AH-2015-15-TSV Tröglitz – TSV Lobstädt 9:1 (5:0)
Ich war dabei, du warst dabei, wir war´n dabei das zu verlier´n:
Günther, T. Pfau, Grübel, Winkler, J. Pfau, Fubel, Dietel, Grabner, Melzer, Hinz, Krauspe, Thierfelder
TSV Tröglitz – TSV Lobstädt 9:1 (5:0)
Verloren haben die sonst so siegverwöhnten Kicker vom TSV Lobstädt in Tröglitz. Das kann sicher mal passieren. Niederlagelos ist kaum eine Mannschaft durch ein Spieljahr gekommen. Aber was da abging im benachbarten Sachsen Anhalt kann oder besser gesagt muss man als historisches Ereignis in der Geschichte dieser Altherrenmannschaft bezeichnen. Angetreten mit einer nur von der Höhe des Ergebnisses differierenden Erwartungshaltung des bevorstehenden Sieges bekam der Gast neun Gegentore eingeschenkt und übertraf damit die noch tief steckende Schmach des 6:2 von vor ein paar Jahren an gleicher Stelle. Nie hört man sonst das gerade erzielte Ergebnis beim Duschen. Nie. Selbst wenn man hoch gewinnt. Aber in Tröglitz hätten es beinahe die bereits vom Alter mächtig gezeichneten Kabinenwände nachsprechen können so oft wurde es in allen Lobstädter Stimmlagen genannt. Neun zu eins. Und das in ungefähr zweihundertfacher Wiederholung. Ob es so etwas an dieser Stelle schon einmal gegeben hat will kein Mensch wissen. Vor allem nicht wenn er aus Lobstädt kommt oder zumindest dort Fußball spielt. Genau so wenig brauchten die Lobstädter Spieler als tröstende Worte gemeinte Bemerkungen der Gegner beim Shake Hand. Aber wer will es ihnen verdenken. Auch die müssen geschockt gewesen sein. Ein Tröglitzer sagte beim Abgang zu einem Lobstädter allen Ernstes: „Gut gespielt.“ Und so kam es zu diesem schwarzen Freitag. Bei herrlichsten Bedingungen war dem TSV die Lust an diesem Spiel durchaus anzumerken. Es gab in der Anfangsviertelstunde reichlich Ballbesitz und gute Kombinationen. Tröglitz war gezwungen zu reagieren anstatt zu agieren. Der TSV hatte hervorragende Chancen. Eigentlich versäumten Grabner und Hinz eine Dreitoreführung herauszuschießen bzw. zu köpfen. Dann ging ein Gegenangriff über die rechte Seite. Einer Kette von Fehlern war es zu verdanken, dass am Ende auch noch der Lobstädter Hüter zu spät aus dem Kasten eilte und das 1:0 perfekt war. Von da an ging es in etwa so. Anstoß und Torchance Lobstädt. Gegenangriff. Tor Tröglitz. Insgesamt fünfmal bis zur Pause. Von Tor zu Tor rannte der TSV kopfloser an und bekam die Quittung ohne die richtigen Lehren daraus zu ziehen. Nach dem Wechsel machte T. Pfaus Freistoßtreffer Mut. Der fiel wesentlich früher als das Tröglitzer Führungstor im ersten Abschnitt. Eigentlich Zeit genug. Dann nahm sich Lobstädt aber wieder selbst den Schwung durch umständliches Spiel, Passungenauigkeit und schlechter Chancenverwertung. Als man noch anfing zu mosern war es ganz vorbei. Selbst eine Schafsherde hätte mehr dagegen getan sich abschlachten zu lassen. Aber irgendwie hat es auch keiner mutwillig gemacht. Lobstädt kassierte in der Folge noch vier Gegentore und verlor mit 9:1.
Fußball, Saison 2015/16, Muldental/Leipziger Land, Kreisliga A West, 3. Spieltag, SG Lobstädt/Heuersdorf – Alemannia Geithain II
SG Lobstädt/Heuersdorf – Alemannia Geithain II 0:1 (0:1)
Schiedsrichter: Maik Labudde
Assistenten: Frank Hauschild, Manfred Knoche
Zuschauer: 30
Lobstädt mit: Bischoff – Jahn, Pohle, Promnitz, Bemmann, Scheller, Scheibner (ab 80. Merker), Oehlert, Beier (ab 75. Opitz), Enge (ab 46. Schellenberg), Valdeig
Geithain mit: Gottwald, Kipping, Landmann (ab 76. Steuke), Nebel (ab 73. Grabow), Geisler, Krelke, Rens, Risse, Fester, Neuber, Schuhknecht
Wenig Fehler machen war die Devise und tatsächlich hielt die Gastmannschaft von Lobstädt/Heuersdorf die Quote dieser gering. Eigentlich machte sie nur einen. Das allerdings war der spielentscheidende. Die Gäste aus Geithain, die mit der zweiten Vertretung zu Gast waren machten als Minimalisten aus einem in Rötha bereits erstrittenen Punkt vier. Das nennt man effektiv. Dafür, dass der jungen Vertretung der Alemannen wenig zugetraut wurde, kann man nicht meckern. Meckern kann man bei Lobstädt/Heuersdorf auch nicht. Die Einstellung stimmte und man war über weite Strecken auch gleichwertig mit dem Gegner. Die Chancenverteilung war sogar so, dass mit etwas mehr Abschlussqualität ein Sieg hätte herausspringen können. Die Anzahl der Möglichkeiten war vorhanden. Geithains Quote von 50% war aber an dem Tag nicht schlagbar. Lobstädt/Heuersdorfs Prozentsatz aufzulisten macht wenig Sinn. Mehr Chancen weniger Prozente. Auf mehr Tore als der Gegner kommt man damit nicht. Die Heimelf setzte alles um, was vorher besprochen wurde. Die Mannschaft trat als solche auf und verkaufte sich gut. Kleines Manko. Die Bälle konnten vorn nicht festgemacht werden und Geithain nutzte das aus, um Druck aufzubauen. Chancen hatten die Alemannen aber nicht. Die SG hatte aber trotzdem immer unnötig hinten zu tun. Das Spiel nach vorn war wenig belebt. Zwei fette Dinger ließ die Heimmannschaft dennoch liegen. Valdeig konnte das Leder in aussichtsreicher Position nicht festmachen und verlor die Kontrolle und Scheller kam nach Pohles Klassepass auch nicht zum Torerfolg. Stattdessen knipste Risse eiskalt (32.). Ballverlust auf der rechten Lobstädter Angriffsseite. Die Post ging ab. Der Pass von der Grundlinie kam genau in den Rückraum von wo der Schütze dem Lobstädt/Heuersdorfer Torhüter keine Chance mehr ließ. Wie bereits erwähnt hätte die Heimelf den Rückstand aufgrund der Chancen ausgleichen können. Letztendlich fehlte die Durchschlagkraft und die Abschlussqualität. Valdeig hätte den Ausgleich machen müssen oder Oehlert besser bedienen können. Nach drei Spielen steht die SG Lobstädt/Heuersdorf mit null Punkten und mit null Toren am Ende der Tabelle der Kreisliga A West. Das ist der Fakt. Nächste Woche muss man am Sonntag in Neukieritzsch antreten. Das macht die Situation nicht gerade leicht, denn der Ortsnachbar hegt derzeit berechtigte Ambitionen nach oben in Richtung Kreisoberliga.
AH-2015-14-TSV Lobstädt – Turnier mit Kitzscher und Netzschkau
AH Dreierturnier Großfeld TSV Netzschkau, FSV Kitzscher, TSV Lobstädt
1. Platz: Lobstädt, 2. Platz: Kitzscher, 3. Platz: Netzschkau
Ungewöhnlich viele Spieler tummelten sich am Freitagabend in Lobstädt auf und an dem Spielfeldrand. Der Grund war ein Dreierturnier mit dem Gastgeber, einer sich im Trainingslager befindlichen Mannschaft aus Netzschkau und dem eigentlichen Lobstädter Kontrahenten aus Kitzscher. Netzschkau liegt im Vogtland in der Nähe von Reichenbach. Wo Kitzscher liegt muss man hier in der heutigen Zeit nicht näher erläutern. Das weiß man hier in der Region, könnte es aber zur Not auch googeln. Zustande gekommen ist dieses Turnier, weil einer aus Lobstädt mit einem aus Netzschkau an der Ostsee war, das Gespräch auf Fußball kam und so weiter und sofort. Entscheidend war, dass Kitzscher als bereits feststehender Spielpartner der Lobstädter zustimmte. Der Dank gilt an dieser Stelle dem FSV. Im ersten halbstündigen Spiel trafen die wie Argentinier gekleideten Voigtländer auf Kitzscher. Ohne Messi konnten die hellblau-weißgestreiften aber nicht gut genug in das Turnier starten. Es gab eine knappe 0:1 – Niederlage. Kitzscher musste danach gegen den Gastgeber ran. In einem ausgeglichenen Match gab es nach dreißig Minuten ein torloses Remis. Somit kam es im letzten Spiel zum Showdown. Um es vorweg zu nehmen. Der Lobstädter TSV spielte nicht die Klinge, die er eigentlich spielen könnte. An diesem Abend war Sand im Getriebe. Lange Autobahnfahrten und die Vorfreude auf die Aftershowparty bremsten den Motor aus. Sicher lag es auch an der Gegenwehr aber hauptsächlich war es Kopfsache. Soll heißen, dass sich der TSV Lobstädt bereits gegen Kitzscher schwer tat und auch gegen Netzschkau niemals richtig ins Rollen kam. Das lag vor allem am zu wenig dargebotenem Spiel über die Außen. Die Ballsicherheit und die Spielanteile sprachen zwar in beiden Partien für den Gastgeber aber zwingende Aktionen waren selten zu sehen. M. Flack fragte Hinz im Spiel gegen Kitzscher nach zehn Minuten, „Hast du schonmal den Ball gehabt?“ Die Antwort war „nein“. Beide spielten im Sturm. Gegen Netzschkau musste Lobstädt mit zwei Toren Unterschied gewinnen, um Turniersieger zu werden. T. Flack und Grabner brachten die Heimelf zur erwünschten Führung. Allerdings schoss Netzschkau in der Folge den Anschlusstreffer. Hinz erhöhte dann auf 3:1 und nach einer Reihe von Anläufen traf M. Flack dann schließlich noch zum 4:1. Und damit stand fest: Lobstädt kann selbst ausgerichtete Turniere doch noch gewinnen. Das Aurich Cup Trauma der verlorenen Hallenturniere als Gastgeber hatte ein Ende. Dem entsprechend euphorisiert und ausgelassen steigerte man sich mit den argentinischen Vogtländern in einen Rausch außerhalb der Seitenlinie. Wenn man genau hinhört kann man das Rauschen noch hören.
Lobstädt mit: Günther, Krauspe, Melzer, Winkler, Mosolygo, Bischoff, Grabner, Fubel, T. Flack, Dietel, M. Flack, Hinz, Thierfelder, Kuhn


Wernesgrüner Pokal 2. Hauptrunde SG Lobstädt/Heuersdorf – Blau-Weiß-Deutzen 1:7 (1:3)
SG Lobstädt/Heuersdorf – Blau-Weiß-Deutzen 1:7 (1:3)
Gut, dass Deutzen nicht nach Lobstädt laufen musste. Sonst hätte diese Maßnahme vielleicht fatale Folgen gehabt für die Gäste. Aber vielleicht auch nicht. Die sachliche und sportlich unparteiische Vorberichterstattung der Leipziger Volkszeitung vom Freitag bestimmte den Sieger ja bereits im voraus. Das nennt man Weitblick und zeugt von Recherchetätigkeit vom Feinsten. Fehlt nur noch die Erweiterung des Tagesblattes in dem die Lottozahlen der nächsten Woche veröffentlicht werden. Natürlich mit dem Nachsatz, dass genau die nicht gewinnen. Es lebe der Sport. Blau Weiß Deutzen ging als klarer Favorit ins Rennen und zeigte seine Höherklassigkeit von Beginn an. Durchgängig besser besetzt baute der Gast in Lobstädt frühzeitig Druck auf. Die SG Lobstädt/Heuersdorf war aber gut eingestellt und bereit, sich dem Gegner mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegen zu stemmen. Das funktionierte wunderbar und die Blau Weißen hatten es nicht ganz so einfach wie von den Journalisten vermutet. Immer wieder störte die Heimelf den Spielfluss und sorgte für Unterbrechungen zum Ordnen und zur Einnahme der Grundaufstellung. Mit einer Spitze agierend gelang sogar das was die wenigsten dachten. Die SG ging in Führung. Nach Balleroberung bekam Depling die Kugel in den Lauf gespielt und vollendete gegen zwei Verteidiger und dem Torhüter (6.). Lange währte dieses Glück nicht aber es dauerte zumindest eine Weile ehe sich der Gast von dem Schreck erholte und sich dann auch standesgemäß in den Vordergrund brachte. Eiselt erzielte erst den Ausgleich und dann die Führung (7./27.). Eimert machte noch vor der Pause das 1:3 und der Kreisoberligist war wieder fest im Sattel. Allen Gegentreffern gingen leichte Fehler voraus die natürlich durch die Deutzener Spielweise erzwungen wurden. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass die SG Lobstädt/Heuersdorf nicht chancenlos blieb. Beim Stand von 1:2 hatte Valdeig nach Vorarbeit von Depling die große Möglichkeit auszugleichen. Nachdem der Hüter bereits umkurvt war fehlte die Konzentration um erfolgreich zu vollenden. Im zweiten Abschnitt hatte die Heimelf nicht mehr so viele Gelegenheiten. Einzig Scheibners Freistoß an die Latte sorgte für Gefahr aber da war der Gast schon enteilt. Lange schoss das 1:4. Eisert, Engelhardt und Hanowski sorgten mit ihren Toren dann für den Endstand. Für den Gastgeber spricht, dass er sich nach seinen Möglichkeiten wehrte und sich nicht ansatzweise blamierte.
Schiedsrichter: Michael Konietzky
Assistenten: Norbert Misch, Helmut Sprigade
Zuschauer: 50
Torfolge: 1:0 Depling (6.), 1:1 Eisert 1:2 (17.), 1:2 Eisert (27.), 1:3 Eimert (34.), 1:4 Lange (52.), 1:5 Eisert (66.), 1:6 Engelhardt (78.), 1:7 Hanowski (80.)
AH-2015-13-TSV Lobstädt – SG Prößdorf 3:2 (1:1)
TSV Lobstädt – SG Prößdorf 3:2 (1:1)
Bei besten Bedingungen trafen die Alten Herren von Lobstädt am Freitag auf die Alten Herren von Prößdorf. Das Wetter war topp. Der Rasen in einem optimalen Zustand und der Ball hervorragend aufgepumpt. Die Lobstädter schickten, nachdem sich ein paar personelle Fragezeichen ins Nicht aufgelöst hatten eine schlagkräftige Truppe ins Rennen. Die Position Torwart konnte kurzfristig besetzt werden und auch Fubel kam rechtzeitig aus Erfurt zum Spiel obwohl er nur wenig Zeit für die strapaziöse Rückreise von seiner Montagetätigkeit hatte. Dietel vermeldete von der Autobahn ebenso früh genug freie Fahrt und somit konnte das Vorspiel zur EM Quali pünktlich und mit voller Kapelle beginnen. Prößdorf hielt sich an die Abmachung zu diesem Spiel. So mancher rechnete zwar mit einer kurzfristigen Absage aber als das erste ABG Kennzeichen um die Ecke bog fiel allen ein Stein vom Herzen, denn nach zehn Wochen Pause, was für ein paar Lobstädter im Raum stand, hätte man das Fußball ABC in der F Jugend wieder erlernen müssen. Und die gibt es in Lobstädt ja derzeit bekanntlich nicht. Der TSV nahm das Heft des Handelns dann aber sehr schnell in die eigene Hand. Der Ball lief wie am Schnürchen. Der Gegner wurde klar beherrscht. Den Angriffsbemühungen fehlte allerdings etwas der Biss und im Abschluss blieb die Heimelf inkonsequent. Chancen waren von Beginn an durchaus vorhanden. Der 17 jährige Hüter der Gäste hielt aber nicht schlecht, so dass das Toreschießen am Anfang zum Problem wurde. So kam es dann wie es in solchen Spielen häufig passiert. Der eigentlich unterlegene Gast ging in Führung. Mit einem schönen Lauf und einem satten Schuss erzielte ein weiterer u20er das 0:1. Wenig später glich der TSV aber wieder aus. Nach einem der vielen Solos von M. Flack bediente er Hinz mit einem tollen Pass in den Rückraum der Abwehr. Der Abschlussversuch scheiterte zwar, wurde aber versehentlich zur Vorlage für Krauspe, der sich mit dem 1:1 bedankte. Nach dem Wechsel blieb Lobstädt vorerst am Drücker. Das Angriffsverhalten wurde anfänglich mehr über links forciert. Grund dafür war sicherlich die tiefstehende Sonne. Es kann auch Zufall gewesen sein. Jedenfalls bekam Grabner den Ball von links zugespielt und sein Plattschuss klatschte unhaltbar in die Maschen. Dem 2:1 folgte dann bald das dritte Lobstädter Tor. Hinz hatte die ganze Zeit in den Luftduellen gegen seinen 1,90 Verteidiger keine richtige Chance, dennoch zog er bei einer Eckballsituation, hereingeschlagen von Fubel die richtigen Schlüsse und kam mit dem Kopf an den Ball obwohl er niemals so hoch springen konnte wie sein Widerpart war. Foul war nicht im Spiel. Sonst hätte Schiedsrichter Mosolygo gepfiffen. Der bekam es nach dem 3:1 dann richtig schwer. Bei jeder Aktion wurde gemeckert und gefordert. Gut, dass in jeder Mannschaft Spieler waren, die deeskalierend einwirkten. So konnte das Spiel über die Bühne gehen aber nicht ohne Prößdorfs Anschlusstreffer zum 3:2. Vorausgegangen war wieder ein schneller Antritt des jungen Spielers der bereits das erste Gästetor erzielte. Nach dem Abpfiff war alles wieder gut. Untereinander wurde sehr viel Verständnis aufgebracht und man verabredete sich für 2016.
Lobstädt mit: Günther, T. Pfau, Grübel, Melzer, Dietel, Krauspe, T. Flack, Grabner, Fubel, Hinz, M. Flack, Thierfelder, Licht
Fußball, Saison 2015/16, Muldental/Leipziger Land, Kreisliga A West, 2. Spieltag, TSV Kohren Sahlis – SG Lobstädt/Heuersdorf
TSV Kohren Sahlis – SG Lobstädt/Heuersdorf 3:0 (2:0)
TSV Kohren Sahlis: Jahn – Mohaupt, Koch, Langheim ab 69. Löchel), Lachmann, Kammer, Hering, Heinzig, Packeiser, Schramm, Kühn
SG Lobstädt/Heuersdorf: Scheller – Jahn, Pohle (ab 84. Merker), Promnitz, Friedrich, Jungnickel, Schmidt (ab 36. Geidel), Böttcher, Schellenberg, Valdeig, Oehlert
Tore: 1:0 Pohle (Eigentor 12.), 2:0 Lachmann (37.), Schramm (59.)
Schiedsrichter: Ronny Pohle
Assistenten: Peter Born, Erik Hildebrandt
Zuschauer: 70
Mit 3:0 hatte der Gastgeber aus Kohren Sahlis am Ende die Nase vorn und besiegte die SG Lobstädt/Heuersdorf deutlich und relativ ungefährdet. Dabei kochten die Einheimischen auch nur mit Wasser. Das allerdings reichte aus, um die im Offensivbereich harmlos wirkenden Gäste nieder zu ringen. Über die gesamten 90 Minuten gab es keine nennenswerte Torchance für die SG. Mit fünf Gegentoren, zwei verlorenen Spielen und keinem einzigen Treffer auf der Habenseite ist der Saisonauftakt in der Kreisliga A mehr als ernüchternd. Kohren Sahlis bestimmte auf der eigenen Wiese von Beginn an das Geschehen. Durchdacht und strukturiert wirkte das jedoch nicht. Die Angriffsbemühungen hatten in ihrer Abfolge eher Zufallscharakter und wurden begünstigt durch Fehler der Gäste, die den Druck auf die eigene Hintermannschaft schon im Vorwärtsgang durch Ballverluste produzierten. So passierte Pohle in der 12. Minute bereits ein Eigentor, was natürlich fatale Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Spiels hatte. Lobstädt/Heuersdorf hatte nur damit zu tun sich zu stabilisieren. Das gelang zwar aber den notwendigen Respekt konnte man dem Gegner einfach nicht einflößen. Außerdem geriet der Gast fünf Minuten vor der Pause noch mehr in Rückstand. Ein simpler Einwurf gelangte über den Lobstädter Verteidiger zum ungedeckten Lachmann und der…. lachte sich halt eins. Die Riesenmöglichkeit zum Anschluss vergab Oehlert im Anschluss eher kläglich. Nach dem Wechsel schwanden bei Lobstädt/Heuersdorf auch noch die Kräfte. Zu mehr Toren konnte das die Heimelf vorerst nicht ausnutzen aber sie hatte ein ganz leichtes Spiel den Vorsprung zu verteidigen. In der Phase wo die Gäste dann ein wenig Druck aufbauten fiel dann das deprimierende 3:0. Über links gut durchgesetzt kam die Eingabe flach in den Rückraum und Schramm vollendete stramm mit einem sehenswerten Treffer (59.). Damit waren die Messen gelesen. Abschießen ließen sich die Gäste aber nicht. Mit einer ordentlichen Einstellung über die gesamte Spielzeit wurde Schlimmeres vermieden. Vom Einsatz her hat es gepasst. Es fehlte ganz einfach die Qualität.
AH-2015-12-ZFC Meuselwitz – TSV Lobstädt 4:5 (0:3)
ZFC Meuselwitz – TSV Lobstädt 4:5 (0:3)
Interimscoach Kuhn landete mit seiner Wundertütentruppe einen Auftaktsieg nach acht Wochen Sommerlochpause der sich gewaschen hat. Meuselwitz wurde auf eigenem Kunstrasen teilweise vorgeführt obwohl der Gast am Nachmittag noch nicht einmal über einen vollständigen Kader verfügte. Lobstädt war geil auf Fußball und spielte sich den Frust diverser Spielabsagen der letzten Wochen förmlich von der Seele. Wahrscheinlich hätten es auch die Bayern schwer bekommen um es etwas überspitzt darzustellen. Der TSV ging durch Valdeig frühzeitig in Führung. Gut in Szene gesetzt schloss der überlegt ab und legte wenig später mit einem tollen Schuss nach, so dass der Gast mit zwei Toren enteilte. Und das war nicht unverdient. Der ZFC hatte keinen Zugriff auf die quicklebendigen und spielfreudigen Gäste. Flack, Grabner und Scheller machten richtig Betrieb und stellten die gegnerische Abwehr immer wieder vor Probleme. Die Heimelf hingegen wirkte zäh wie Kaugummi in den eigenen Angriffsbemühungen. Das nutzte Grabner dann vor der Pause nochmals aus und ein unglaublich anmutendes 0:3 hätte auf der Anzeigetafel gestanden wenn es eine gegeben hätte. Aber auch so zählten die drei Tore. Nach dem Wechsel ergab sich das gleiche Bild. Hinten stand Lobstädt bombensicher. Momo mit seinen 16 Lenzen hielt wie ein alter Hase und entschärfte das was Meuselwitz auf das Tor brachte. Den Fehler zum 1:3 verziehen ihm alle gern als er einen Abwurf zum Gegner fabrizierte und als Quittung einen Heber ins lange Eck kassierte. Das brachte den TSV aber nicht aus dem Konzept. Zielstrebig ging aber nach vorn. Allerdings wurde bei den Abschlüssen dann auch ganz schön gematscht. Kleine Ungenauigkeiten, sowie die eine oder andere Torverliebtheit schlichen sich ein. Die Chancenflut riss jedoch nicht ab und Hinz und Grabner erhöhten folgerichtig auf 1:4 und 1:5. Speziell Grabners Tor war bilderbuchmäßig über Scheller herausgespielt und es gab noch mehr Möglichkeiten von dieser Sorte. Im Gefühl des sicheren Sieges schlichen sich dann Unkonzentriertheiten ein. Meuselwitz kam zu Toren wie die Jungfrau zum Kind. Zwei von der Ferne erzielt, als man eigentlich Ballbesitz hatte und leichtfertig damit umging. Ballverlust und Tor. Sogar ein Eigentor war dabei und plötzlich stand es 4:5. Jedem der Gastgebertore ging eine fette vergebene Lobstädter Möglichkeit voraus. Die ablaufende Spielzeit einberechnet sorgte dafür, dass das Ergebnis niemals so knapp war wie es am Ende aussah. Mehrere Tore wären für Lobstädt drin gewesen. Meuselwitz hatte eine hohe Abschlussquote nach wenigen Möglichkeiten.
Lobstädt: Momo, Krauspe, Winkler, Pfau J., Mosolygo, Fubel, Grabner, Flack T., Valdeig, Scheller, Hinz
Fußball, Saison 2015/16, Muldental/Leipziger Land, Kreisliga A West, 1. Spieltag, SG Lobstädt/Heuersdorf – SG Eula/Borna
SG Lobstädt/Heuersdorf – SG Eula/Borna II 0:2 (0:1)
SG Lobstädt/Heuersdorf: Scheller – Bischoff, Pohle, Promnitz, Scheibner, Depling, Schmidt, Viering (ab 57. Dergewitz), Schellenberg, Valdeig (ab 73. Enge), Oehlert
SG Eula/Borna II: Beier, Tschuschke, Aurig, Kutzner, Hildebrandt, Hermanns, Rautenberg (ab 80. Prager), Thomas (ab 22. Reim), Brehmert, Fobian, Seidel (ab 75. Schnabel)
Tore: 0:1 Fobian (6.) Handelfmeter, 0:2 Brehmert (90.)
Schiedsrichter: Frank Westenburger
Assistenten: Dietmar Etzold, Steffen Rohland
Zuschauer: 60
Der Start ging schief in die neue Saison für die einheimische Lobstädt-Heuersdorfer Spielgemeinschaft. Im Auftaktmatch gab es eine 0:2 – Niederlage gegen die andere SG welche sich aus den Vertretungen von Eula und Borna II rekrutierte. Bereits nach sechs Minuten erzielte Fobian einen Elfmeter, den zuvor Pohle beim missglückten Abwehrversuch mit der Hand im Strafraum verursachte. Obwohl keine Absicht dahinter steckte und eine Torchance nicht einmal ansatzweise verhindert wurde kann man aufgrund des Regelwerkes diesen Strafstoß geben. Das akzeptierten auch alle Betroffenen. Im Anschluss passierte im weiteren Verlauf der Partie nicht viel Sehenswertes. Die Heimelf stand hinten recht solide und die Gäste kamen trotz des häufigeren Ballbesitzes auch nicht zu größeren Gelegenheiten. Kurz gesagt. Es war für die Zuschauer nicht toll anzuschauen was beide Vertretungen ablieferten. Das Bemühen konnte man beiden Teams nicht absprechen aber fußballerisch war alles etwas limitiert. Vornehmlich der Gastgeber kam mit dem Ball nicht energisch genug in die torgefährliche Zone und wenn, dann konnte man keine Chancen kreieren. Eula/Borna blieb seinem Anhang aber dabei auch einiges schuldig. Zwar erzielte Brehmert noch das 0:2 und Scheller im Kasten der Lobstädt/Heuersdorfer hielt auch noch ein, zwei Bälle aber das Gegentor passierte in der Schlussminute. Bitter für die SG Lobstädt/Heuersdorf ist der Verlust von Depling. Schiedsrichter Westenburger gab knallrot für nichts und begründete die Entscheidung mit einer angeblichen Tätlichkeit des Spielers. Diese führte aber eindeutig Kutzner auf der Gegenseite aus, dessen rote Karte berechtigt war und die einzig richtige Entscheidung gewesen wäre. Insgesamt geht der Gästesieg in Ordnung. Alle Veränderungen die bei der Heimelf durchgeführt wurden zeigten nicht die erhoffte Wirkung. Das betrifft sowohl die Einwechslungen als auch die positionellen Umstellungen im Spiel. Trotz allem macht die Abwehrleistung Hoffnung und das taktisch disziplinierte Auftreten. Alle spielten und kämpften nach ihren derzeitigen Möglichkeiten. Mehr war an dem Tag nicht drin.
TSV Lobstädt – Blau Weiß Deutzen 1:3 (0:0)
„Die sind jung und wir können Fußball spielen.“ So lautete ein ambitionierter Satz bei der Ansprache vor dem Spiel gegen Ortsnachbar Deutzen. Ein schnelles Tor wurde gefordert dann sollte es gegen die Blau Weißen wie in den letzten Jahren zuhause immer klappen mit einem Sieg. Zusätzlich wurde aufgrund von vier Wechslern eine für Alt Herren Verhältnisse extraordinäre Spielzeit von zweimal vierzig Minuten ausgemacht. Das zeugt von einem begründeten Selbstbewusstsein. Immerhin versprachen drei Urlaubsrückkehrer den Verantwortlichen, dass sie sich strickt an das Trainingsprogramm und den Ernährungsplan während der Inseltage gehalten haben. Überzeugend wie so manche Heimkehrer argumentieren können hätte das ihnen auch ein Lügendetektor abgenommen. Dass die Wahrheit auf dem Platz offenbart wurde grenzt aber an Übertreibung. Dann hätten ja auch die anderen Mannschaftskameraden schlecht gegessen während der Woche denn das gesamte Team lieferte keine gute erste Hälfte ab. Fehlpässe und Ballverluste prägten die Partie bei den Lobstädtern. Ungewöhnlich schlecht mit so einer Anfangsformation urteilten die Zuschauer hinterher. Hinzu kam, dass die Jungen auf der Gegenseite viel Dynamik in die Waagschale warfen und auch ordentlich Fußball spielten was den Gästen einige gute Gelegenheiten in der ersten Halbzeit einbrachte. Ganz ohne Möglichkeiten blieb der TSV zwar auch nicht aber das war einfach nicht das Spiel was der TSV Lobstädt in der Lage ist zu spielen. Nach dem Wechsel lief es besser für die Heimelf. Zumindest kam sie zu mehr Chancen. Aber irgendwie hatten alle beim Abschluss den Zonk. Das Gästetor war verriegelt und verrammelt. Mit Glück und Können hielt der Schlussmann oder einer der Verteidiger ein Körperteil zwischen Ball und Torlinie und die Null stand. So kam es dann wie es immer mal kommt. Zwei Angriffe wurden abgefangen und die Konter saßen hintereinander zum 0:2. T. Es sprach für den TSV, dass sich die Truppe nicht aufgab und weiterhin versuchte die Wende herbei zu führen. Mit T. Flacks sehenswerten Anschlusstreffer keimte Hoffnung auf, die allerdings dann auch bald wieder mit dem dritten Konter erstickt wurde. Somit stürzte Lobstädt mit einer Niederlage in das mehrwöchige Urlaubsloch obwohl viele Spieler gar keinen Urlaub mehr nehmen. Aber auch gut. So können sie wenigstens unter Aufsicht trainieren und müssen nicht den Lügendetektor vera…..
Lobstädt mit: Bischoff, T. Pfau, Melzer, Winkler, Dietel, Fubel, Grabner, T. Flack, Krauspe, M. Flack, Hinz, Müller, Thierfelder, Neuhaus, Valdeig
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