Durchwachsender Saisonstart
Am 15.9. fand der durchwachsene Saisonstart unserer 1. Männer (Fanta Sechs) in der Bezirksklasse mit einem Heimspiel statt. Mit dem VV DJK Colditz stand uns als erstes Team der Aussteiger aus der Kreisliga Leipzig Land gegenüber. Ohne viele Probleme konnten die Jungs um Trainer Dirk Junghans, in nicht einmal 60 Minuten, mit 3:0 nach Hause geschickt werden. Durch starke Aufschläge und eine gute Annahme ließen wir Colditz selten eine Chance.
Im 2ten Spiel des Tages warteten die Männer des SV Reudnitz auf uns. Dieses musstet wir leider durch zu viele Aufschlagfehler und Probleme in der Feldabwehr mit 0:3 abgeben. Mit mehr Konzentration in einigen Momenten, wäre auch der ein oder andere Punkt gegen Reudnitz drin gewesen.
Weiter geht es am 22.9. mit einem Auswärtsspiel bei den Männern des VV Grimma.
Es spielten: Ralf Mitzscherling ©, Meik Gramlow (L), Florian Grosser, Marco Günther, Torsten Koch, Steve Morenz, Timo Müller und Mathias Schulz (T)
Ein Schritt zurück…
kann manchmal behilflich sein, um 2 Schritte vor zu machen.
Am Samstag stand unser 1. Auswärtsspiel an. Nachdem wir zuerst das Schiedsgericht hatten, wurde schnell klar, dass uns wieder ein Gegner wie Delitzsch erwartet. Relativ flink in der Feldabwehr, stark im Aufschlag und mit gutem Auge im Angriff.
Und der 1. Satz startete wie gewünscht. Nachdem Leipzig der Aufschlag abgenommen wurde, konnten wir über druckvolle Aufschläge gerade in Dankeballsituationen glänzen, bis zum 4:0. Ab hier gab es dann einen Einbruch, gerade in der Annahme aber auch im Angriff. Gerade über die Mitte konnten wir keinen druckvollen Angriff durchbringen, dieses zog sich fast durch das komplette Spiel. Und so mussten wir den Satz auch abgeben.
Der 2. Satz vermochte nur wenig Besserung sodass Leipzig Nord zu diesen Zeitpunkt verdient 2:0 führt.
Im 3. Satz besannen sich die Mädels endlich, zeigten ihr druckvolles Spiel und das ausnutzen von Dankebällen. Ohne Probleme konnte der 3. Satz eingesackt werden. Im 4. Satz konnten wir uns zur Satzmitte wieder mit guten Aufschlägen eine 15:10 Führung erarbeiten, die leider nicht zum Schluss hielt, sodass wir noch bangen mussten, aber wir schafften es mit 27:25 noch über die Ziellinie.
Nun war es wieder genau wie gegen Delitzsch, klar 2:0 zurückgelegen 2:2 heran gekämpft und dann…?
Gab es diesmal ein Krimi. Lange lag Leipzig Nord vorne, bis Ana uns bis zum 14:13 führte, aber leider viel der letzte Punkt auf der falschen Seite, sodass wir leider wieder nur mit 1 Punkt Heim gefahren sind.
Fazit: In dieser Liga kann scheinbar fast Jeder Jeden schlagen. Wir müssen es schaffen unser erlerntes umzusetzen und unseren Kader auch zu nutzen. Dazu gehört es das mindestens für jede Position ein Ersatzspieler dabei ist. Weil dieses diesmal mit eines der Probleme war, was und mindestens einen Punkt gekostet hat. Am Samstag hatten wir nicht die gewünschte Durchschlagskraft auf der Mitte und nicht immer die richtige Antwort in der Annahme, aber das werden wir hoffentlich schnellstens abstellen.
Es spielten: Nadja (C), Nancy, Ana, Lisa, Nessa, Madlen, Celin, Sabrina, Maxi, Julie (L) und Julia (L)
14_AH_2018_ TSV Lobstädt – SV Regis Breitingen 0:0 (0:0)
Erst sollte es Geithain werden in der Länderspielwoche, dann kam die Absage aber sofort die Zusage von Regis. Damit avancierte Mannschaftsleiter Voigt zum Gewinner der Woche und sammelte mehr Pluspunkte mit seiner taktischen Aufstellung als Didier Deschamps und der Bundestrainer. Wie im großen Fußball gab es keinen Sieger und auch das Endresultat war die gleiche Nullnummer. Die „kleinen“ Spieler gaben ebenfalls alles von dem was sie konnten, die Defensive stand bei ihnen auch sehr sicher. Alles genau so wie bei den Großen. Nur über die Nationalhymne brauchte man nicht zu diskutieren. Ob sie einer mitsang oder nicht spielte überhaupt keine Rolle. Es war ja schließlich kein Vergleich auf internationaler Ebene. Die Kunstrasen gewohnten Regis Breitinger waren personell sehr jung aufgestellt. Dem gegenüber standen etwa 500 Jahre Erfahrung. Die Achtung vor dem Gegner war auf beiden Seiten sehr groß. Manchmal ging das so weit, dass die Spieler bei Foulspiel selber aufhörten zu kicken und Schiedsrichter Mosolygo zum Pfiff beinahe zu nötigen. Das musste nun wirklich nicht sein. Spielerisch war das Ganze für ein Altherrenspiel ganz gut anzuschauen. Wie bereits erwähnt hatten es die Angreifer beider Mannschaften sehr schwer. Die Viererkette von Regis hielt stand. Das mit Libero betriebene Lobstädter Verteidigungssystem funktionierte ebenfalls. Richtig viele Torgelegenheiten gab es nicht. Im ersten Abschnitt hielt der Regiser Torwart einmal gut und auf der anderen Seite schoss der Stürmer allein vor dem Hüter am Kasten vorbei. Nach dem Wechsel passierte auch nicht viel mehr Zwingendes in den Strafräumen. Dazwischen sah es auf beiden Seiten aber trotzdem recht ordentlich aus. Einen Beitrag dafür leisteten die eingewechselten Spieler. Am Ende blieb es torlos wie im Länderspiel aber während die Nationalkicker von nun an gleichzeitig ins Bett müssen genossen die Kontrahenten die angenehme Sommernacht ohne einen Zapfenstreich befürchten zu müssen. Mit dem Schatten an der Wand tanzte aber keiner.
Tore: keiner
13_AH_2018_ FSV Kitzscher – TSV Lobstädt 3:7 (1:4)
Die zweite Runde des Jahres will nicht so richtig Fahrt aufnehmen bei den Alten Herren. Genau wie zu Beginn der Saison gibt es Spielabsagen, Partien werden verlegt oder in Kleinfeldturniere,- bzw. Spiele umgewandelt. Pleitegeier Leutemangel lässt grüßen. Genau so geschehen in Kitzscher. Unter der Woche hatte der einheimische FSV bereits angezeigt, dass es eng wird mit dem Spielermaterial. Lobstädt nahm trotzdem an und war bereit einen Kleinfeldkick auf dem farbenverlorenen Untergrund zu zelebrieren. Letztendlich standen sich die meiste Zeit acht Kitzschereaner und acht Lobstädter Akteure im weiten schwachgrünen Rund gegenüber und einigten sich auf ein Match im verkürzten Großfeld. Das heißt. Ein mobiles Großfeldtor wird einem fest installierten auf der einen Strafraumgrenze gegenübergestellt und los geht es. Das fühlt sich komisch an. Eine Hälfte mit normalen Linien. Die andere ohne. Hinterher waren alle zufrieden es so gemacht zu haben. Auf die Idee normales Großfeld zu spielen kam keiner. Die acht Meter Verkürzung auf jeder Seite war es den Spielern wert. Lobstädt geriet frühzeitig in Rückstand. Der Hüter der Gäste war sichtlich verdutzt als die Kugel nach einem Fernschuss im Winkel landete. Da aber der TSV Lobstädt keine 20 Millionen hinblättern muss, sondern bereits über einen Rudi in den eigenen Reihen verfügt, ging es ziemlich flott mit Ausgleich und Führung. Mit einem Doppelpack trug sich Pelzer erstmals in die Lobstädter AH Torjägerstatistik ein. Dann lag J. Pfau bei seinem Kopfball schräg in der Luft und köpfte das 1:3 was man so von diesem Spieler noch niemals zuvor gesehen hatte. Ansatzlos und nicht zu verteidigen sorgte die Außenmauke von T. Flack wenig später für den Halbzeitstand von 1:4. Nach dem Wechsel kam die Heimmannschaft noch einmal heran. Forberg schien seinem Hüter eine Aufgabe stellen zu wollen und ließ den direkten Gegenspieler ungehindert passieren. J. Pfau regulierte jedoch schnell wieder auf den den alten Abstand und baute den Vorsprung mit seinem nunmehr erzielten Dreierpack aus. Da machte es auch nichts, dass der eigene Hüter wieder mit einem Schuss in den Winkel überwunden wurde. Außerdem setzte T. Flack mit seinem zweiten Treffer dann bald den Schlusspunkt unter diese torreiche Begegnung auf dem verkürzten Großfeld. Lobstädt gewann verdient und hatte mit JP7 seine Lichtgestalt. Um sich seine Initialen in die Haarpracht rasieren zu lassen fehlte ihm allerdings die Dichte des Untergrundes wie dem Rasen das Grün. Neuseeland ist traditionell für die Tattoos der Maori (Ureinwohner des Landes) bekannt. Falls er vorhat dahin einen Ausflug zu machen kann er sie sich ja in die Kopfhaut stechen lassen.
Tore: Pelzer (2), T. Flack (2), J. Pfau (3)
5. Sportabzeichen-Sportfest mit Völkerball und Beachvolleyball
Am 8. September findet wieder unser traditionelles Sportfest auf dem Gelände der Victoria-Sporthalle statt.
Alle sind herzlich eingeladen sich sportlich aktiv zu beteiligen oder die anderen mit anzufeuern.
Für das leibliche Wohl wird natürlich auch gesorgt.
Wir freuen uns auf Euch!

12_AH_2018_ Einheit Frohburg – TSV Lobstädt 2:2 (0:2)
Ein 2:2 nach der Sommerpause gegen die stark eingeschätzten Frohburger hätte der TSV im Vorfeld sicher unkommentiert unterschrieben und so stehen gelassen. Nach dem Spiel fühlte sich das Remis wie eine Niederlage an. Schuld daran waren die Gäste selber, die den berühmten Sack trotz mehrerer Gelegenheiten zum Zumachen fahrlässig offen ließen und zusätzlich Einladungen zum Tore schießen verteilten. Der TSV begann gefällig. Nach hinten fehlte zwar anfänglich die Grundordnung aber als man sich gegenseitig die zu spielenden Positionen erklärte und letztendlich einigte, sich bei Ballbesitz des Gegners bis zur Mittellinie zurückzuziehen sah das ganze für das erste Spiel nach der langen Pause recht ordentlich aus. Man muss zusätzlich bedenken, dass der Gastgeber schon mehrere Wochen in der Praxis steht und auch über einen großen Kader mit sehr ordentlichen Einzelspielern verfügt. Dafür war alles im grünen Bereich. Auch das Erarbeiten von Chancen klappte. Frühzeitig ging der TSV Lobstädt in Führung. Mit der Unbeholfenheit eines Feldspielers im Tor agierte der Frohburger Schlussmann äußerst unglücklich und aus dem Strafraumgewühle erledigte T. Flack das 0:1 mit einem Drehschusshoppelball ins lange Eck. Der war letztendlich trotz des geringen Tempos wiederum schwer zu halten. Der Fehler passierte vorher bei eine schlecht abgewehrten Eingabe. Die Gelegenheiten zum Ausbau der Führung waren auch in der Folgezeit vorhanden. Mal war es beim Abschluss knapp Abseits und mal traf der Abschließende die falschen Entscheidungen. Mal wurde abgespielt obwohl die Abschlussposition hervorragend war und mal war es genau anders herum. Krauspe war es dann vergönnt nach Vorlage von M. Flack auf 0:2 zu erhöhen. Im Strafraum zog er nach innen und schloss gewohnt überlegt ab. Nach dem Wechsel waren ein paar Unvorsichtigkeiten im Lobstäder Spiel zu erkennen. Lange bestand auch keine wirkliche Gefahr für das Gästetor. Als aber Hinz dann nach einem Angriff über links und einer Klasseflanke per Kopf am Querbalken scheiterte kassierte man fast im Gegenzug den Anschlusstreffer. Ebenfalls über links wurde der Frohburger Angriff viel zu spät verteidigt, so dass die Idee mit der Einladung nicht von der Hand zu weisen ist. Der Sorglosigkeit konnte das allerdings nichts anhaben aber gleichzeitig wollte der TSV das dritte Tor. Nachdem Hinz Krauspe im Strafraum bediente scheiterte der freistehend vor dem Hüter. Das dritte Tor war also durchaus drin. Stattdessen spielte man dem Gegner beim eigenen Aufbauspiel in die Karten und konnte die Fehlerkette bis zum Frohburger Ausgleich nicht mehr korrigieren. Am Ende hätte alles passieren können. Sieg und Niederlage lagen ganz eng nebeneinander. Das Resultat hatte jedoch bis zum Abpfiff Bestand. Im Nachgang wurden die Ursachen im fehlenden Zielwasser ausgemacht und immer wieder Vorschläge über die Gruppe verbreitet. Fotos mit Kombinationen aus Radeberger bzw. Urkrostitzer mit diversen höherprozentigen Begleitgetränken kursierten als Fotos im Netz. Aber es gab auch einen Vorschlag einer ganz anderen Art.
Tore: T. Flack, Krauspe
Besetzung Geschäftsstelle im August
Urlaubsbedingt ist die Geschäftsstelle in der Glück-Auf-Str. nicht am 07.08.18, sondern erst am 14.08.18 von 16.30. – 18.00 Uhr besetzt.
11_AH_2018_ TSV Windischleuba – TSV Lobstädt 1:7 (1:1)
Für das letzte Spiel vor der Sommerpause reiste der TSV Lobstädt in das thüringische Windischleuba. Hochsommerliche Temperaturen und ein knüppelharter Platz luden förmlich ein zum Kick am Rande der Skatstadt Altenburg. Wer nicht dabei war schonte seinen Rücken und den Kreislauf ungemein. Oder lief sich nicht die Füße wund wie manch einer der gerade die Flip Flops nach dem Türkeiurlaub gegen die Fußballschuhe getauscht hatte. Gut, dass es durch die Auflösung aller Fragezeichen und der unerwarteten Teilnahme einiger Lobstädter genug Wechselmöglichkeiten gab. So konnte auch der älteste Spieler vor der brütenden Hitze geschützt werden und dennoch zweimal gewechselt werden. Ganz im Schatten stand Mosolygo dann doch nicht. Er leitete das Spiel als Schiedsrichter. Platz und Wetter ließen am Anfang nichts Berauschendes zu. Der Ball hoppelte mehr als das er rollte. Die Pässe kamen nicht immer genau und die Spieler nicht immer entgegen. Trotzdem war eine Lobstädter Überlegenheit schon frühzeitig zu erkennen. Der TSV agierte bis zum Strafraum gut ließ aber in der Box das Feintuning vermissen. Chancen waren zwar vorhanden aber erst nach einer viertel Stunde traf Krauspe zur Gästeführung. Die versäumten einige Lobstädter in der Folgezeit auszubauen. So wurde man nach einem Abwehrfehler nach etwa 30 Minuten bestraft und kassierte den Ausgleich. Nach dem Wechsel erhöhte der TSV die Schlagzahl und bohrte die Windischleubaer Abwehr permanent an. Nach wenigen Minuten wurden die Thüringer mit einer Toreflut überrollt. T. Flack nutzte einen erzwungenen Fehler eiskalt aus was bei den Temperaturen ein Wiederspruch zu sein schien. Dann wurde Brand von Leikauff wunderbar in Szene gesetzt und erzielte das 3:1. Auch die Defensivabteilung durfte ran. Forberg machte das 4:1. M. Flack und T. Flack erzielten die nächsten beiden Treffer bevor Hinz den Sack endgültig zumachte. Am Ende stand es 1:7 für die Sachsen die sich hinterher mit Uri und Hasseröder Premium Pils runter kühlten. Zwei Kästen wurden verbraucht ehe sie die Heimreise einigermaßen temperiert antreten konnten. Ein Wunder dass keiner umfiel (wegen der Hitze nicht wegen des Bieres) und alle gesund in die wohl verdiente Sommerpause hineinschwitzten. Bleibt zu wünschen, dass man über die Zeit das Fußballspielen nicht verlernt. Das Trainingsangebot steht jeden Freitag. Ob es dazu kommt wird die Anwesenheit zeigen und nicht die gehobenen Daumen oder Ankündigungen mit Fragezeichen.
Tore: Krauspe, T. Flack (2), M. Flack, Brandt, Forberg, Hinz
10_AH_2018_ Eric-Eiselt-Cup in Rötha
Als Titelverteidiger mit dem Wanderpokal im Gepäck reiste der TSV Lobstädt zum Eiselt-Cup nach Rötha. Ohne ihn ging es am Ende des Kleinfeldturniers mit sieben Mannschaften wieder zurück denn zum Trophäenklau kam es an diesem Freitag nicht. Sportlich wäre die Mitnahme zweifellos möglich gewesen. Am Ende war es aber eine kleine Rhythmusstörung die den Ausschlag gab nicht zu gewinnen. Wahrscheinlich hatte die Knappheit des Turnierausgangs den Kleptomanen buchstäblich die Hände gebunden denn die „Bunte Raupe“ als Turniersieger machte rein vom Namen her nicht den Eindruck, humorlos wie Borna vor vierzehn Tagen zu sein, als man den Pot stahl um ihn mit einer witzig gemeinten Aktion zwei Tage später dem rechtmäßigen Gewinner wiederzugeben. Kommen wir nun zum Teilnehmerfeld. Bereits erwähnt wurde Bunte Raupe. Rötha als Gastgeber stellte zwei Mannschaften. Die Alten Herren und Vaties F.. Angeführt von einem Röthaer stellte die nicht mehr ortsansässige Sparkasse eine Vertretung. Mölbis und Schkeuditz komplettierten das Teilnehmerfeld. Die Lobstädter Alten Herren begannen mit einem klassischen Steigerungslauf. 1:0, 2:0, 3:0. Mölbis, Schkeuditz und Rötha AH hatten das Nachsehen. Im vierten Spiel hatte der Tickerschreiber Markranstädt als Gegner von Lobstädt ausgemacht. Es war aber die Spargemeinschaft und dem entsprechend sparsam ging es mit 0:0 zu Ende. Alles noch selbst in der Hand folgte das „Finale“ gegen die bis dahin ebenfalls ungeschlagenen „Raupen“. Die Regenpause war dabei zwar lustig aber keinesfalls förderlich. 0:2 ging es aus Lobstädter Sicht aus. Die bunten Raupen waren einfach etwas gefräßiger nachdem die Spieler des TSV vorerst nur ihren Durst gestillt hatten als der Regenbogen aufzog. So viel Romantik ist man halt in der ehemaligen Braunkohleregion nicht mehr gewöhnt um nahtlos an das Tagesgeschäft anzuknüpfen. Das letzte Spiel gegen die Rötha Vaties F gewann der TSV mit 2:0 und sicherte sich Platz 2 im diesjährigen Eiselt-Cup. Danach folgte der obligatorische Gang in das Rosental. Ohne Pokal aber mit ganz viel guter Laune im Gepäck. Die hielt sogar der Schafskälte stand. Bis tief in die Nacht.

09_AH_2018_ Alemannia Geithain – TSV Lobstädt 2:5 (0:2)
Ursprünglich war es als Auftakt in die Spielzeit des Jahres gedacht. Zum damaligen Zeitpunkt herrschte aber noch tiefster Winter bzw. brach er noch einmal herein und dichtes Schneetreiben verhinderte den Klassiker Alemannia Geithain gegen den TSV Lobstädt. Um so besser waren die Verhältnisse am Freitag als die Begegnung unter besten Voraussetzungen nachgeholt werden konnte. Der Frühsommer und der Auftakt zum Vereinsfest der Alemannen machten es möglich, dass die Party auf dem Hauptplatz und nicht auf dem nicht von allen geliebten Kunstrasen stattfand. Auch eine erneute Absage wegen „Leutemangel“ stand nicht zur Debatte. Alemannia Geithain hatte gut aufgefahren und ihren Kader mit jüngeren Spielern aufgehübscht. Es war also angerichtet. Lobstädt war von Beginn an um Struktur bemüht. Was das Passspiel anbetraf gelang das allerdings vorerst nicht. Einfache Abspielfehler sorgten für schnelle Gegenzüge bei denen die Abwehr unter Druck geriet. Libero Dietel bekam mit seinen Vorderleuten trotzdem immer alles geregelt und Großchancen waren für den Gastgeber somit Mangelware. Der TSV indes setzte sich immer mal über außen durch. Bei ein zwei durchaus guten Gelegenheiten fehlte nicht viel. Als Eichelkraut im Spiel war wurde es mit der Struktur besser. Der Druck auf die Geithainer Abwehr konnte dadurch erhöht werden. Als die ersten Aussagen: „Was ist denn heut mit Stifti los.“ ertönten, machte T. Flack den gefühlten dreißigsten Fehlpass, bekam den Ball vom Gegner zurück, spielte Doppelpass mit Krauspe und traf zur Führung. Bereits beim nächsten Vorstoß setzte er sich links im Laufduell durch und machte eine Eingabe die M. Flack zentral verwerten konnte. Das 2:0 zur Pause war etwas überraschend aber nicht unverdient. Nach dem Wechsel spielte der Gastgeber seine läuferische Überlegenheit besser aus. Der TSV geriet unter Druck weil sich die Passgenauigkeit nicht wesentlich verbesserte und der Gegner in der Lage war das läuferisch auszunutzen. Stück für Stück holte Geithain auf. Erst war es ein Strafstoß der zum Anschlusstreffer führte und beim Ausgleich stimmte die Zuordnung nach einem Freistoß nicht. Statt vor den beiden Treffern nach mindestens einer dicken Gelegenheit uneinholbar davonzuziehen sah man sich nun eingeholt und in akuter Gefahr das Spiel zu verlieren. Das verhinderte T. Flack der von M. Flack bedient wurde und im Duell mit dem Hüter die Oberhand behielt. Der Schock bei den Alemannen war spürbar. Diese Situation nutzte J. Pfau gnadenlos aus und markierte das 2:4 in abgezockter Manier. Ebenso eiskalt schlug Kuhn wenig später zu und erzielte sogar noch den fünften Lobstädter Treffer. Ein Ergebnis mit dem keiner so recht gerechnet hatte aber was sich Lobstädt redlich verdiente. Nicht weil man einen Man oder mehrere Men oft he Match in seinen Reihen hatte sondern weil man letztendlich doch als Mannschaft funktionierte und im entscheidenden Moment den Pass zum besser postierten Mitspieler brachte. Die Hauptperson in dieser Begegnung war eh eine andere. Geithains zwölfjährigen Schiedsrichter ist höchster Respekt zu zollen. Wie auch immer er dazu kam. Das muss man erst einmal machen. Ein Spiel für 22 Akteure zu pfeifen die alles erlebt haben und alles besser wissen. Die einsichtigen sagen, dass sie den Referee in Ruhe lassen und ihm dann das Leben schwer machen wo immer sie es können. Hochachtung.
Tore: T. Flack (2), M. Flack, J. Pfau, Kuhn alle (1)
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