einen beachtlichen dritten Platz. Sieger wurde das Team von VSM Bad Lausick, welches alle Spiele gewann und Zweiter wurde die Erste Mannschaft des Gastgebers die sich nur einmal gegen den späteren Gewinner geschlagen geben musste. Lobstädt präsentierte sich sportlich auf Augenhöhe haderte aber mit den Schiedsrichterleistungen und hinterließ nicht den fairsten Eindruck. Daran lässt sich aber bekanntlich arbeiten.

Ergebnisse:
Neukirchen – TSV 1:3
Frohburg I – Bad Lausick 1:2
Kössern – Frohburg II 1:1
Frohburg I – Neukirchen 7:1
Bad Lausick – Lobstädt 1:0
Neukirchen – Kössern 5:0
TSV – Frohburg II 4:1
Kössern – Frohburg I 1:4
Bad Lausick – Neukirchen 3:1
TSV – Kössern 5:4
Frohburg II – Frohburg I 2:3
Kössern – Bad Lausick 0:6
Neukirchen – Frohburg II 3:1
Frohburg I – TSV 2:1
Frohburg II – Bad Lausick 1:6

Interne Torschützen:
T. Flack (5), Pelze (3), M. Flack (2), Müller, Krause, Jeschky (1)

19_AH_2018_TSV Lobstädt  – FC Grimma 1:3 (1:0)

Fast alle aus dem aktuell zur Verfügung stehenden Altherrenkader machten für Freitag zum Heimspiel gegen Grimma den Daumen bereits unter der Woche in der Whats Ap Gruppe hoch. Das roch nach Rotation und hätte beinahe zum Mannschaftsfoto gereicht. Letzteres kam nicht zustande aber rotiert wurde mächtig. Die ausgeruhten Spieler standen in der Anfangsformation und ersetzten logischerweise die welche in der Vorwoche durchspielen mussten. Mit Bestbesetzung schickten die Verantwortlichen ihre Anfangsformation gegen den FC Grimma ins Rennen. So wie es sich für eine Spitzenmannschaft gehört. Den Kredit den die Startelf hatte konnte sie im spielerischen Bereich mühelos zurückzahlen. Es war von Beginn an ein sehr laufintensives und technisch gut anzusehendes Altherrenspiel. Agierend fungierte im ersten Abschnitt eindeutig der Gastgeber und verdammte Grimma ausschließlich zur Reaktion. Der Ballbesitz und die Anzahl der Tormöglichkeiten sprachen für sich. Lobstädt war klar die bessere Mannschaft. Folgerichtig ging die Heimelf durch einen Kopfballtreffer von Forberg in Front. Der ist zwar auch nicht unbedingt dafür bekannt, dass er immer die Augen aufhält wenn so ein weit geschlagenes Flankengeschoss sich seinem Kopf nähert aber in diesem Fall machte es wahrscheinlich oder er knöpfte sprichwörtlich blind (steht in diesem Fall für selbstverständlich) zur 1:0 Führung nach etwa einem Drittel des ersten Abschnitts. Alles lief am Schnürchen. So schien es zumindest. Die Gegenwehr von Grimma ließ lange auf sich warten bzw. zeigte sich vornehmlich in Defensivaktionen. Lobstädt hatte eine Fülle von 1000 prozentigen Chancen wie das selten der Fall in einer Partie ist. Hinterher in der Kabine ging es eine gewisse Zeit um das Thema Blindenfußball. Ob aber akustische Signale wie Pfostenklopfer oder Ballklingeln die Lösungen auf dem nicht ideal ausgeleuchteten, staubwolkenverhüllten Platz gewesen wären um das Tor aus nächster Nähe zu treffen bleibt dahingestellt. Fakt ist, dass sich der TSV Lobstädt im zweiten Abschnitt die Butter komplett vom Brot nehmen ließ. Die Heimmannschaft hatte zwar nach wie vor sehr gute Gelegenheiten lieferte sich aber durch das Auslassen derer an das Messer einer wahrscheinlich unterschätzten Gegnerschaft aus Grimma die ihre Chancen einfach und unspektakulär reinmachte. Das Endergebnis lautete 1:3 nach Pausenführung.

Tor: Forberg

17_AH_2018_Eulaer SV -TSV Lobstädt  0:2 Tore: T. Flack (2) / 18_AH_2018_TSV Lobstädt  – ZFC Meuselwitz 2:1 (1:0)

Erstmals von Beginn an unter Flutlicht empfingen die Alten Herren des TSV Lobstädt am Freitagabend die Kicker des ZFC Meuselwitz auf eigenem Gelände. Während die Gäste mit ausreichend vielen Akteuren anreisten waren die Hausherren äußerst knapp bestückt. Gerade einmal elf Spieler standen zu Verfügung. Davon musste einer noch beim Chef betteln um später auf Nachtschicht kommen zu dürfen. Dass Leikauff dem gesamten Match beiwohnen konnte lag an der um zehn Minuten nach vorn verlegten Anstoßzeit und einer minimierten Halbzeitpause die sich auf einen Schluck Selterszufuhr und den Seitenwechsel beschränkte. Gewechselt wurde eh nicht also konnte man Zeit gutmachen. Erstmals in dieser Saison agierte Kuhn als Referee. Er war stets bemüht es beiden Vertretungen Recht zu machen und hatte dabei keine Disziplinschwierigkeiten. Wenn er einmal nicht weiter wusste halfen ihm beide Parteien und sagten ihm freundlich aber bestimmt was zu tun war. So entschied der Meuselwitzer  Libero nach dem er Hinz beim vermeindlichen 2:0 der Gäste im Abseits wähnte auf Abstoß und keiner hatte etwas dagegen. Für Holland wurde einen Tag später bei einer absolut identischen Situation auf Tor entschieden. Nach einem Lobstädter Foul im eigenen Strafraum als es Elfer für die Gäste hätte geben müssen verlegte der Schiedsrichter das Foul von etwa 5 Meter innerhalb nach draußen vor den Sechzehner was ihm auch keiner übel nahm. Zu viele Striche wegen einer Kleinfeldabkreidung. Das sah sogar Meuselwitz ein. Kuhn musste ja durcheinander kommen als er sich wie bei der Linienhasche immer weiter vom Tatort entfernte. Das Spiel selbst war ebenfalls recht ordentlich anzuschauen. Lobstädt stand sehr diszipliniert und ließ kaum etwas zu. Neulibero Müller ersetzte Dietel auf der Position und leitete und lenkte sehr souverän. Seine Vorderleute hörten auf ihn und Meuselwitz hatte es schwer eigene Möglichkeiten zu erspielen. Er selbst leitete den ersten Treffer mit einem hohen Ball in die Spitze ein den T. Flack zum 1:0 verwertete. Die einzigen Vorwürfe die dem TSV an diesem Abend zu machen waren sind die der schlechte Chancenverwertung im ersten Abschnitt und das Aufdrängen lassen des Gästespiels im zweiten Durchgang. Bis zum 2:0 dauerte es ewig. T. Flack musste im Strafraum erst regelwidrig zu Boden gebracht werden bevor Jeschky den Hüter des ZFC verladen konnte. Einige setzten seinen „Kullerball“ als er den Hüter verlud gleich mit den „Gurkeneingaben“ von Ecken und Flankenläufen was man so nicht im Raum stehen lassen sollte. Der Elfer war sicher verwandelt. Ganz chancenlos war Meuselwitz nicht. Vor allem in der Spielanlage konnte man einen Plan vom Fußball erkennen. Immer wieder bediente der Gegner den gedeckten Mann und erzielte Gefahr wenn auch nicht viele Chancen. Eine der wenigen nutze er zum Anschlusstreffer nach Ballverlust des TSV im Vorwärtsgang als sich die Fehlerkette bis zum Schlussglied fortsetzte. Das tat aber der Leistung der gesamten Mannschaft keinen Abbruch. Lobstädt gewann gegen Meuselwitz verdient in einem fairen, gut geleiteten und ordentlichen Altherrenspiel.

Tore: T. Flack, Jeschky

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